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England: iGaming-Rendite steigt weiter an

Mit der britischen Glücksspielkommission kann das Vereinigte Königreich eine der professionellsten und strengsten Glücksspielbehörden der Welt sein Eigen nennen. Die Behörde sorgt dafür, dass das Glücksspiel in Großbritannien immer fair abläuft und sich alle Anbieter an gewisse gesetzliche Rahmenbedingungen halten. Das ist auch notwendig, denn auch in den letzten drei Jahren hat die iGaming-Branche „auf der Insel“ noch einmal richtig kräftig zugelegt und hat ein Wachstum von über vier Prozent bei der Rendite einfahren können.

Gambling Commission Webseite.

Die Gambling Commission hat die letztjährigen Entwicklungen im Glücksspiel untersucht.

Über 4 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vor-Zeitraum

Die britische Glücksspielbehörde Gambling Commission hat vor kurzer Zeit einen Bericht veröffentlicht, der die Entwicklungen in der Glücksspielbranche in den letzten drei Jahren aufzeigt. Gewertet wird hier der Zeitraum von 2015 bis 2018, verglichen werden die Werte zudem mit den Zahlen des Zeitraums von 2012 bis 2015. Wie zu erwarten war, kann die iGaming-Branche insgesamt ein sattes Plus vorweisen. Rund 4,2 Prozent Zuwachs zeigt die Gesamtrendite auf, wenn dieser Zeitraum mit dem gleichen Zeitraum von 2012 bis 2015 verglichen wird. In nüchternen Zahlen bedeutet das, dass die iGaming-Branche nun insgesamt über 16 Milliarden Euro einnehmen konnte – beeindruckend. Besonders interessant ist dabei zudem, dass der Glücksspielmarkt in Großbritannien mittlerweile schon zu 37 Prozent aus den Online-Anbietern besteht – und speziell diese Anbieter konnten in den letzten drei Jahren um fast 13 Prozent im Vergleich zu den vorherigen drei Jahren zulegen.

Online haben die Kunden in den letzten Jahren vor allem bei den Glücksspielanbietern für Sportwetten und Online Casinos richtig zugelangt. Beide Bereiche zusammen konnten ihre Rendite auf rund sechs Milliarden Euro steigern. Herausragend sind die Online Casinos, die für rund 3,2 Milliarden Euro Gewinn verantwortlich sind. Das wiederum bedeutet ein Wachstum von fast 55 Prozent. Die Sportwetten stehen mit rund 2,4 Milliarden Euro etwas dahinter, auch hier wurde aber ein Zuwachs von 38,7 Prozent im Vergleich zum Vor-Zeitraum nachgewiesen. Deutlich zurückhaltender ging es wiederum beim Online-Bingo zu. Auch hier gab es eine Steigerung, allerdings fiel diese mit nur 6,6 Prozent vergleichsweise gering aus. Dennoch kann sich auch dieser Branchenzweig über Einnahmen von rund 165 Millionen Euro freuen. Poolwetten und die sogenannten Tauschwetten legten um 0,5 Prozent bzw. drei Prozent zu und fuhren damit 160,1 Millionen bzw. 32 Millionen Euro Gewinn ein.

Fußball und Slots sind auf der Insel die Doppelspitze

Ebenfalls untersucht hat die Gambling Commission in ihrem Bericht, in welchen Bereichen online in der Sportwetten- und Glücksspielbranche am meisten zugelegt wurde. Bei den Casinos sind das die Slots, die den Unternehmen Einnahmen von mehr als 2,2 Milliarden Euro in die Tasche spülten. Der Zuwachs liegt hier bei beachtlichen 69,1 Prozent. Dicht gefolgt werden die Spielautomaten und Slots von den klassischen Tischspielen wie Roulette oder Black Jack. Hier fiel das Wachstum deutlich geringer aus, auch dieser Bereich konnte jedoch unterm Strich Gewinne von rund 345 Millionen Euro freuen. Bei den Sportwetten sind die Fußballwetten die klare Nummer Eins, was sich mit einem Ertrag von rund 1,1 Milliarden Euro belegen lässt. Hinsichtlich des Wachstums müssen zudem die Pferdewetten in Großbritannien erwähnt werden, die mit rund 677 Millionen Euro auf der Zwei hinter dem Fußball zu finden sind.

