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Crown muss strenges Urteil hinnehmen

Viele Casinofans verfolgen seit Monaten die negativen Schlagzeilen und die Vorwürfe gegenüber dem Crown-Konzern, das mehrere Casinos in Australien betreibt. Letztes Jahr wurde vorsorglich die Lizenz für das neu erbaute Casino in Barangaroo entzogen. Die letzten Tage wurde endlich ein Urteil gefällt, das nicht zugunsten des Konzerns ausfiel.

Blick auf mehrere Tower in Barangaroo.

Die Ermittlungen gegen Crown sind abgeschlossen. Das Urteil fällt streng aus: Crown erhält keine Lizenz für das bereits erbaute Casino in Barangaroo. (©Hans/Pixabay)

Neue Lizenz nicht nur vorübergehend entzogen

Der Crown Konzern muss mit der härtesten Maßnahme zurechtkommen, die ein Casino erleben kann: Die Lizenz für das neu gebaute Casino in Barangaroo wurde komplett entzogen. Zumindest darf Crown in der nächsten Zeit dieses Casino nicht eröffnen. Der einzige Trost liegt darin, dass Crown die Möglichkeit hat, sich wieder zu rehabilitieren und früher oder später doch eine Lizenz für Barangaroo zu erhalten. Doch was muss das Unternehmen dafür tun?

Crown muss seinen Status als zuverlässiges Casino wiedererlangen. Hierzu darf das Casino keinen Kontakt mehr zu den Junket-Operators unterhalten, die reiche Personen aus China in die Crown Casinos begleitete. Dies geschah im Rahmen der sogenannten Glücksspielreisen. Crown hatte niemals die offizielle Genehmigung, diese Personen in ihre Casinos zu lassen. Laut Gesetz dürfen keine Personen aus dem Ausland in die Casinos kommen, in dessen Land das Glücksspiel verboten ist. In China ist das Glücksspiel – außer auf Macau – verboten. Aus diesem Grund hätten gar keine Chinesen die Casinos von Crown betreten dürfen.

Erschwerend kommt hinzu, dass es sich vorrangig um Mitglieder krimineller Vereinigungen handelt. Diese hätten erst recht nicht in den Casinos in Erscheinung treten dürfen. Erst durch diese Personengruppe war es möglich, dass über die Crown Casinos Geldwäsche betrieben wurde.

Kontakt zu Ho´s Familie war ein großes Problem

Ein weiteres Problem, weshalb Crown in die Kritik geriet, war der Kontakt zum Sohn von Stanley Ho. Stanley Ho gehört zweifelsohne kriminellen Vereinigungen an, weshalb laut Lizenzbedingungen Crown keinen Kontakt zu ihm unterhalten darf. Daran hielt sich jedoch der Inhaber James Packer nicht und versuchte sogar, ein Aktiengeschäft mit Ho´s Sohn abzuschließen. Diese Situation wurde dem Crown-Konzern unter anderem zum Verhängnis. Ob der aktuelle CEO dies hätte ahnen können, wurde nicht geklärt. Der amtierende CEO streitet zumindest ab, dass er hiervon etwas gewusst hat.

Im Zuge der Ermittlungen wurden auch die Geschäftskonten vom Crown-Konzern untersucht. Das Ergebnis war niederschmetternd: Der Vorwurf der Geldwäsche konnte bestätigt werden, weshalb Crown als unzuverlässig eingestuft wird. Aus diesem Grund wurde dem Konzern die Lizenz für Barangaroo entzogen. Wie lange es dauert, bis Crown als vertrauenswürdig eingestuft wird, wurde nicht verraten. Eines ist jedoch klar: Es wird mit Sicherheit relativ lange dauern, bis dieser Konzern wieder als sicher und vertrauenswürdig eingestuft wird. Erst dann wird die Lizenz für das neue Casino vergeben.

Mögliche Rettungsmaßnahmen für Crown

Der aktuelle CEO von Crown hat vor ein paar Wochen zugegeben, dass in diesem Konzern Sicherheitslücken bestehen. Dies wurde auch vom Untersuchungsausschuss bestätigt. So hieß es unter anderem in der Urteilsbegründung, dass eine schlechte Unternehmensführung, ein mangelhaftes Risikomanagement und eine schlechte Unternehmenskultur vorläge. Gegen diese Vorwürfe kann Crown jedoch einiges unternehmen:

  • Es dürfen keine Kontakte mehr zu Stanley Ho unterhalten werden
  • James Packer muss sich aus allen Geschäften heraushalten
  • Ein Compliance- und Finanz-Audit muss einführt werden

Sollte sich Crown an alle diese Vorschriften und Maßnahmen erfolgreich halten, stehen die Aussichten sehr gut, dass das bereits fertige Casino in Barangaroo eröffnet wird.

Crown hat bereits veröffentlicht, dass sie die Maßnahmen sofort umsetzen werden. So wurde bereits beschlossen, ein Compliance-Audit einzuführen. Zu diesen Maßnahmen zählt, dass einige Mitarbeiter geschult werden und hierüber mit einem Zertifikat ausgestattet werden. Dieses soll in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Eine weitere Maßnahme besteht darin, James Packer von allen Geschäften freizustellen. Er hatte sich zwar bereits 2016 aus den Geschäften zurückgezogen, aber scheinbar nur offiziell. Um hier kein Risiko einzugehen, werden sich auch personelle Änderungen im Vorstand ergeben. Werden diese Maßnahmen nicht umgesetzt, sieht es mit einer Lizenz für Barangaroo schlecht aus.

Womöglich neues Gesetz in Australien

Wer rechnet damit, dass ein einziges Casino der Grund sein könnte, dass sich das Gesetz für ein ganzes Land ändert? Im Falle Crown könnte das tatsächlich der Fall sein. Nach diesen Vorwürfen und Ermittlungen erwägt South Wales, die bestehenden Gesetze zu ändern. Mit solch einer Änderung soll verhindert werden, dass sich Crowns Geschichte wiederholt. So sollen einige Paragraphen geändert werden, die zu einer höheren Transparenz führen. Zugleich soll verboten werden, dass Australiens Casinos mit den Junket-Operators zusammenarbeiten. Zusätzlich sollen alle Casinos verpflichtet werden, einen Compliance-Auditor einzustellen.

All dies geschieht in der Hoffnung, dass kein Casino mehr Geldwäsche betreibt. Natürlich muss es eine entsprechende Behörde geben, die solche Vorschriften überwacht. Deshalb hat der Gesetzgeber die Idee, dass eine unabhängige Regulierungsbehörde erstellt wird. Diese soll den Namen Independent Casino Commission tragen. Ein Teil der entstehenden Kosten soll auf die vorhandenen Casinos übertragen werden.

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Der Beitrag wurde am 22.2.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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