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Abnahme von Betrügereien in Online Casinos

In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass sich Online-Glücksspielunternehmen mit falschen Benutzerkonten und Betrügern konfrontiert sahen. Das wird sich wohl auch nie ganz ändern, allerdings ist die Anzahl der Betrugsversuche laut dem US-Unternehmen Jumio zurückgegangen. Der Konzern muss es wissen, denn hier werden täglich mehrere Millionen Authentifizierungen im Netz überprüft. Das Ergebnis der Online-Glücksspielbranche überrascht vor allem deshalb, weil insgesamt ein Anstieg der Betrugsversuche mit falschen Identitäten im Netz erkennbar ist.

Security Scan mit menschlichem Auge.

Das US-Unternehmen Jumio berichtet in seiner aktuellen Studie von einer Zunahme der Internet-Betrügereien mit gefälschten Identitäten. Offenbar kann sich aber insbesondere die Glücksspielbranche gut vor diesen Aktivitäten schützen. (©TBIT/Pixabay)

Jumio Studie liefert hochinteressante Ergebnisse

Der US-Konzern Jumio dürfte nur den wenigsten Menschen ein Begriff sein. Gerade in der heutigen Zeit allerdings ist die Arbeit des Konzerns enorm gefragt. Kerngeschäft der US-Amerikaner sind die computerbasierten Identitätsüberprüfungen und Systemlösungen für Authentifizierungen. In diesem Zusammenhang werden laut Konzernaussage jeden Tag rund 300.000 Überprüfungen durchgeführt und über 200 Millionen Identitätsdokumente aus mehr als 200 Ländern analysiert. Eine enorme Aufgabe, die gleichzeitig auch interessante Auswertungen ermöglicht. Genau eine solche Auswertung hat der Konzern mit seiner aktuellen Studie vorgelegt. Hier ging es vor allem um die Analyse der Betrugsversuche im Internet, bei denen die Verwendung einer falschen Identität festgestellt wurde.

Grundsätzlich liefert die Studie keine wirklich erfreulichen Ergebnisse. Heraus kam zum Beispiel, dass die Zahl der entsprechenden Betrugsversuche online in den letzten Jahren massiv gestiegen ist. Im Vergleich zum Jahr 2014 hat sich der Wert um 100 Prozent gesteigert – also verdoppelt. Selbst der Sprung vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 ist bedenklich. 2019 seien demnach rund 27,8 Prozent mehr Betrugsversuche festgestellt worden als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich um die allgemeinen Betrugsversuche. Dazu zählen nicht nur die Betrügereien bei den Online-Glücksspielanbietern, sondern zum Beispiel auch beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, Verkäufen oder Einkäufen im Internet oder beim Waschen von kriminellen Geldern.

Online-Glücksspielbranche ist vorbildlich unterwegs

Während der Trend insgesamt also durchaus kritisch bezeichnet werden kann, liefert die Glücksspielbranche eine erfreuliche Entwicklung. Hier wurde in den letzten Jahren ein stetiger Anstieg der Betrugsversuche mit falsche Identitäten festgestellt. 2014 etwa lag der Wert laut Jumio bei 0,85 Prozent falscher Konten. Ein Jahr später waren schon 1,13 Prozent aller Online-Konten unter falschen Namen erstellt worden, 2018 wurde sogar der Höchstwert von 4,21 Prozent erreicht. Seit dem hat sich in der Branche jedoch eine Menge getan. Mittlerweile ist der Prozentsatz um rund 40 Prozent gesunken und befindet bei 2,52 Prozent. Noch immer ist die Branche damit gefährdeter als 2014 oder 2015, dennoch ist ein positiver Trendwechsel durchaus erkennbar.

Innerhalb der Online-Glücksspielbranche gibt es dabei laut des Jumio-Berichts deutliche Unterschiede. Am besten in den Griff bekommen hätten das Problem der Konten mit falscher Identität demnach die Briten. In Großbritannien läge der Anteil der falschen Konten bei nur einem Prozent, so Jumio.

