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DAW: Online-Schulungsportal & Hygienekatalog

Nach und nach werden in den Bundesländern in Deutschland die Spielhallen wieder eröffnet. Da jeder Betreiber allerdings ein Hygienekonzept vorlegen muss, hat sich die Automaten-Wirtschaftsverbände Info GmbH (AWI) als Gesellschaft des Dachverbandes Deutsche Automatenwirtschaft e.V. dazu entschlossen, den Unternehmen unter die Arme zu greifen. Mit einem kostenlos verfügbaren Hygienekatalog. Dieser soll die Rückkehr zum Geschäftsbetrieb erleichtern und gleichzeitig dafür sorgen, dass Gäste und Mitarbeiter sicher die Spielhallen betreten können. Zusätzlich wird ein neues Online-Portal gelauncht, welches sich mit Präventionsschulungen beschäftigt.

Spielautomaten in einer leeren Spielhalle.

Die Spielhallen in Deutschland sollen möglichst zeitnah wieder geöffnet werden – und zwar flächendeckend. Zur Unterstützung der Betreiber stellen die Automatenverbände Hilfsmittel bereit. (©kaisender/Pixabay)

Betreiber bekommen Hilfe von der AWI

Die deutsche Glücksspielbranche sieht wieder ein Licht am Horizont. Nachdem die Industrie bei der ersten „Wiedereröffnungswelle“ noch förmlich übergangen wurde, öffnen zahlreiche Spielhallen in Deutschland wieder ihre Türen. Aber: Möglich ist das nur, wenn sich die Betreiber an die Hygienevorgaben halten. Keine leichte Aufgabe, schließlich muss sich jeder Betreiber mit den Vorgaben erst einmal genau beschäftigen. Um genau das zu erleichtern, hat die AWI als Servicegesellschaft des Industrieverbandes der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. einen Hygienekatalog veröffentlicht. Diesen können Betreiber von Spielhallen kostenlos herunterladen und als Orientierung nutzen. Insgesamt neun Punkte werden in dem Plan abgedeckt, der in fünf Sprachen und unterschiedlichen Formaten zur Verfügung steht.

Genutzt werden kann der Hygieneplan demnach auch als Aushang in der Spielhalle. Auf diesem Wege können die Unternehmen den Kunden signalisieren, dass die Richtlinien eingehalten werden und in ihrer Spielhalle sicher gespielt werden kann.

Schutz der Kunden genießt höchste Priorität

Behandelt wird in dem Hygienekatalog unter anderem der Sicherheitsabstand. Dieser muss in den Spielhallen ebenfalls bei 1,50 Metern liegen. Zudem sollen Besucher und Mitarbeiter regelmäßig ihre Hände desinfizieren und Atemschutzmasken beim Betreten der Spielhallen aufsetzen. Hingewiesen wird im Plan zudem, dass die Anzahl der Gäste in der Spielhalle reduziert werden muss. Weisen Besucher Krankheitssymptome auf, wird ihnen der Zutritt zur Spielhalle verwehrt. Darüber hinaus müssen die Spielautomaten regelmäßig desinfiziert werden, der Geldwechsel findet nur über Automaten statt. Die altbekannten Sichtschutzwände in den Spielhallen sollen zudem als Trennwände fungieren und einen zusätzlichen Schutz bieten.

In zahlreichen Bundesländern werden die Maßnahmen von den Betreibern bereits umgesetzt. Das führt dazu, dass Spieler in vielen Bundesländern bereits wieder an den Automaten spielen können. Im Saarland und in Niedersachsen können die Spieler schon seit dem 4. Mai wieder die Spielhallen aufsuchen, seit dem 11. Mai ist dies auch in Nordrhein-Westfalen möglich. Nur zwei Tage später wurden die Spielhallen in Thüringen geöffnet, wiederum zwei Tage später waren die Betriebe in Hessen dran. In Sachsen und Schleswig-Holstein sind die Spielhallen seit dem 18. Mai wieder geöffnet. Unklar sind die Entwicklungen wiederum noch in Berlin, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Hier könnte es möglicherweise noch bis Mitte Juni dauern, bis die Spielhallen wieder ihre Türen öffnen dürfen.

