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Eldorado: Grünes Licht für Caesars-Fusion

Schon seit mehreren Monaten ist bekannt, dass die Eldorado Resorts ihren Mitstreiter Caesars Entertainment übernehmen wollen. Bereits vor einigen Wochen gab es für diesen Deal die Zustimmung der US-Bundeshandelskommission, nun haben sich die Unternehmen ein weiteres „Okay“ einholen können. Dieses kam vom Nevada Gaming Control Board, also der Glücksspielbehörde des Bundestaates Nevada. Jetzt muss der Deal lediglich noch kleine Hürden meistern, ehe er abgewickelt werden kann.

Das Caesars Palace in Las Vegas in der Nacht.

Das Caeasars Palace ist das bekannteste Resort der Caesars Entertainment Group am Strip in Las Vegas – und könnte schon bald in den Besitz der Eldorado Resorts übergehen. (©Mariamichelle/Pixabay)

Nevada Gaming Control Board stimmt Deal zu

Gute Nachrichten für die Eldorado Resorts und Caesars Entertainment. Bereits seit mehreren Monaten ist klar, dass beide Unternehmen künftig fusionieren wollen. Für diesen Schritt hatten sich beide Unternehmen bereits die Zustimmung der US-Bundeshandelskommission, der Federal Trade Commission eingeholt. Nun gab auch die Glücksspielbehörde Nevadas, das Nevada Gaming Control Board, ihre Zustimmung. Der Wert der Übernahme wird in diesem Zusammenhang auf rund 17,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sollten nun auch die weiteren Hürden genommen werden, dürfte nach dem Zusammenschluss der beiden Riesen das größte Glücksspielunternehmen der Vereinigten Staaten gebildet werden. Rund 60 Standorte wären dann auf der Landkarte der kombinierten Konzerns zu finden, verteilt auf 16 Bundestaaten.

Ein Name für den neuen Konzern wurde derweil ebenfalls schon gefunden. Unter dem Namen „Caesars Entertainment Inc.“ soll dieser an den Start gehen. Dieses wäre dann für eine ganze Reihe von prominenten Betrieben im Land zuständig. Allein am Strip in Las Vegas ist Caesars Entertainment mit gleich acht Immobilien vertreten. Darunter das weltbekannte Caesars Palace, aber auch den kaum weniger prominnten Flamingo Las Vegas, Planet Hollywood oder Harrahs Las Vegas.

Jährliche Kosteneinsparungen von 500 Millionen US-Dollar?

Ausstehend sind für die Bestätigung des Deals nun lediglich noch zwei Zustimmungen. Zum einen aus dem Bundestaat Indiana, zum anderen aus dem Bundestaat New Jersey. Diese Zustimmungen gelten allerdings als reine „Formsache“. Für Eldorado beginnt damit so langsam, aber sicher die heiße Phase des Deals. Beide Seiten hatten sich bereits im Juni letzten Jahres darauf geeinigt, dass Eldorado Caesars-Aktien im Wert von 12,75 US-Dollar pro Aktie erwerben könne. Im Anschluss daran solle der neue Konzern dann an der NASDAQ gehandelt werden.

Personell wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls wichtige Entscheidungen schon getroffen. CEO des neuen Unternehmens wird Tom Reeg werden, der bislang als CEO der Eldorado Resorts bekannt ist. Reeg erklärt, dass man mit der Fusion vor allem die Abläufe optimieren wolle. Es solle eine verantwortungsvolle Kapitalstruktur aufgebaut werden, um den Wert für alle Aktionäre zu steigern, so der kommende CEO. Hierfür werden allerdings zwangsläufig auch weniger Arbeitsplätze benötigt, wie meistens bei einer Fusion. Dass dies auch hier der Fall ist, darum machen die Unternehmen kein Geheimnis. Rund 1.000 Mitarbeiter werden wohl entlassen werden müssen.

Eldorado Resorts: Deal muss sich als gutes Geschäft erweisen

Dass sich die Pläne rund um die Übernahme durch die Corona-Krise nicht doch noch einmal verändert haben, ist durchaus ein wenig überraschend. Die Pandemie trifft die USA enorm hart und hat auch vor der Glücksspielbranche keinen Halt gemacht. Im Gegenteil. Durch die durch den Lockdown bedingten Schließungen haben die Glücksspielunternehmen in den letzten Monaten ein kräftiges Minus gefahren. Die Schulden, welche die Eldorado Resorts durch die Krise angehäuft haben, sollen sich laut US-Medien auf rund drei Milliarden US-Dollar belaufen. Hierzu kommt in naher Zukunft dann vermutlich der Übernahmepreis von etwas mehr als 17 Milliarden US-Dollar. Macht insgesamt eine Verschuldung von über 20 Milliarden US-Dollar. Mit anderen Worten: Der Deal muss sich für die Eldorado Resorts schon fast als gutes Geschäft erweisen. Andernfalls droht eine Pleite. Oder aber die eigene Übernahme durch einen Konkurrenten.

Neben den Kosten für diese Verschuldung kommen auf die Eldorado Resort im Rahmen der Übernahme weitere Kosten zu. Das Geschäft wird zunächst als Leasing-Geschäft betrieben. Das heißt für Eldorado, dass insgesamt rund zwölf Milliarden US-Dollar für die Leasingkosten anfallen werden. Diese horrenden Summen müssen also erst einmal erwirtschaftet werden. Und dafür gibt es auch nach überstandener Pandemie, und niemand weiß, wann das sein wird, keine Garantie. Um den Schuldenberg zumindest ein wenig verringern zu können, planen die Unternehmen daher den Ausverkauf dreier Resorts. Zwei Casinos in Indiana möchte man demnach veräußern, ebenso ein Resort am Strip in Las Vegas. Für den ganzen Schuldenberg wird dies nicht reichen, ein erster Schritt wäre aber getan.

US-Glücksspielbranche anfällig für Übernahmen?

Obwohl die Übernahme in diesem Fall bereits lange vor der Corona-Krise angekündigt wurde, könnte diese die Chancen auf Übernahmen in der Glücksspielbranche noch einmal deutlich erhöhen. Aber nicht nur hier, sondern auch in anderen US-Branchen. Unternehmen mit einer geringen Kapitalreserve haben derzeit mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Das kommt den Unternehmen zu Gute, die wirtschaftlich auf deutlich größere Reserven zurückgreifen können. Viele Experten schätzen aber auch, dass sich die Unternehmen zumindest in dieser Zeit mit ihren Übernahmen erst einmal zurückhalten werden. Immerhin ist noch nicht ganz klar, wie lange die Corona-Krise die USA noch im Griff haben wird. Die Vereinigten Staaten sind das weltweit am stärksten von dem Virus betroffene Land, noch vor dem Ausbruchsland China.

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Der Beitrag wurde am 20.7.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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