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Crown darf neues Casino nicht eröffnen

Seit im Jahr 2019 das erste Mal der Vorwurf gegen den Casino Riesen Crown ausgesprochen wurde, musste dieser Konzern zahlreiche Ermittlungen über sich ergehen lassen. Nachdem das Unternehmen zuerst alle Vorwürfe von sich wies, gibt es nun gewisse Details zu. Das führt dazu, dass Crown eine Lizenz entzogen wird.

Beleuchtetes Opera House in Sydney.

Crown hat Geldwäsche zugegeben. Als Konsequenz wurde die Lizenz für das neue Casino in Barangaroo entzogen. (©pattyjansen/Pixabay)

Crown darf neues Casino in Barangaroo nicht eröffnen

Das neue Casino in Barangaroo steht unter einem schlechten Stern. Crown kündigte im Jahr 2012 die Eröffnung eines neuen Casinos in Barangaroo an. Die Eröffnung war eigentlich gar nicht erst für 2021 geplant, sondern für ein paar Jahre früher. Der Grund für die späte Eröffnung lag in einer Verzögerung während der Bauphase. Der Grund lag in einer Klage der gemeinnützigen Organisation Millers Point Fund. Nun scheint der Bau abgeschlossen zu sein und nun darf das Casino aus anderen Gründen nicht eröffnet werden.

Diesmal liegt der Grund in den Ermittlungen, mit denen sich Crown seit einigen Monaten auseinandersetzen muss. Die neuesten Erkenntnisse führten dazu, dass Crown die Lizenz für das neue Casino entzogen wurde. Zwar handelt es sich um einen vorläufigen Entzug der Lizenz. Angesichts der hohen Baukosten, die mehr als 2 Millionen Dollar betragen, ist es definitiv eine ärgerliche Angelegenheit.

Für Crown mag diese Entscheidung nicht unerwartet kommen. Die australische Glücksspielbehörde hat vor einem Jahr angekündigt, die für das neue Casino ausgestellte Lizenz zu überprüfen. Dass die Entscheidung jetzt getroffen wurde, ist keinesfalls Zufall.

Crown gibt Geldwäsche zu

Crown hat sich bisher so verhalten, wie sich jeder bei Anschuldigungen verhält: Abstreiten und Ausreden suchen. Aus diesem Grund hat Crown während der Untersuchungen zu Protokoll gegeben, dass es von kriminellen Aktivitäten keine Ahnung hätte. Interne Situationen hätten die aktuelle Geschäftsführung allerdings zweifeln lassen müssen.

So hatte der ehemalige CEO James Packer Geschäftsbeziehungen zur Familie Ho unterhalten. Solche Beziehungen wurden Crown laut Lizenzbedingungen jedoch ausdrücklich verboten. Der Grund: Stanley Ho soll nachgewiesenermaßen mit kriminellen Syndikaten in Kontakt stehen. Trotzdem hat Packer versucht, einen nicht unbeachtlichen Aktienanteil an Ho zu verkaufen. Hierzu hatte er vom aktuellen CEO Ken Barton bestimmte Unterlagen verlangt. Letzterer hatte sich diesbezüglich keine Gedanken gemacht.

Umso überraschender, dass plötzlich Crowns Anwalt zugibt, dass Geldwäsche betrieben wurde. Hierzu hat Crown zwei Geschäftskunden genutzt, auf die Geld eingezahlt wurde. Diese Aussage rief natürlich die ILGA auf den Plan, dessen Untersuchungsausschuss die betroffenen Konten näher unter die Lupe nehmen möchte. Woher der Sinneswandel Crowns kommt, wurde noch nicht verraten.

Es scheint lediglich festzustehen, dass das gewaschene Geld aus Drogengeschäften stammt. Leider liegt die Vermutung nahe, dass dem Geld weitere kriminelle Aktivitäten zugrunde liegen. Sollte das wirklich der Fall sein, könnte Crown mit weiteren Konsequenzen rechnen müssen.

Weitere Unternehmen sind am Skandal beteiligt

Natürlich stellten sich die Behörden die Frage, wie es überhaupt zur Geldwäsche kommen konnte. Ein Grund liegt in den sogenannten Junket Operator Partners. Diese Unternehmen werben reiche Kunden an, organisieren die Reise und bringen so die Spieler in die Casinos vor Ort.

Für Crown stellte bereits dies einen Verstoß gegen das Gesetz dar: In Australien dürfen keine Spieler angenommen werden, die aus einem Land stammen, in dem Glücksspiele verboten sind. Dies jedoch trifft auf Spieler aus China zu. Hinzu kommt, dass der Junket Operator Suncity kriminelle Personen in Crown Casinos brachte. Und so kam es dazu, dass kriminelles Geld auftauchte, das gewaschen werden sollte.

Damit die Spieler überhaupt nach Australien einreisen dürfen, benötigen sie ein Visum. Ob dieses überhaupt legal ausgestellt wurde, wird derzeit ebenfalls ermittelt. Somit steht auch das australische Konsulat unter dem Verdacht, sich an den kriminellen Tätigkeiten beteiligt zu haben.

Mögliche Folgen für Crown

Obwohl die akute Maßnahme bereits sehr drastisch ist, könnten Crown noch weitere Maßnahmen bevorstehen. Vor einigen Monaten hatte Crown dem Untersuchungsausschuss versprochen, uneingeschränkt zu kooperieren. Zudem wollte Crown den Aktienverkauf an Ho zurückziehen, falls diese Situation der Grund für einen möglichen Lizenzentzug sein könnte.

Wieso jetzt trotzdem die dritte Lizenz entzogen wurde, lässt nur vermuten, dass entweder der Aktienverkauf nicht zurückgezogen wurde. Alternativ hierzu könnten neue Erkenntnisse den Ausschlag gegeben haben. All dies sind jedoch nur Vermutungen.

Andererseits gibt die Aufsichtsbehörde zu, dass sie von Crowns Verhalten enttäuscht ist. Die Behörde hatte damit gerechnet, dass Crown angesichts der neuen Ermittlungserfolge das neue Casino von sich aus nicht eröffnet hätte. Schließlich passen Geldwäsche und High-Roller Spiele nicht zusammen.

Eine Hoffnung könnte Crown noch hegen: Die Untersuchungen erstrecken sich auch auf aktuelle und ehemalige Geschäftskunden. So wird auch untersucht, inwieweit der Glücksspielkonzern Melco zuverlässig ist. In erster Linie soll die finanzielle Situation des Unternehmens abgeklärt werden. Sollte sich herausstellen, dass das Unternehmen inzwischen eine weiße Weste besitzt, könnte es sich als Rettungsanker für Crown darstellen. Immerhin sollte der Aktienverkauf an den Sohn des ehemaligen CEO von Melco gehen. Verboten sind jedoch nur Geschäftsbeziehungen zu Stanley Ho.

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Der Beitrag wurde am 25.11.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , veröffentlicht.
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