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Coronakrise: Novomatic entlässt Mitarbeiter

Zuerst ging die Meldung durch die Presse, dass die Casinos Austria zahlreiche Mitarbeiter entlässt. Nun macht die Nachricht die Runde, dass auch Novomatic viele Mitarbeiter entlassen muss. Immerhin handelt es sich um 10 Prozent aller in Gumpoldskirchen angestellten Mitarbeiter.

Mehrere Spielautomaten stehen nebeneinander.

Novomatic muss aufgrund von Umsatzeinbußen mehrere Mitarbeiter entlassen. Hauptgrund für die Einbußen stellt die Corona-Pandemie dar. (©Bru-nO/Pixabay)

Umsatzeinbußen führen zu den Kündigungen

Besonders leicht fiel die Entscheidung nicht: Von allen am Standort Gumpoldskirchen angestellten Mitarbeiter sollen 120 entlassen werden. Dies stellt immerhin 10 Prozent aller dort beschäftigten Mitarbeiter dar. Insgesamt beschäftigt Novomatic in Österreich 3100 Mitarbeiter. Weshalb es nun nur Angestellte von Gumpoldskirchen trifft, wurde nicht bekannt gegeben. Stattdessen wurden nur die Gründe veröffentlicht.

So zählen vor allem die Umsatzeinbußen, die in den letzten Monaten aufgrund der Coronakrise hingenommen werden mussten. Teilweise wurden Einbußen von bis zu 80 Prozent erzielt. Nachdem der Konzern Novomatic auf der gesamten Welt tätig ist, kann nicht abgeschätzt werden, welches Land die meisten Ausfälle verursacht hat.

Fest steht jedoch, dass der größte Anteil der Umsatzeinbußen der Corona-Pandemie zuzuschreiben ist. So hat sich einerseits das Spielerverhalten verändert und andererseits erleiden die Casinos vor Ort ebenfalls Umsatzeinbußen. Beide Tatsachen führen dazu, dass Novomatic einen geringeren Umsatz einnimmt. In erster Linie konnte beobachtet werden, dass nicht nur weniger Besucher die Casinos und Spielstätten vor Ort besuchen. Auch die Einsätze haben sich verringert. Dieses könnte an der finanziellen Situation der Spieler liegen: Viele wurden in Kurzarbeit geschickt oder verloren ihren Job. Selbstverständlich wirken sich solche Situationen auf die Risikofreudigkeit der Spieler aus.

Spielautomaten-Verkauf ging zurück

Abgesehen vom veränderten Verhalten der Spieler ging der Umsatz im Bereich der Spielautomaten zurück. So ging die Nachfrage aus den USA nach neuen Spielautomaten fast auf Null zurück. Angesichts dessen, dass es sich bei Novomatic nicht nur um einen Spielehersteller, sondern auch um einen Produzenten von Spielautomaten handelt, ist solch eine Tatsache ein großes Problem. All dies führt dazu, dass Novomatic nun 120 Mitarbeiter entlassen muss.

Einige der Mitarbeiter mögen bereits damit gerechnet haben: In den letzten Monaten wurden viele Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Hiermit wurde versucht, möglichst lange die Kündigungen hinauszuzögern. Nun jedoch bleibt nichts anderes übrig und der AMS wurden die Kündigungen bereits mitgeteilt. Von der AMS werden die betroffenen Personen aufgefangen und möglichst schnell ein neues Angebot unterbreitet. Bis dahin ist Novomatic weiterhin für die ehemaligen Arbeitnehmer da: Das Unternehmen hat ein umfangreiches Sozialpaket angekündigt.

Novomatic konzentriert sich auf den Online Markt

Die jetzige Situation gibt nicht den Ausschlag, dass Novomatic verstärkt im Online Markt tätig sein möchte. Bereits vor langer Zeit hat der Sohn des Novomatic-Gründers angekündigt, das Augenmerk auf Online Casinos zu legen. Dies erscheint auch sinnvoll: In den letzten Monaten konnten die Online Glücksspielanbieter einen Anstieg der Umsätze verbuchen. Zum Teil liegt das an der Corona-Pandemie: Je öfter die Casinos und Spielstätten vor Ort wegen Lockdowns schließen müssen, umso öfter wandern die Spieler zu den Online Casinos ab. Diese müssen keineswegs während der Pandemie schließen und die meisten Online Glücksspielanbieter begeistern mit hohen Willkommensboni. Hinzu kommen viele Aktionen und ein Treueprogramm für Stammkunden. Die meisten Locations vor Ort können mit solchen Angeboten nicht aufwarten.

Bislang kam die Tatsache dazu, dass Online Casinos nicht nur die klassischen Spiele wie Roulette, Baccarat und Black-Jack anbieten durften. Es wurden auch die beliebtesten Slots präsentiert, die teilweise von Novomatic stammen. Book of Ra stellt das beste Beispiel für die besonders beliebten Slots dar. Wird all dies näher betrachtet, ist es wahrlich kein Wunder, wenn sich Novomatic auf den Online Markt konzentriert. Zu beachten wäre jedoch, dass zumindest in Deutschland ab dem nächsten Jahr keine Jackpots mehr angeboten werden dürfen. Das trifft spätestens dann zu, wenn der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft tritt.

Online Angebot erhöht den Umsatz

Ein weiterer Grund, weshalb Novomatic in den letzten Monaten Einbußen erlitt, liegt an diversen Einschränkungen. So wurden im Frühjahr dieses Jahres in den meisten Ländern alle Locations geschlossen. Sofern diese wieder öffnen durften, hielt das Vergnügen nicht lange an: Entweder wurden diese aufgrund neuer, hoher Infektionszahlen wieder geschlossen oder die Öffnungszeiten wurden gekürzt.

Besonders die letzte Situation führte zu den Umsatzeinbußen: Je früher Casinos vor Ort schließen, umso geringer fällt der Umsatz aus. Wie einige Studien und Untersuchungen ergaben, spielen die meisten Casinofans zu späteren Zeiten. Daraus resultiert, dass automatisch die Umsätze zurückgehen, wenn die Öffnungszeiten eingeschränkt werden. Hinzu kommen die Hygienemaßnahmen, die von einigen nicht akzeptiert werden. Kein Wunder, wenn viele Spieler vermehrt zu den Online Casinos greifen.

Allerdings hat Novomatic bereits vor Monaten erkannt, welchen Status die Online Glücksspiele einnehmen. Leider kann auch in der nächsten Zukunft nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Situation vor Ort entspannt. Das bedeutet für Novomatic, dass der Verkauf von physischen Spielautomaten weiter zurückgehen wird. Stattdessen wird sich die Nachfrage nach Online Slots erhöhen. Ein kleiner Trost für Novomatic mag in der neuen Lizenz für Sportwetten liegen, die erst vor ein paar Wochen für Deutschland vergeben wurde. Noch bleibt abzuwarten, welcher Umsatz in diesem Sektor generiert werden kann.

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Der Beitrag wurde am 16.11.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , , veröffentlicht.
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