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Automatenwirtschaft erhöht Infektionsschutz

Die Spielhallen in Deutschland sind von der Corona-Krise direkt betroffen. Die Betriebe stehen still und unterliegen derzeit noch Beschränkungen im Sinne der Infektionsunterbrechungen. Damit die Chancen auf eine baldige Öffnung steigen, hat der Dachverband der Deutschen Automatenwirtschaft nun die Einführung von Richtlinien zum Infektionsschutz vorgeschlagen. Jüngst hagelte es bereits Kritik in Richtung Politik, da in Spielhallen eigentlich recht gut Vorgaben zu Mindestabstand und Co. eingehalten werden könnten. Werden sich die Maßnahmen als Erfolg herausstellen?

Spielhalle auf der Hamburger Reeperbahn bei Nacht.

In den Spielhallen in Deutschland, wie hier in Hamburg, soll der Infektionsschutz künftig erhöht werden. Gleichzeitig sind kritische Stimmen in Richtung Politik vernehmbar, da Spielhallen mindestens bis Mai geschlossen bleiben müssen. (©francescoronge/Pixabay)

Hygiene-Maßnahmen sollen eingeführt werden

In Deutschland wurden die Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit dem Corona-Virus in den letzten Tagen ein wenig gelockert. Noch immer betroffen ist aber die Glücksspielbranche im stationären Betrieb. Während zum Beispiel Läden bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, stehen die Kunden bei den Spielhallen weiterhin vor verschlossenen Türen. Sicher ist auch noch nicht, dass die Spielhallen im nächsten Schwung der Lockerungen mit dabei sind. Um die Chancen darauf zu steigern, hat sich der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. für ein Konzept zur Verbesserung des Infektionsschutzes ausgesprochen. Laut den am Montag vorgestellten Plänen, sollen mit diesem Konzept neue Sicherheitsstandards eingeführt werden.

So fallen etwa Empfehlungen für das Tragen einer Gesichtsmaske unter diese Änderungen. Sollte die Gesichtsmaske in Zukunft im öffentlichen Raum Pflicht werden, würde das auch für die Spielhallen gelten. Darüber hinaus sollen die Geldspielgeräte in den Spielhallen künftig regelmäßig desinfiziert werden. Und zwar nach den vom Robert-Koch-Institut (RKI) vorgestellten Empfehlungen. Geht es nach dem Verband, könnten weitere Service-Angebote zudem pausiert werden. Hierunter fallen zum Beispiel Flipper-Automaten oder Automaten für Dartspiele.

Unverständnis für Entscheidung der Politik

Dass die Spielhallen aktuell noch nicht wieder öffnen dürfen, stößt beim Verband auf Unverständnis. Immerhin sei man aufgrund gesetzlicher Vorgaben ohnehin bereits dazu gezwungen, die Maßgaben zum Mindestabstand einzuhalten. Georg Stecker, der Vorstandssprecher des DAW, erklärt:

“Gewerbliche Spielhallen haben unter dem Aspekt der Infektionsvorbeugung den entscheidenden Vorteil, dass bereits die gesetzlichen Bestimmungen für den Betrieb einer Spielhalle dem Prinzip des Social Distancing entsprechen.“

Laut Stecker dürfen zum Beispiel in einer Spielhalle mit einer Fläche von 150 Quadratmetern maximal zwölf Automaten aufgestellt werden. Der erforderliche Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Spielern würde also schon von Haus aus eingehalten werden. Menschenansammlungen kämen so gar nicht erst zustande, da sich in Spielhallen dieser Größe nur maximal zwölf Personen zeitgleich aufhalten würden. Ein wichtiger Faktor seien zudem die Sichtblenden zwischen den Automaten. Diese würden als zusätzlicher Schutz dienen und könnten das Ansteckungsrisiko deutlich minimieren.

Wiedereröffnungen für die Branche zügig wichtig

Für die stationäre Branche ist die zügige Wiedereröffnung der Spielhallen von fundamentaler Bedeutung. Der DAW erklärte, diese sei ein Wichtiger Schritt dabei, um das illegale Glücksspiel in Hinterzimmern und auf nicht regulierten Online-Märkten zu unterbinden. Zusätzlich dazu hängen an der Branche bekanntermaßen zahlreiche Arbeitsplätze. Laut offiziellen Angaben der Automatenwirtschaft sind in Deutschland insgesamt 9.000 lizenzierte Spielhallen zu finden. Rund 70.000 Menschen sind direkt in diesen beschäftigt, weitere 35.000 arbeiten indirekt für die Spielhallen. Je länger der Lockdown anhält, desto höher ist die Gefahr für Arbeitsplatzverluste. Auch der Staat profitiert von einer Wiedereröffnung der Casinos enorm. Jährlich fließen rund 2,5 Milliarden Euro von der Branche in die Kassen des Staates.

Tim Hilbert, Justiziar des Automaten-Verbandes Rheinland-Pfalz und des Automaten-Verbandes Baden-Württemberg erklärt:

“In diesem Schritt wäre es natürlich auch für die Automatenbranche existenziell, nicht nur die Geräte in der Gastronomie wieder in Betrieb nehmen zu können, sondern ebenfalls die Spielhallen wieder öffnen zu dürfen. Aufgrund der räumlichen Maßnahmen, die für Spielhallen zum Beispiel in der Spielverordnung gesetzlich verankert sind, stellen Spielhallen einen öffentlichen Raum dar, der die Maßgaben des Infektionsschutzes sehr gut umsetzen kann.“

Um die Politik auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, hat der Deutsche Automatenverband (DAV) jüngst ein Video veröffentlicht, wo genau jene Pläne und Punkte angesprochen werden. Jetzt liegt der „Spielball“ erst einmal in Reihen der Politiker.

Deutschland fährt langsam wieder hoch

Entfacht wurde die Diskussion um die Behandlung der Spielhallen künftig durch die Entscheidung der Politik, die Maßnahmen zum Infektionsschutz im öffentlichen Raum wieder zu lockern. Seit dieser Woche dürfen etwa Baumärkte wieder öffnen, ebenso Einzelhändler mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern. Alle Unternehmen müssen strenge Vorgaben zum Infektionsschutz beachten. Nach und nach sollen so die unterschiedlichen Branchen wieder in den Normalbetrieb zurückgeführt werden. Das Ganze wird derzeit jedoch nur auf Vorbehalt durchgeführt. Sollten die Infektionszahlen in der Bundesrepublik wieder steigen, drohen ein erneuter Lockdown und damit ein noch härterer Schaden für die Wirtschaft.

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Der Beitrag wurde am 22.4.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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