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Eldorado übernimmt Caesars Entertainment

Das Drama um den Glücksspielkonzern Caesars Entertainment hat ein Ende. Nachdem sich das „Stück“ über zahlreiche Akte zog, kann jetzt ein Ende vermeldet werden. Für eine Transaktionssumme von insgesamt rund 17 Milliarden US-Dollar soll Caesars Entertainment in die Hände von den Eldorado Resorts übergehen. Für den Käufer ein doppelt cleverer Schachzug: Man wird das größte Glücksspielunternehmen der USA, gleichzeitig kann man direkt auf dem Markt in Las Vegas durchstarten.

Caesars Palace Resort in Las Vegas.

Das weltberühmte Caesars Palace in Las Vegas wird ebenfalls den Besitzer wechseln und geht in die Hände der Eldorado Resorts über. (©Pixabay)

Über 17 Milliarden US-Dollar Kosten

Die US-amerikanische Glücksspielbranche ist um einen Mega-Deal reicher. Bereits in den letzten Monaten hatte sich angedeutet, dass man bei Caesars Entertainment offenbar interessiert an einem Verkauf sei. Schon vor einiger Zeit hatten sich die Eldorado Resort um das Unternehmen bemüht, sind damals mit ihrer Preisvorstellung (gut 20 Prozent unter Börsenwert) aber eiskalt abgeschmettert worden. Offenbar kein Wort für die Ewigkeit, denn jetzt kann rund um diesen Deal Vollzug vermeldet werden. Wie beide Seiten in dieser Woche offiziell mitteilten, werden die Eldorado Resorts ihren ehemaligen Konkurrenten übernehmen. Der Kaufpreis soll bei rund 8,6 Milliarden US-Dollar liegen, die sowohl Bar als auch in Form von Aktien überwiesen werden. Experten allerdings rechnet aus, dass Eldorado mitsamt der Schulden von Caesars wohl rund 17 Milliarden US-Dollar für die Übernahme wird zahlen müssen.

Schulden hat Caesars bereits seit einer ganzen Weile. Schon 2008 entschieden sich zwei große Investoren für ihren Ausstieg und hinterließen aus finanzieller Sicht eine klaffende Lücke. Diese war sogar so groß, dass eines der wichtigsten Tochterunternehmen geschlossen werden musste. Anschließend lief es wieder etwas gesünder für den Konzern, wirklich erholt hat man sich in den letzten elf Jahren von dieser Situation aber nicht. Immerhin: Der Name Caesars Entertainment soll offenbar erhalten bleiben. Beide Unternehmen werden demnach weiter unter ihren bisherigen Namen auftreten. Künftig werden die Eldorado Resorts 51 Prozent am Unternehmen halten, Caesars hält noch 49 Prozent.

Neues Aushängeschild auf dem US-amerikanischen Markt

Für die Eldorado Resorts kann die Übernahme trotz der horrenden finanziellen Aufwendungen durchaus als großer Coup bezeichnet werden. Zum einen übernimmt man das berühmte Caesars Palace und damit eines der Aushängeschilder von Las Vegas. Zuvor hingegen war der Konzern, der ursprünglich aus Reno in Nevada stammt, noch nicht in der „Stadt der Sünde“ aktiv. Darüber hinaus sind im Portfolio von Caesars aber noch weitere Casinos zu finden. Insgesamt betreibt der Konzern gut 50 Casinos in 13 US-Bundestaaten und fünf Ländern. Eldorado Resorts wird durch die Übernahme und seine eigenen 26 Casinos also mit mehr als 70 Casinos zum größten Glücksspielunternehmen der USA. Eine Entwicklung, die sich in den letzten Jahren durchaus angedeutet hat. In den 1970er Jahren sind die Eldorado Resorts entstanden. Damals handelte es sich allerdings nur um ein einziges Casino, welches in der Stadt Reno eröffnet wurde. Der Konzern wuchs und wuchs und konnte sich auch durch clevere Zukäufe in den letzten Jahren einen immer größeren Einfluss auf dem US-amerikanischen Glücksspielmarkt sichern. Noch immer ist das Unternehmen mehrheitlich im Besitz der Gründerfamilie Carano, wobei aber auch Geschäftsführer Tom Reeg maßgeblich am Erfolg des Unternehmens beteiligt ist. Der Wert der Eldorado Resorts wurde vor dem Deal auf rund vier Milliarden US-Dollar taxiert.

Wunsch von Milliardär Carl Icahn erfüllt

Für Freude sorgt die Übernahme des Konzerns aber nicht nur bei den Eldorado Resorts, sondern auch bei Milliardär Carl Icahn. Dieser hatte bereits vor geraumer Zeit damit begonnen, sich Unternehmensanteile an Caesars Entertainment zu sichern. Nach und nach baute Icahn seine Anteile aus, bis diese zuletzt bei mehr als 30 Prozent lagen. Gleichzeitig wurden gleich drei Sitze im Vorstand vom Milliardär eingenommen. Bereits seit Anfang an verfolgte Icahn das Ziel eines Verkaufs von Caesar Entertainment, was jetzt wieder einmal gelungen ist. Dementsprechend verwundert es nicht, dass sich der Milliardär nach dem Deal äußerst zufrieden gab:

“Es ist selten, dass man eine Fusion bewundern kann, bei der die Synergien so stark sind, dass eins und eins gleich fünf ergeben. Ich freue mich über den Erfolg unserer Investitionen. Während ich noch vor einigen Monaten eine wichtige Position einnahm und den Caesars-Vorstand kritisierte, möchte ich jetzt etwas tun, was ich selten tue. Nämlich den Vorstand dafür zu loben, dass er verantwortungsbewusst und entschlossen bei der Verhandlung und Genehmigung dieser Transformation gehandelt hat.“

Die Anleger an der Börse sehen das offenbar ähnlich. Die Aktien von Caesars Entertainment legten unmittelbar nach Bekanntwerden der Einigung um satte 15 Prozent zu. Deutlich schwerer taten sich die Eldorado-Papiere, die im Zuge des Deals um mehr als sieben Prozent abbauten. Kurios: Die Wynn Resorts, zumindest nicht aktiv beteiligt, konnten als Konkurrent der Eldorado Resorts einen Zuwachs von 0,7 Prozent vermelden. Insbesondere dieser Konkurrenzkampf dürfte in den kommenden Monaten und Jahren zudem richtig interessant werden. Immerhin sind die Eldorado Resorts jetzt ein neuer, richtig großer „Big Player“, der sich auch in Las Vegas gegen Konkurrenten wie die Wynn Resorts, MGM oder Las Vegas Sands durchsetzen möchte. Mit der neuen „Feuerkraft“ ist dies aber scheinbar so vorstellbar wie noch nie zuvor.

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Der Beitrag wurde am 2.7.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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