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Crown-Mitarbeiter drohen mit Streik

Es scheint so, als würden die Crown Resorts in Australien erst einmal nicht zur Ruhe kommen. Erst vor wenigen Wochen wurden durch die Medien des Landes schwere Vorwürfe erhoben, welche den Konzern mit Geldwäsche und der Kooperation mit illegalen Anbietern aus Asien in Verbindung bringen. Jetzt ist der Ärger intern bei den Resorts zu finden. Bereits am Freitag wurde ein erster Warnstreik der Mitarbeiter für einen Zeitraum von zwei Stunden umgesetzt. Sollte der Konzern bei den Tarifverhandlungen keine Zugeständnisse machen, dürften weitere Streiks folgen. Und insbesondere der Zeitpunkt ist für die Crown Resorts enorm gefährlich.

Skyline der Stadt Melbourne bei Nacht.

Über der wunderschönen Skyline von Melbourne braut sich Ärger zusammen: Die Mitarbeiter der Crown Resorts rufen zum Streik auf. Und der könnte zu jenem Zeitpunkt verheerende Folgen für den Konzern haben. (©pixabay)

Keine Einigung nach zähen Verhandlungen

Die Crown Resorts in Melbourne sind derzeit auf mehreren „Baustellen“ gefordert. Nachdem der Konzern aufgrund von Vorwürfen der Medien erst vor wenigen Wochen in den Fokus von Ermittlungen geraten ist, gibt es nun interne Probleme, die für Schlagzeilen sorgen. Bereits vor mehr als sechs Monaten wurden Tarifverhandlungen zwischen den Beschäftigten und dem Unternehmen in die Wege geleitet. Erfolge konnten bis dato nicht erzielt werden. Im Gegenteil: Die Verhandlungen gelten als gescheitert, was die Mitarbeiter nun dazu veranlasst hat, in einen Streik zu treten.

Rund 1.00 Angestellte des Crown Resorts in Melbourne haben am Freitag erstmalig ihre Arbeit für einen Zeitraum von zwei Stunden niedergelegt. Offengehalten wurde zudem, auch in Zukunft weitere Streiks ins Leben zu rufen. Darüber hinaus teilten die Mitarbeiter mit, dass man am Wochenende für 24 Stunden keine alkoholischen Getränke ausschenken wolle. Dieser Schritt wiederum dürfte für empfindliche Umsatzeinbußen beim Arbeitgeber sorgen.

Victoria Derby Day soll eigentlich zum Festtag werden

Unterstützt werden die Angestellten des Casinos von der Gewerkschaft United Voice, welche sich den Zeitpunkt für den Streik offenbar ganz genau ausgesucht hat. Immerhin findet in diesen Tagen die sogenannte Melbourne Cup Woche statt, welche durch den Victoria Derby Day eingeläutet wird. In der Region ist die Veranstaltung ein Pferdesport-Ereignis der Superlative und lockt dementsprechend auch viele Menschen in das Casino in Melbourne. Eigentlich ist dies für das Unternehmen ein wahrer Festtag, an dem teilweise 300.000 Menschen im Casino zu finden sind. Benötigt wird demnach jede Kraft bei den Mitarbeitern – und genau hier möchten Gewerkschaft und Angestellten das Unternehmen wohl besonders treffen. Bereits im Vorfeld wurde das Casino von der Gewerkschaft drauf hingewiesen, dass sich der Streik maßgeblich auf den Umsatz an den Renntagen auswirken könne. Diesen Worten lässt man nun Taten folgen. Darüber hinaus teilte die Gewerkschaft öffentlich mit, dass Besucher am besten an keinen Veranstaltungen der Crown Resorts teilnehmen sollten, da es hier aufgrund des Personalmangels zu Verzögerungen oder anderen Problemen kommen könnten. „Der Geldbetrag, den Crown durch diesen Streik verlieren wird, übersteigt den Betrag, für den die Angestellten derzeitig verhandeln“, so die Gewerkschaft.

