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Corona-Ende zieht Ende der Kontrollen nach sich

Solange die Spielhallen und Casinos aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen hatten, wurden des Öfteren Kontrollen bezüglich des illegalen Glücksspiels durchführt. Aufgrund der verstärkten Anzahl der Kontrollen war die Polizei auch erfolgreich. Nun befürchtet die Gewerkschaft der Polizei, dass mit dem Ende der Lockdowns auch die Kontrollen vorbei sind und somit das illegale Glücksspiel weiter betrieben wird.

Vor einem ernst schauenden Mann fliegen mehrere Pokerkarten durch die Luft.

Die Gewerkschaft der Polizei befürchtet, dass das illegale Glücksspiel nach dem Ende des Lockdowns weiter anhält. (©ThomasWolter/Pixabay)

Während der Lockdowns gab es mehr Kontrollen

Der monatelange Lockdown führte nicht nur zur Schließung von Casinos und Spielhallen. Das illegale Glücksspiel stieg stark an, was daran lag, dass die Spieler nur noch zu Online Casinos greifen konnten. Nachdem aber auch diese in Deutschland nicht zu einhundert Prozent legal waren, nahmen viele Spieler an illegal betriebenen Spielen teil. Dies wurde zumindest von der Polizei wahrgenommen. Dass jedoch wesentlich mehr illegale Spiele ermittelt und ausgehoben wurden, könnte aber auch an der verstärkten Kontrolle durch die Polizei liegen.

Die Hamburger Polizei konnte viele Glücksspiele in Wohnungen ermitteln. Dort trafen sich mehrere Personen, um gemeinsam zu spielen. Damit verstießen die Betroffenen nicht nur gegen das Glücksspielgesetz, sondern zusätzlich gegen die geltenden Corona-Regeln. Eine Zusammenkunft mehrerer Personen aus verschiedenen Haushalten war generell nicht erlaubt. Auch die Polizei sieht den Grund der gehäuften illegalen Glücksspiele im Wegfall des legalen Glücksspiels. Eine weitere Befürchtung der GdP liegt darin, dass auch nach dem Wegfall des Lockdowns weiterhin zum illegalen Glücksspiel gegriffen wird. Die Spieler hätten sich schließlich daran gewöhnt.

Kontrollen werden wieder reduziert

Das Ende des Lockdowns führt dazu, dass die Kontrollen wieder verringert werden. Das wird von der Polizei keinesfalls als positiv angesehen. Aus diesem Grund rät die GdP dazu, die Kontrollen weiterhin laufen zu lassen oder zumindest die Gaststätten vermehrt zu kontrollieren. Die Hamburger Polizei fand in den letzten Monaten nicht nur in privaten Räumen ein illegal betriebenes Glücksspiel vor. Auch in den öffentlich nicht zugänglichen Gaststätten wurden Spielrunden abgehalten. Klar, dass auch hier ein zusätzlicher Verstoß gegen die Corona-Regeln vorlag.

Zwar sind jetzt aufgrund der sehr geringen Coronazahlen die Gaststätten wieder offen. Es dürfen trotzdem keine Glücksspiele abgehalten werden. Jeder Glücksspielanbieter benötigt eine Lizenz und professionell betriebene Spiele dürfen nicht angeboten werden, wenn diese nicht vorliegt. Auch dann nicht, wenn es sich immer nur um die gleichen Spieler handelt, die sich im Hinterzimmer eines Restaurants treffen.

Nachdem jedoch die illegalen Glücksspiele währen des Lockdowns definitiv zugenommen haben, befürchtet die Polizei, dass die Teilnehmer der Spieler bereits eine Spielsucht entwickelt haben könnten. Wäre dies tatsächlich der Fall, könnten diese weiterhin zum illegalen Glücksspiel greifen. Ob der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag dies verhindert, ist nicht sicher. Schließlich dürfen laut dem neuen Vertrag keine klassischen Casinospiele wie Roulette angeboten werden. Aus dieser Richtung betrachtet könnte es sein, dass weiterhin illegale Glücksspielrunden mit eben diesen beliebten Spielen angeboten werden.

Laut Polizei sind jüngere Personen betroffen

Im Rahmen der Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass in erster Linie jüngere Personen am Glücksspiel teilnahmen. Des Öfteren wurden sogar Minderjährige aufgegriffen, die an der Runde beteiligt waren. Allerdings scheint dies nicht nur ein Problem beim illegalen Glücksspiel zu sein. Generell stellt die Polizei fest, dass jüngere Männer gerne an Spielautomaten spielen, die zum Beispiel in einem Café oder einem anderen Lokal aufgestellt sind. In diesem Zusammenhang wurde ferner erkannt, dass viele der Spieler entweder ihrem Beruf nicht nachgehen oder den Unterricht in der Berufsschule verpassen.

All dies führt dazu, dass die Polizei den Jugendschutz stärker in den Mittelpunkt stellen möchte. Deshalb strebt die GdP eine Reform an, aufgrund derer eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Polizeidienststellen erfolgen soll. So soll es eine behördenübergreifende Koordinationsstelle für Verbundeinsätze geben. Darüber hinaus möchte die Polizei die Gewerbe- und Finanzkontrollen verstärken. Nur so sei es möglich, eine hochwertige Transparenz zu erzielen.

Ein weiterer Vorschlag der GdP liegt darin, im Bedarfsfall vorhandene Vermögenswerte schnell einzuziehen. Als Bedarfsfall werden höchstwahrscheinlich die illegalen Glücksspiele verstanden.

Glücksspielstaatsvertrag sieht keine Strafen vor

Deutschland hat wie Österreich das Problem, dass es keine Strafen bei illegalen Glücksspielen gibt. Auch im deutschen Glücksspielstaatsvertrag wurde nicht geregelt, wie bei Verstößen zu verfahren ist. Lediglich die Lizenzbedingungen werden hier erwähnt. Was jedoch passiert, wenn jemand ohne Lizenz ein Glücksspiel organisiert, wurde nicht festgelegt.

In der Realität läuft es meistens so ab, dass das Geld sichergestellt wird, das im Rahmen der Einsätze vorliegt. Ebenfalls werden die Spielautomaten eingezogen. Wie Österreich jedoch festgestellt hat, scheinen diese Maßnahmen nicht viel zu bewirken. Sobald eine illegale Spielhöhle ausgehoben wurde, tritt die nächste in Erscheinung. Um das zu verhindern, möchte Österreich ein neues Gesetz ins Leben rufen, dank dessen eine direkte Bestrafung der illegalen Glücksspiele möglich ist. Ob es in Deutschland auch mal so weit kommt, wurde noch nicht bekanntgegeben. Womöglich wird auch abgewartet, ob sich durch den Glücksspielstaatsvertrag die illegalen Glücksspiele reduzieren. Dann wäre der Auftrag der Kanalisierung des Glücksspiels definitiv erledigt.

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Der Beitrag wurde am 25.6.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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