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Apple und Google kämpfen gegen Klagen wegen Glücksspielapps

Während viele Länder das Online Glücksspiel legalisieren und in diesem Zusammenhang neue Einsatzlimits und andere Beschränkungen einführen, müssen sich Konzerne wie Google und Apple mit Klagen beschäftigen. Angeblich würden diese Konzerne Apps zur Verfügung stellen, mit denen Spieler auf illegale Glücksspielangebote zugreifen können. Das bedeutet, dass sich auch diese Konzerne auf die neue Situation einstellen müssen.

Ein geöffneter Laptop zeigt die Googleseite.

Google und Apple bieten in den eigenen Stores Glücksspielapps an. Nun wurden beide Konzerne verklagt, da diese die Glücksspielsucht fördern und die Konzerne daran verdienen. (©️Firmbee/Pixabay)

Google bietet Glücksspielapps von Zynga an

Gegen Google wurde eine Klage eingereicht, weil Apps von Zynga vertrieben werden. Der Vertrieb dieser App geschieht über den Google Play Store, weshalb Google am Vertrieb der App verdient. Offiziellen Angaben zufolge soll Google mit 30 Prozent an diesen Apps beteiligt sein. Dies allein ist jedoch nicht der Grund, weshalb ein Verbraucher gegen Google die Klage eingereicht hat.

Das Hauptproblem besteht darin, dass es sich bei der Zynga App um ein verbotenes Glücksspiel handeln soll. Darüber lässt sich jedoch streiten. Zynga bietet zwar Casinospiele an, die mit kostenlosen Münzen funktionieren. Werden diese Münzen verspielt, ist das Spiel zu Ende. Es sei denn, der Nutzer kauft Münzen nach. Hierfür muss Geld ausgegeben werden. Und genau hierin wird das illegale Glücksspiel gesehen.

Ein weiterer Verstoß wird darin gesehen, dass die Nutzer der Glücksspiel-App diese bezahlen müssen. All dies sind Gründe, weshalb Google vorgeworfen wird, dass dieses Unternehmen Glücksspiele anbieten würde. Doch damit noch nicht genug. Google bietet nicht nur die App von Zynga an. Weitere Apps werden angeboten und zwar nicht mehr nur in wenigen Ländern. Die Anzahl der Länder wurde deutlich ausgedehnt.

Google bietet auch in Deutschland Glücksspiel-Apps an

Vor wenigen Wochen hat Google bekannt gegeben, dass sich einiges ändern wird. Bislang bot Google nur in folgenden Ländern Glücksspiel-Apps an, die mit Echtgeld gespielt werden durften:

  • Großbritannien
  • Frankreich
  • Italien
  • Brasilien

Nun sollen einige Apps auch in Deutschland angeboten werden. Für die Appbetreiber wäre dies ein großer Fortschritt und könnte die eigenen Umsätze in die Höhe schnellen lassen. Bislang mussten sich die Betreiber von Glücksspielapps selbst um die Vermarktung ihrer Apps kümmern. Google bot hier keine Unterstützung an, weshalb die Apps kaum Beachtung fanden.

Allerdings gab Google bekannt, dass die neuen Vorschriften, die im Glücksspielstaatsvertrag geregelt werden, beachtet werden. Aus diesem Grund wird es in Deutschland vorerst nur Sportwetten-Apps und Lotterie-Apps geben. Welche Lotterie-Apps angeboten werden, wird noch mit Spannung erwartet. Schließlich unterliegen die Lotterien in Deutschland dem Staat. Aus diesem Grund dürfen keine privaten Anbieter präsentiert werden.

Obwohl Google auch für die USA alle Vorschriften und Gesetze beachtet, wurde die Klage eingereicht. Das Hauptargument lautet, dass Google auch für nicht-lizenzierte Anbieter verfügbar ist. Diese Aussage widerspricht jedoch dem Versprechen, dass alle Gesetze eingehalten werden.

Die Probleme der Zynga Apps

Die Überprüfung, ob Google mit dem Anbieten der Zynga App alle gesetzlichen Vorschriften einhält oder nicht, bleibt den Anwälten bzw. Gericht überlassen. Problematisch bei der Zynga App sei lediglich, dass mit diesen Glücksspielen kein Geld gewonnen werden kann. Die ersten Runden sind kostenlos und anschließend müssen neue Münzen gekauft werden. Mit diesen Münzen erhöht sich aber nur die Spiellänge. Das Erspielen von Gewinnen ist nicht möglich. Es können auch keine virtuellen Münzen gewonnen werden, mit denen sich die Spielzeit verlängert.

Es kann mit Spannung verfolgt werden, ob die Klage gegen Google Erfolg hat. Schließlich gibt es viele Spiele-Apps, die anfangs kostenlos sind und später bezahlt werden müssen. Auch bei diesen Spielen kann keine Spielzeit gewonnen oder erspielt werden.

Apple wurde ebenfalls verklagt

Auch gegen Apple wurde bereits eine Klage eingereicht, und zwar mit dem gleichen Inhalt. Apple bietet wie Google Glückspiel-Apps an, die bezahlt werden würden. Wie bei Zynga auch, müssen Spielchips käuflich erworben werden. Daran verdient Apple, da diese Apps über den hauseigenen Store angeboten werden.

Hinzu kommt, dass solche Apps in einigen Bundesstaaten der USA nicht erlaubt sind. Trotzdem werden sie von Apple angeboten, was einen Verstoß gegen das geltende Gesetz darstellt. Im weiteren Verlauf der Klage wurde moniert, dass es im Vergleich zu Online Casinos oder Casinos vor Ort keine festen Auszahlungsquoten geben würde. Ferner würden die Betreiber der Apps und auch Apple wesentlich mehr Geld verdienen. Ein Casino hätte im Falle eines Jackpots einen großen Teil der Auszahlung als Verlust zu verbuchen. All dies trifft auf die Glücksspiel-Apps ebenfalls nicht zu.

Der Hauptgrund der Klage waren die hohen Verluste, die mehrere Spieler erlitten. Zugleich wurde bemängelt, dass sogenannte Loot-Boxen im Internet angeboten werden. Hierbei handelt es sich um Schatzkisten, die im Rahmen von Videospielen geöffnet werden. Der Inhalt der Schatzkisten hilft dem Spieler, im Level aufzusteigen. Viele sind der Meinung, dass bereits diese Lootboxen die Spielsucht fördern. Das liegt unter anderem daran, dass man häufig den Schlüssel der Schatztruhe käuflich erwerben muss.

Experten scheinen dem Argument bezüglich Lootboxen zuzustimmen, weshalb zum Beispiel in Großbritannien eine weitreichende Untersuchung eingeleitet wurde. In Frankreich forderten sogar Juristen, dass die Lootboxen bei der Fifa als Wettspiel gekennzeichnet werden.

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Der Beitrag wurde am 17.3.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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