Angestellte fordern besseren Lohn und besser gesicherte Arbeitsplätze

Doch worum geht es in den Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen eigentlich genau? Natürlich ist ein Faktor die Bezahlung der Angestellten. Die Mitarbeiter wollen für ihre Leistungen besser bezahlt werden. Auch in Anbetracht dessen, dass die Zahlen des Casinos in den letzten Jahren stetig besser geworden sind. Zusätzlich dazu pochen die Angestellten aber auch auf sicherere Arbeitsverhältnisse. Wie es heißt, sollen rund 70 Prozent der Beschäftigten nur in Teilzeit- oder Gelegenheitsarbeitsverhältnissen stecken. Für Tim Kennedy, den Generalsekretär bei United Voice ist dies ein untragbarer Zustand und gleichzeitig ein Verstoß gegen das Gesetz. Immerhin hätte Crown aufgrund seiner Monopol-Lizenz in Victoria dafür zu sorgen, dass eine bestimmte Anzahl an festen Arbeitsplätzen vorhanden sei. An diese Abmachung würde man sich laut Gewerkschaft aber nicht halten. Kennedy erklärt, dass die Angestellten einen großen Anteil am Erfolg des Unternehmens hätten, davon aber nicht profitieren würden. Stattdessen würden viele von den Angestellten nur von Woche zu Woche leben und müssen teilweise sogar zusätzliche Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen.

Crown kontert Vorwürfe der Gewerkschaft

Geht es nach den Crown Casinos, entsprechen die Vorwürfe der Gewerkschaft allerdings nicht der Tatsache. Eine Sprecherin erklärte stattdessen, dass mehr als 80 Prozent der Angestellten in einem festen Arbeitsverhältnis beschäftigt seien. Darüber hinaus würde man flexible Arbeitszeitenmodelle für Mitarbeiter zur Verfügung stellen, die nur in Teilzeit arbeiten wollen würden. Sollte ein Mitarbeiter gerne mehr arbeiten wollen, würde man sich als Unternehmen darum bemühen, diesen Wunsch zu realisieren, so die Sprecherin weiter. Klingt nicht so, als würde das Unternehmen den eigenen Standpunkt noch einmal gründlich überdenken wollen. Für diesen Fall kündigte die Gewerkschaft bereits an, den Streik so lange weiterlaufen zu lassen, wie dies notwendig sei.

Gut möglich, dass sich der Casino-Riese allerdings schneller zum Einlenken entscheidet als aktuell noch vorstellbar. Der Grund hierfür sind die angesprochenen Baustellen, auf denen das Unternehmen zu tun hat. Jüngst sorgten die Resorts zum Beispiel für Schlagzeilen, nachdem ein NBA-Profi mit seinen Freunden Diskriminierungsvorwürfe gegen diese erhoben hat. In einer Gruppe von mehreren Personen sollen demnach nur die farbigen Personen kontrolliert worden sein. Deutlich schwerer allerdings wiegen die Vorwürfe verschiedener australischer Medien. Diese werfen den Crown Resorts die Zusammenarbeit mit illegalen asiatischen Junket Operators vor, welche vermögende Asiaten in das Casino gebracht haben sollen. In diesem Zusammenhang stehen zudem die Vorwürfe der Geldwäsche und der Bestechung von Teilen der Einwanderungsbehörde im Raum. Als wäre all das noch nicht genug, steht auch ein möglicher Verkauf von Crown-Aktien noch einmal auf dem Prüfstand. Übernehmen wollte diese eigentlich der Casino-Mogul Lawrence Ho aus Hong Kong. Die Behörden allerdings prüfen einen möglichen Deal noch einmal gründlich. Ho wird immer wieder vorgeworfen, mit der chinesischen Mafia zusammenzuarbeiten. Und die möchte die australische Glücksspielbehörde vom eigenen Markt natürlich fernhalten.

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nan
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Der Beitrag wurde am 6.11.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , veröffentlicht.
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