Unternehmer und Schulungsanbieter: Engere Zusammenarbeit

Neben dem Hygienekonzept für die Spielhallenbetreiber hat der Dachverband DAW noch eine weitere Neuheit verkündet. Es wurde ein neues Online-Portal für Präventionsschulungen ins Leben gerufen. Laut Medienberichten soll das Portal vor allem das Ziel verfolgen, die Automatenunternehmer und die akkreditierten Schulungsanbieter enger zusammenzuführen. Von Seiten der DAW heißt es zu dem Angebot:

“Dieses Schulungsportal ist daher Teil der Qualitätsinitiative der Deutschen Automatenwirtschaft. Mit ihr machen wir, der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V, uns stark für einen noch besseren Spieler- und Jugendschutz beim gewerblichen Automatenspiel.“

Mit Hilfe des Portals wolle man so die höchstmögliche Qualität für das Servicepersonal und die Unternehmen bereitstellen, so der Verband. Gleichzeitig wolle man mit dem Schulungsangebot der gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen.

Schulungen passend zu regionalen Glücksspielgesetzen

Noch immer ist es in Deutschland so, dass in den Bundesländern zum Teil ganz unterschiedliche Glücksspielgesetze beachtet werden müssen. Immer mit dabei ist aber die sogenannte Präventionsarbeit. Die Unternehmen sind dazu verpflichtet, ihr Personal über die Früherkennung des problematischen Spielverhaltens der Kunden aufzuklären und sie in dieser Hinsicht zu schulen. Dementsprechend freudig dürfte das Angebot von der Branche aufgenommen werden, wenn die Online-Schulungen denn eine wirkliche Verbesserung bzw. Erleichterung darstellen.

Wie genau die Inhalte der Schulungen gestaltet sind, ist zum Teil von Bundesland zu Bundesland deutlich verschieden. In Baden-Württemberg etwa muss alle drei Jahre eine 14-stündige Personalschulung durchgeführt werden. In Berlin ist diese Wiederauffrischung sogar alle zwei Jahre erforderlich, wobei die Schulungsdauer hier mit sechs Stunden kürzer ausfällt. Zu begründen sind die Unterschiede damit, dass das Gefährdungspotenzial des Glücksspielangebots in den einzelnen Bundesländern voneinander abweicht. Je höher das Potenzial, desto häufiger und umfangreicher sollten die Schulungen sein. Aber nicht nur die Häufigkeit und Intensität variieren. Auch die Inhalte der Schulungen richten sich nach den unterschiedlichen Glücksspielgesetzen in Deutschland. Besondere Schwerpunkte liegen demnach vor allem auf der Aufklärung zur Entstehung und dem Verlauf von Glücksspielsucht. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Schulung der Kommunikation. So soll es den Mitarbeitern erleichtert werden, potenziell gefährdete Spielgäste in den Spielhallen anzusprechen.

Glücksspielbranche bisher übergangen?

Dass sich die Branche aktuell so emsig engagiert, dürfte nicht unbedingt ein Zufall sein. Die Unternehmer haben sich in den letzten Wochen stark enttäuscht gezeigt, dass auf eine Wiedereröffnung der Spielbetriebe nun rund zwei Monate gewartet werden musste. Oder in einigen Bundesländern noch immer gewartet werden muss. Unverständlich war für viele Betreiber vor allem, warum die Spielhallen bei der ersten Eröffnungswelle nicht dabei waren, als Einzelhandelsunternehmen mit einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen durften. Vertreter der Branche erklärten damals, dass die Sicherheitsmaßnahmen in den Spielhallen problemlos umgesetzt werden könnten. Es sei daher nicht nachvollziehbar, warum die Betriebe noch keine Berücksichtigung gefunden hätten. Mittlerweile hat sich die Situation wieder deutlich entspannt. Zumindest in den meisten Bundesländern. Bis zu einer vollständigen Rückkehr zum Normalbetrieb werden aber vermutlich noch einige Wochen und Monate vergehen. Vorausgesetzt, die Corona-Pandemie greift nicht noch einmal stark um sich.

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Der Beitrag wurde am 25.5.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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