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Caesars übernimmt William Hill

Casinos-Fans und insbesondere Sportwetten-Profis kennen William Hill, der als größter britischer Sportwettenanbieter gilt. Exakt dieser soll nun von Caesars übernommen werden. Von diesem milliardenschweren Deal profitieren nicht nur diese beiden Unternehmen – es könnte sich auch ein dritter Konzern freuen: Apollo.

Kleingeld und Tennisball auf einer Computer-Tastatur.

Caesars kauft William Hill und möchte damit den Sportwettenbereich in den USA ausweiten. (top10-casinosites/Pixabay)

Wochenlanges Pokern um William Hill

Die Entscheidung, wer William Hill übernehmen soll, stand nicht sofort fest. Über mehrere Wochen hinweg gaben Konzerne und Unternehmen ihr Gebot ab. Aus wirtschaftlicher Sicht führt das dazu, dass die Aktienwerte von William Hill schlagartig anstiegen. Hiervon profitiert in erster Linie William Hill, da ein höherer Aktienkurs den Wert des Unternehmens steigerte.

Doch welche Unternehmen gaben ein Gebot ab? In erster Linie handelt es sich um Caesars und die Private-Equity-Firma Apollo. Den Zuschlag erhielt Caesars aufgrund seines Gebots: 3,2 Milliarden Euro. Durch die Übernahme erhofft sich Caesars, vom wachsenden Sportwettenmarkt in den USA zu profitieren.

Die Private-Equity-Firma Apollo hatte ebenfalls ein Angebot für den gesamten Konzern von William Hill geboten. Nachdem dieser Deal platzte, könnte zumindest der britische Teil an Apollo gehen. So lauten derzeit die Gerüchte. Ob das in die Tat umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Sollte die Idee nicht funktionieren, müssen weitere Pläne erarbeitet werden.

Caesars möchte alle Mitarbeiter behalten

Sobald ein Unternehmen ein anderes übernimmt, werden meistens Stellen abgebaut. Caesars gab in einer ersten öffentlichen Stellungnahme bekannt, dass dies nicht der Fall sein wird. Das Ziel liegt darin, das bereits bestehende Geschäft in den USA komplett zu integrieren. Wer sich mit der Geschichte Caesars auseinandersetzt, wird dem auch Glauben schenken. Schließlich besteht der Konzern seit 1962.

Damals errichtete Caesars ein Casino in Las Vegas, das seinem Namen alle Ehre macht: Es wurde im Stil des römischen Kolosseums erbaut. Zugleich handelt es sich bei diesem Casino um eine weitere Besonderheit: Es ist das einzige Gebäude, das seit Jahren ständig ausgebaut und erweitert wird. Normalerweise werden die Gebäude in Las Vegas entweder abgebaut oder gesprengt. Erst danach wird auf den leeren Platz ein neues Gebäude errichtet.

Nicht so beim Caesars Palace in Las Vegas. Dieses Gebäude bietet inzwischen mehr als 4000 Gästezimmer und der Casinobereich umfasst 15.000 Quadratmeter. Zudem beinhaltet das Gebäude ein Theater mit 4000 Sitzplätzen und einen geräumigen Außenbereich mit Pool-Landschaft Es wäre durchaus denkbar, dass die derzeit sechs Türme erweitert werden, um einen ebenso umfassenden Sportwettenbereich zu integrieren. In diesem Fall könnten auch die Mitarbeiter – wie angekündigt – behalten werden. Es bleibt jedoch spannend, da William Hill derzeit knapp 16.000 Mitarbeiter beschäftigt. All diese in das vorhandene Unternehmen zu integrieren, könnte schwierig werden.

William Hill agiert auch online: Bleiben diese Casinos bestehen?

William Hill bietet Sportwetten nicht nur vor Ort an. Zudem liegt der Fokus nicht nur auf Sportwetten, sondern auch auf diversen Glücksspielen. Aus diesem Grund ging das Unternehmen im Jahr 2008 eine Zusammenarbeit mit Playtech ein und war bereit, hierfür einen sehr hohen Preis zu zahlen: 144 Millionen Pfund und eine Beteiligung Playtechs an den Umsätzen. In der Folge kreierte William Hill einige Online Casinos, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Das mag auch an dem hohen Willkommensbonus und den Cashback-Aktionen liegen, die über die Online Casinos angeboten werden. Inwieweit die Online Casinos weiterlaufen, steht noch nicht fest. Zumindest gibt es bis heute keine offizielle Meldung. Fraglich ist auch, ob eine weitere Beteiligung Playtechs bestehen bleiben kann. Würde der bestehende Vertrag gekündigt werden, könnte in den Online Casinos ein anderes Sortiment angeboten werden. Wir werden all dies mit Sicherheit in den nächsten Wochen mit Spannung verfolgen können.

Verhandlungen für eine Übernahme laufen seit längerer Zeit

Insider sind einerseits nicht darüber verwundert, dass Caesars William Hill übernimmt. Das liegt daran, dass bereits im letzten Jahr Caesars den Sportwettenanbieter übernehmen wollte. Die damaligen Verhandlungen führten jedoch ins Leere, da das Übernahmegebot nicht passte. Nun war es erneut soweit und Caesars meldete ein zweites Mal sein Interesse an. Und in diesem Jahr scheint der Casino-Konzern Glück zu haben. Doch warum möchte Caesars unbedingt den Sportwettenriesen übernehmen? Angeblich lief das Geschäft von William Hill in letzter Zeit nicht mehr so gut.

Die Umsatzeinbußen sind zum großen Teil der britischen Regierung zuzuordnen. Zum ersten April 2019 gab es die Neuregelung, dass das maximale Limit bei Sportwetten reduziert wurde, und zwar von 100 Pfund pro Tag auf zwei Pfund Sterling. Diese Neuregelung scheint jedoch nicht der einzige Grund zu sein, weshalb die Umsätze einbrechen. Bereits im Jahr 2018 verbuchte das Unternehmen einen Verlust von über 800 Millionen Euro – vor Steuern.

Der Rückgang der Umsätze mag der Grund sein, weshalb William Hill mit dem Verkauf einverstanden ist. Für Caesars scheint dies ein Glücksgriff zu sein, nachdem der Sportwettenriese bereits in den USA vertreten ist. Jetzt muss Caesars das Geschäft mit den Sportwetten nur noch vorantreiben. Den britischen Teil möchte der Casino-Konzern aus verständlichen Gründen abgeben, da er in diesem Land nicht aktiv ist.

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Der Beitrag wurde am 12.10.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , veröffentlicht.
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