Branchen müssen sich noch besser schützen

Dass die Online-Glücksspielbranche generell so gut abschneidet, dürfte kein Zufall sein. Hier wird die Sicherheit und Kontrolle der Spieler groß geschrieben. In der Regel müssen sich die Spieler in einem Online-Casino oder bei einem Online-Wettanbieter spätestens dann eindeutig identifizieren, wenn Guthaben ausgezahlt werden soll. Geschieht dies nicht, wird das Spielerkonto bis zur Klärung der Identität gesperrt oder sofort geschlossen. Dass insbesondere Großbritannien in diesem Bereich so starke Arbeit leistet, dürfte zudem mit dem Wirke der britischen Glücksspielbehörde zu tun haben.Die Gambling Commission ist bei der Kontrolle der Branche enorm streng. Die Unternehmen wiederum geben diese Strenge an die Kundenweiter – und graben potenziellen Betrügern damit schon früh den Weg ab.

Diese hochmodernen Sicherheitstechnologien sind aber insbesondere in anderen Branchen längst kein Standard. Und genau hierin liegt der Grund, dass die Online-Glücksspielbranche im Vergleich so gut abschneidet. Das hat auch Philipp Pointner, der Chief Product Officer von Jumio, erkannt und deshalb eine hilfreiche Warnung an die Branchen ausgesprochen:

“Während im Vereinigten Königreich die Betrugsfälle bei der Erstellung neuer Konten in einigen Sektoren aufgrund strengerer Vorschriften zurückgegangen sind, müssen alle Unternehmen weiterhin wachsam sein und sicherstellen, dass sie über ausreichende Sicherheitstechnologien verfügen. Insbesondere in Zeiten wie dem Black-Friday oder Cyber-Monday, in denen die Betrugsversuche bei der Erstellung neuer Konten deutlich ansteigen.“

Sicherheit auf jedem Glücksspielmarkt ein Thema

Insbesondere in der Glücksspielbranche spielt der Schutz vor Betrügern natürlich eine übergeordnete Rolle. Da macht es auch eigentlich keinen Unterschied, ob es sich um die stationäre Glücksspielbranche oder die digitale Glücksspielbranche handelt. Die Sicherheit und der Schutz der Industrie ist auf jedem Glücksspielmarkt dieser Welt ein wichtiges Thema. Genau deshalb wurden in der jüngeren Vergangenheit bereits unterschiedliche Konzepte entwickelt. Auch in Deutschland. Der Trend geht hier offenbar stark in Richtung der biometrischen Zugangskontrollen. Auf diesem Wege könnten die Spieler zum Beispiel beim Betreten einer Spielbank einmalig und detailliert identifiziert werden. Zum Beispiel durch einen Fingerabdruck oder den Scan der Augen. Bei einem zukünftigen Eintritt würde dieses Ergebnis in der Datenbank dann mit dem neuen Ergebnisse des Zutritts-Scans verglichen werden. Ist alles in Ordnung, erhält der Spieler Eintritt. Online allerdings kann dieser Weg nicht so einfach umgesetzt werden, da nicht jeder Spieler eine Webcam mit entsprechenden Funktionen besitzt.

Wie der Bericht zeigt, ist die Online-Branche aber eben auch schon jetzt auf einem guten Niveau unterwegs und hat den Schutz der eigenen Industrie in den letzten Monaten wieder verbessern können. Das zeigt, dass hier enorm viel Arbeit und Kapital in Entwicklungen rund um die Sicherheit und den Schutz investiert wird. Für alle Spieler ist das natürlich ebenfalls eine erfreuliche Meldung. Immerhin sinkt so auch die Gefahr, selber Opfer eines Betrugs beim Online-Glücksspiel zu werden. Und irgendwann sind hoffentlich auch alle anderen Branchen noch besser ausgerüstet.

Zu den besten Online Casinos

Der Beitrag wurde am 6.1.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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