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Concord Card Casinos: Keine Schließung am 1. Januar

Die Diskussion um die Concord Card Casinos von Poker-König Peter Zanoni geht in die nächste Runde. Aufgrund einer Gesetzesänderung, schon aus dem Jahr 2013, sollten die Casinos eigentlich zum 1. Januar 2020 schließen. Dagegen wehrt sich der Chef allerdings mit aller Macht – und kann jetzt zumindest einen Teilerfolg verbuchen. Wirklich kleiner werden die Probleme für Zanoni dadurch aber nicht. In der österreichischen Heimat droht schon der nächste Eklat.

Roulettekugel in einem Roulettekessel.

Zumindest vorerst rollt in den Concord Card Casinos von Poker-König Peter Zanoni weiter der Betrieb. Fraglich ist allerdings wie lange noch. (©GregMontani/Pixabay)

Echtes Ass im Ärmel von Poker-König Zanoni?

Es scheint ganz so, als hätte Peter Zanoni wieder einmal ein echtes Ass im Ärmel. Bereits in den vergangenen Monaten machten die Behörden dem Poker-König eigentlich klar, dass seine Concord Card Casinos zum 1. Januar 2020 werden schließen müssen. Der Grund hierfür liegt in einer Gesetzesänderung im Jahre 2013. Damals wurde beschlossen, dass Poker nur noch in den staatlichen Spielbanken gespielt werden darf. Für Poker-König Zanoni ein enormer Rückschlag und wohl gleichbedeutend mit dem Aus. Gegen eben jene aber wehrt sich der Gründer der Concord Card Casinos heftig. Bereits im November teilte Zanoni auf einer Pressekonferenz mit, dass er nicht vorhabe, seine Läden zum 1. Januar 2020 schließen zu wollen. Und wie es scheint, muss er das auch nicht.

Tatsächlich befindet sich Verfahren rund um eine mögliche Schließung aktuell in einem Status, in welchem der Casino-Boss die Geschäfte ganz regulär weiterlaufen lassen darf. Zumindest ist es dem Staat Österreich derzeit nicht möglich, die Schließung zum 1. Januar tatsächlich zu verbieten. Ein Umstand, den Zanoni nun feierlich in einem Statement erklärt.

Aller Vorhersagen zum Trotz geht es weiter

In einem offiziellen Statement des Unternehmers, welches von den Concord Card Casinos veröffentlicht wurde, heißt es demnach:

“Liebe Gäste! Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Es it uns eine besondere Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung in den derzeit beim Verfassungsgerichtshof und den Europäischen Gerichten anhängigen Verfahren ein Zustand eingetreten ist, der den Fortbetrieb der Concord Card Casinos und der damit verbundenen Filialen über den Jahreswechsel hinaus sichert. Die Erfolgsgeschichte unter dem Motto „In den Concor Card Casinos gehen niemals die Lichter aus!“ wird fortgeschrieben.“

Da sich einige Gäste und auch Angestellte vermutlich trotzdem Sorgen machen dürften, da schließlich längst keine langfristige Sicherheit besteht, möchte Zanoni diesen offenbar die Angst nehmen. Im Statement heißt es weiter:

“Wir freuen uns, Sie als unsere geschätzten Gäste weiterhin in unseren Betriebsstätten zu empfangen und Sie mit unserem gewohnten Service betreuen zu dürfen. Wir können Ihnen versichern, dass hinsichtlich der Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern von der Geschäftsleitung verantwortungsbewusst Sorge getragen wird, so dass weder der Besuch unserer Filialen, noch die Tätigkeit im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses juristisch nachteilige Folgen nach sich ziehen können. Wir verbleiben für die unserem Haus entgegengebrachte Treue, das damit geschenkte Vertrauen und die zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung dankend Ihr Peter Zanoni und Team.“

Pokerspieler aus der ganzen Welt und insbesondere aus Österreich dürfen sich so erst einmal freuen, denn auch nach Silvester kann in den Concord Card Casinos weiter gespielt werden. Unklar ist allerdings, wie lange Zanoni diesen Status wird aufrecht erhalten können. Fakt ist: Der juristische Aufwand ist für den Unternehmer zwar aktuell erfolgreich, dafür aber schon seit Jahren mit enormen finanziellen Belastungen verbunden. Und eigentlich steht der Poker-König laut Behörden mit einem dreistelligen Millionenbetrag in der Kreide. Der Fortbestand des Geschäfts kann also erst einmal nur als Teilerfolg verbucht werden.

Zanoni offenbar in „Ibiza-Affäre“ verwickelt

An ganz anderer Stelle wird es für den Casino-König zudem ebenfalls eng. Bekanntermaßen ist man in Österreich noch immer mit der Aufarbeitung der sogenannten „Ibiza-Affäre“ beschäftigt, in welcher der ehemalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache mit einem umstrittenen Video publik geworden ist. Hier geht es unter anderem um Bestechungen, verbotene Parteispenden und Postenschachereien. Jetzt berichten die österreichischen Medien, dass auch der Name Peter Zanoni möglicherweise mit der Ibiza-Affäre in Verbindung zu bringen ist. So sollen sich Strache und Zanoni mehrmals getroffen haben, um dabei über die Auslegung des Glücksspielgesetzes zu beraten. Besonders brisant: Während seiner Zeit als Minister für Sport und Beamte sprach sich Strache mehrmals dafür aus, Poker als offizielle Sportart anzuerkennen. Das Gesetz aus 2013, demzufolge Poker nur in den offiziellen staatlichen Casinos erlaubt ist, wäre damit hinfällig gewesen. Strache selbst dürfte nur wenig Interesse an der Umsetzung gehabt haben. Deutlich interessanter wäre dieser Weg für Zanoni gewesen. Genau aus diesem Grund beschäftigen sich die Behörden jetzt offenbar noch einmal genauer mit den Gesprächen zwischen Strache und Zanoni.

Beide Parteien haben sich hierzu allerdings auch schon geäußert und gaben zu, dass es in der Vergangenheit zu Treffen gekommen ist. So erklärte Strache, dass Zanoni als Geschäftsmann das gute Recht habe, das Gesetz in seine Richtung hin anpassen zu wollen. Zanoni wiederum gab an, dass er sich mit seiner Bitte um Unterstützung rund um die Auslegung des Glücksspielgesetzes an alle Parteien gewandt habe. Bei der FPÖ habe man ihm dann Unterstützung zugesichert. Ob sich die Behörden mit diesen Antworten allein zufriedengeben werden, darf stark angezweifelt werden. Fest steht, dass hier sicherlich noch länger ermittelt wird und demnach in den kommenden Wochen noch weitere Dinge ans Tageslicht kommen dürfen. Heinz-Christian Strache allerdings scheint die ganze Affäre nachtäglich nicht weiter geschadet zu haben. Der FPÖ-Mann freut sich über eine durchaus breit aufgestellte politische Unterstützung und soll schon bald wieder in die Politik des Landes zurückkehren. Abzuwarten sein wird aber erst einmal, ob sich Strache möglicherweise persönlich noch juristisch wird stellen müssen. Anders gesagt: Das spektakuläre Jahr auf dem österreichischen Glücksspielmarkt scheint 2020 ebenfalls in eine neue Runde zu gehen.

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Der Beitrag wurde am 7.1.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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