Enorm interessant ist abgesehen von den Zuwächsen im Online-Bereich, dass auch die landbasierten Betriebe gute und steigende Zahlen vorweisen können. Generell nahmen die landbasierten Anbieter rund 3,6 Milliarden Euro ein, was einem Anstieg von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vor-Zeitraum entspricht.  Speziell die sogenannten Fixed Odds Betting Terminals, an denen Spieler im ganzen Land spielen können, sind enorm gefragt. Hier wurden 3,4 Milliarden Euro eingenommen, wodurch Poolwetten und sogar klassische landbasierte Spielautomaten in den Schatten gestellt werden können. Die Fixed Odds Betting Terminals sind der Politik allerdings ein großer Dorn im Auge. Spieler können hier zum einen Wetten auf sportliche Veranstaltungen platzieren, gleichzeitig aber auch kleinere Spiele wie Roulette oder ähnliches spielen. Das Problem: Bis zu 100 Pfund pro Runde können die Spieler im schlechtesten Fall verlieren – und das ist der Politik deutlich zu viel. Diese hat daher lange gefordert, die Einsätze pro Runde auf maximal zwei Pfund zu begrenzen. Ab April 2019 soll diese Änderung nun umgesetzt werden.

FOBTs dürften in Zukunft zurückgehen

Experten vermuten, dass die Zahlen für diesen Bereich in den kommenden Jahren daher zurückgehen dürften. Schon allein deshalb, weil hier in der Zukunft deutlich geringere Umsätze geleistet werden. Insgesamt mehr als 8.000 dieser Shops mit derartigen Betting Terminals gibt es im ganzen Land, die Zahl ist in den letzten Monaten aber bereits deutlich gesunken. Ebenfalls verantwortlich machen die Experten hierfür die Online-Konkurrenz, die immer mehr und größere Anteile des Marktes für sich gewinnen kann.

Geht es wiederum um die restlichen landbasierten Anteile, so zeigt der Bericht der Gambling Commission beim American Roulette einen Zuwachs von mehr als 34 Prozent, beim Punto Banco wurden fast 25 Prozent mehr Ertrag eingefahren. Nervös wird die landbasierte Branche aber trotzdem auf Grund einer anderen Zahl: Online werden nämlich auch immer mehr Anmeldungen vermeldet. So konnten alle Glücksspielanbieter zusammen auf rund 33,6 Millionen aktive Spielerkonten verweisen und damit einen Zuwachs von 12,9 Prozent an den Tag legen. Rund 35,4 Millionen Spieler haben sich dabei in den letzten drei Jahren ganz neu bei einem Anbieter im Internet angemeldet. Auch das entspricht einer Zunahme von 14,4 Prozent im Vergleich zum Zeitraum von 2012 bis 2015. Angesichts dieser Entwicklungen fällt es nicht schwer zu sagen, dass die landbasierten Betriebe in den kommenden Jahren noch einmal deutlich größere Schwierigkeiten dabei bekommen konnten, ihre Marktposition zu halten – auch wenn bislang noch alles äußerst stabil erscheint.

Herausforderungen für die Glücksspielbranche enorm

Abgesehen vom Kampf um die Gunst der Spieler treibt die Glücksspielanbieter in den kommenden Monaten noch die eine oder andere weitere Herausforderung an. Die Unternehmen müssen sich gerade in England dagegen wehren, dass deutlich zu viel geworben wurde. In diesem Zusammenhang hat die Branche bereits zur Selbstregulierung aufgerufen. Bleibt diese aus, dürfte sich die Politik in diesem Fall wohl einmischen. Darüber hinaus müssen sich die Unternehmen auch 2019 auf weitere Anforderungen im Bereich des Spielerschutzes, des Jugendschutzes und der Datensicherheit einstellen.

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Der Beitrag wurde am 11.1.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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