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Doppelmoral: Wie der Staat an vermeintlich illegalen Sportwetten mitverdient

Zwar soll wie das ZDF Magazin Frontal 21 berichtet noch in dieser Woche ein neuer Glücksspielstaatsvertrag auf den Weg gebracht werden, das verschleiert allerdings nicht die Doppelmoral, mit der der Staat in Sachen vermeintlicher illegaler Sportwetten ordentlich mitverdient.

Denn: Immerhin zahlen derzeit in Deutschland 79 Sportwettenanbieter Steuern und diese nimmt der Staat natürlich gerne mit. Zwar sind die Wetten in Deutschland formal illegal, allerdings müssen von jedem eingesetzten Euro 5 Prozent Steuern abgeführt werden. Geld, was sich der Staat natürlich trotz der Illegalität nicht entgehen lässt.

Staat verdient an illegalen Wetten 240 Millionen Euro

Laut einem Bericht der Bundesregierung haben die Länder so im vergangenen Jahr rund 240 Millionen Euro eingenommen. Der Betrag hat sich innerhalb der letzten drei Jahr so fast verdreifacht. Dabei ist es für den Staat völlig unerheblich, ob der Markt legalisiert ist oder nicht.

Was jedoch Fakt ist: Auf dem Papier sind Sportwetten in Deutschland bei privaten Anbietern nach wie vor illegal. Jüngsten Medienberichten zufolge wollen sich die Bundesländer nun möglichst zügig auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag einigen, der seit dem Jahr 2012 offen ist. So will man 40 Konzessionen vergeben, die laut dem Deutschen Sportwettenverband allerdings zu wenig seien. 2012 war man ursprünglich mit der Idee gestartet, 20 Konzessionen zu vergeben. Beide Zahlen seien völlig willkürlich, sagt der Lobbyverband. Allein in Hessen gibt es derzeit nach Angaben des dortigen Innenministeriums 85 potenzielle Bewerber um eine Konzession. Demgegenüber stehen allerdings heute schon 4500 Wettbüros allein in Deutschland.

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Der Beitrag wurde am 23.5.2016 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , veröffentlicht.
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