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Crown könnte Geldwäsche unterstützt haben

Der in Australien ansässige Casinokonzern Crown befindet sich erneut in den Schlagzeilen. Es handelt sich nach wie vor um den Skandal, der seit einigen Jahren besteht: Hat Crown in seinen Casinos Geldwäsche unterstützt? In den aktuellen Ermittlungen hat Ken Barton erstmals zugegeben, dass im Konzern Sicherheitslücken vorhanden sind.

Stadtbild von Melbourne.

Crown-CEO Ken Barton gibt im Rahmen der Untersuchungen Sicherheitslücken zu. Es werden jedoch weiterhin Kontakte zu chinesischen Kriminellen abgestritten. (©doctor-a/Pixabay)

Sicherheitslücken könnten Geldwäsche Aktivitäten unterstützt haben

In dieser Woche stand unter anderem der Geschäftsführer des Konzerns Crown im Fokus. Im Rahmen dieser Befragungen hat Ken Barton zugegeben, dass in den Casinos zu wenig Kontrollen stattfanden. Weiterführende Aussagen über die fehlenden Kontrollen wurden nicht bekannt gegeben. Lediglich eines wurde vom Geschäftsführer Ken Barton angesprochen: Die Crown-Resorts arbeiten mit sogenannten Junket-Operators zusammen. Hierbei handelt es sich um Vermittler, die Casinospieler und die Casinos zusammenbringen.

Und genau hierbei könnten die Kontrollen zu schwach oder gar nicht stattgefunden haben. Der Junket-Operator Suncity hat wohl in der Vergangenheit des Öfteren reiche Personen aus China in die Crown-Casinos vermittelt. Bei diesen Personen handelte es sich nicht immer um seriöse Geschäftsmänner. Angeblich befanden sich unter ihnen auch bekannte Kriminelle. Sollte dem so sein, könnte dies weitreichende Folgen für den gesamten Crown-Konzern haben.

Ehemaliger Crown-Inhaber unterhält Kontakte zu Kriminellen

Der Crown-Konzern hat einen ehemaligen Inhaber: James Packer, der nach wie vor den größten Anteil an Crown-Aktien besitzt. Wie nun offiziell bekannt wurde, unterhält James Packer bereits seit Jahren Kontakt zu Kriminellen in China. Auch der oben erwähnte Junket-Operator hat Kontakte zu kriminellen Gruppierungen. Somit war es für die Ermittler nicht schwer, einen Zusammenhang herauszufinden. Suncity arbeitet zudem mit der illegalen chinesischen Vereinigung The Company zusammen. So war es möglich, diese Personengruppen legal in die Casinos von Crown einzuschleusen. Dort wurde dann auch die Geldwäsche betrieben. In den Crown-Casinos, beispielsweise Melbourn, wurde teilweise mit Millionen gespielt.

Wer ehrlich ist, muss auch zugeben, dass weitere staatliche Stellen schuld sein könnten: Chinesische Touristen hätten ohne Probleme eine Einreisegenehmigung erhalten und das australische Konsulat hätte zudem dafür gesorgt, dass bestimmte Kontrollen umgangen werden.

Hinzu kommen viele Meldungen der letzten Jahre, die weiteren Politikern die Schuld zuschieben. So könnte es auch sein, dass Spenden aus China unter wichtigen Personen verteilt wurden. Auch solch ein Vorgehen ist in Australien selbstverständlich verboten.

Der heutige Geschäftsführer hat in seiner Vernehmung behauptet, dass er von diesen Geschäften nichts gewusst hat. Er wurde auch nicht neugierig, als Packer in den letzten Monaten detaillierte Geschäftsinformationen verlangte. Auch wurden die weiteren Aktionäre über das Interesse von Packer nicht informiert. Auf Nachfragen während der Hauptversammlung hat wohl Barton auch nichts verraten. Ob er tatsächlich keine Ahnung hatte oder jetzt den Ahnungslosen spielt, wird nun ermittelt.

Crown-Konzern hält sich nicht an die Lizenzvorschriften

Sollten die Anschuldigungen stimmen, dass der Junket-Operator mit Kriminellen zusammenarbeitet, so steht die Lizenz des Crown-Konzerns auf dem Spiel. Laut Lizenzvorschriften darf in den australischen Casinos keinem Spieler Einlass gewährt werden, wenn dieser aus einem Land stammt, in dem Glücksspiele verboten sind. Auf China würde dies zutreffen, weshalb im Grunde genommen kein Tourist aus China die Crown Casinos betreten dürfte.

Allerdings liegt die Situation beim Crown-Konzern schlimmer. Es ist laut Lizenzvorschrift verboten, mit dem Ex-Melco-CEO in Kontakt zu treten. Diese Vorschrift wurde erneut von Packer untergraben: Er wollte einem gewissen Lawrence Ho einen Großteil seiner Aktien verkaufen. Das Problem besteht darin, dass es sich um den Sohn des ehemaligen Ex-Melco-CEO handelt. Somit wurden die Vorschriften eindeutig nicht eingehalten. Warum jedoch wurde diese Bedingung in die Lizenzvorschrift eingebunden? Die Antwort lautet: Ho hatte wohl mit Verbrechersyndikaten in China zu tun.

Sollte der aktuelle Geschäftsführer des Crown-Konzerns nicht eingebunden sein und eine weiße Weste besitzen, stehen trotzdem die Lizenzen auf dem Spiel. Die Lizenzbedingungen nicht einzuhalten, kann zum Entzug derer führen. Ob der Entzug tatsächlich im Raum steht, wird die nächste Woche zeigen. In dieser soll James Packer befragt werden.

Chef der Rechtsabteilung hatte ebenfalls keine Ahnung

Der Chef der Rechtsabteilung des Crown-Konzerns wurde ebenfalls bereits befragt. Auch dieser gab zu Protokoll, dass er von den Machenschaften zwischen Packer und den kriminellen Vereinigungen nicht gewusst hat. Er zeigte zwar eine Skepsis gegen die Junket-Operators, hat aber gegen diese nichts unternommen. Im Grunde genommen jedoch wäre es seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Lizenzvorschriften eingehalten werden. Zu diesen zählt auch, alle Partner zu überprüfen, um hier keinerlei Risiko einzugehen.

All dies scheint jedoch nicht geschehen zu sein. Während der Befragung konnte Preston nicht bestätigen, dass er die Junket-Operators überprüft hat. Darin könnte eine Verletzung seiner Aufgabe liegen, da bereits im Jahr 2014 bekannt wurde, dass viele Operators Kontakt zu Kriminellen unterhalten. Kein Wunder also, dass während der Befragung auch über den möglichen Lizenzentzug gesprochen wurde.

Der Konzern baut im Moment ein weiteres Casino, für das bereits eine Lizenz ausgestellt wurde. Die Gültigkeit der Lizenz wurde im Moment jedoch ausgesetzt und wird noch einmal überprüft.

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Der Beitrag wurde am 7.10.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , veröffentlicht.
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