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Ermittlungen in der Ibizia Affäre gehen weiter

Kaum ist das neue Jahr ein paar Wochen alt, schon gehen die Ermittlungen in der Ibiza Affäre weiter. Diesmal wird die Managerin von Novomatic als Zeugin verhört und das Thema Sponsoring steht im Fokus. Wir verraten, ob es bereits Ergebnisse der Ermittlungen gibt und wie es weitergehen könnte.

Ein gezeichneter Gerichtssaal mit Richter, Staatsanwalt und Ausschuss.

Die Ermittlungen bezüglich der Ibiza-Affäre gehen weiter. Aktuell wurden und werden die Manager von Novomatic befragt. (©ArtsyBeeKids/Pixabay)

Novomatics Managerin Eva Glawischnig wird verhört

Vor ein paar Tagen wurde die Nachricht veröffentlicht, dass nun Novomatics Managerin Eva Glawischnig verhört werden soll. Dies ist auch kein Wunder, nachdem der Satz „Novomatic zahlt alle“ bereits vor ein paar Jahren durch die Presse ging. Dieser Satz tauchte vom ehemaligen Vize-Kanzler Heinz Christian Strache im berühmten Video auf, das den Stein der Ibiza Affäre ins Rollen brachte.

Diese Nachricht wurde nicht von allen positiv aufgenommen. Bisher wurde versucht zu verhindern, dass die ehemalige Chefin der grünen Partei vorgeladen wird. Bereits im Dezember haben die Parteien SPÖ, die Grünen, FPÖ und Neos verhindert, dass Eva Glawischnig verhört wird. Nun wird die Vorladung als Niederlage für die rot-pinke U-Ausschuss-Koalition bezeichnet. Somit ist lediglich die Partei ÖVP gegenüber dem neuen Verfahren positiv eingestellt. Die Begründung lautet, dass Frau Glawischnig als damalige Position zahlreiche Kontakte zu politisch wichtigen Personen hatte und zugleich bei Novomatic beschäftigt war. Der Ausgang der Befragung wird somit spannend erwartet.

Ehemaliger Manager von Novomatic bereits befragt

Eva Glawischnig ist erst seit 2018 bei Novomatic als Managerin tätig. Um einen Einblick in die Zeit zuvor zu erhalten, wurde bereits der ehemalige Manager Martin Schwarzbartl befragt. Dies geschah ebenfalls in diesem Jahr. Hauptthema war das Sponsoring von Novomatic. Schwarzbartl stritt ab, dass an der Aussage Straches auch nur ein Fünkchen Wahrheit wäre. Zudem wäre zu dem damaligen Zeitpunkt intern überprüft worden, ob an der Aussage etwas dran sein könnte.

Das Ergebnis der internen Überprüfung: Es ließen sich zwar einige Spenden und Sponsorings finden, die jedoch nicht an politische Vereine oder gar Parteien gingen. Lediglich die Bereiche Sport, Kunst und Kultur sollen gefördert worden sein. Auch die Überprüfung bezüglich des Alois-Mock-Instituts hätte keine illegalen Zahlungen ergeben. Dies hätte kritisch sein können, nachdem der Ausschussvorsitzende Wolfgang Sobotka Präsident des Instituts ist. Aber auch hier haben die Überprüfungen nichts ergeben.

Im weiteren Verlauf der Befragung kam das Sommerfest der ÖVP Niederösterreichs zur Sprache. Dieses Fest wurde von Novomatic gesponsert. Aber hierin wurde kein allzu großes Problem gesehen, da hier keine Bundespolitiker beteiligt sind. In diesem Zusammenhang fiel der Begriff Parteinähe. Spezielle Emails für diesen Fall seien Schwarzbartl jedoch nicht bekannt. Somit kann er auch hier nicht bestätigen, dass Novomatic alle zahlt.

Vereinsförderung sei keine Förderung von Politikern

Zwar gab Schwarzbartl zu, dass bestimmte Sportvereine gefördert worden sind. Darin sei aber keine Förderung oder gar Bestechung der Politik zu sehen. Schließlich sei es normal, dass sich die Politiker auch in ihrer Freizeit anderweitig beschäftigen oder ihrerseits die Sportvereine sponsern . Nur weil ein Politiker zufällig in dem Sportverein tätig ist, den auch Novomatic sponsore, kann keine Bezahlung der Politik gesehen werden. Deshalb konnte auch im Fall Kammerorchester Waidhofen/Ybbs nichts in Erfahrung gebracht werden.

Auch die erneute Befragung von Christian Illedits – Ex-Landesrat des Burgenlandes – brachte keine neuen Erkenntnisse. Illedits wurde über die Spenden an den Fußballverein ASV Draßburg befragt, bei dem er Präsident ist. Eine Förderung oder gar Bestechung seines politischen Vereins sieht Illedits jedoch nicht, wenn der Fußballverein von Novomatic eine Förderung erhält. Die Frage, ob er Geld von Novomatic erhielt, um bestimmte Gesetze zu formen, vereinte er. Bezüglich des bekannten Videos gab er keine Auskunft.

Bisher gab es 26 Ausschusssitzungen, die allesamt keine bedeutenden Informationen hervorbrachten. Deshalb wird weiterhin mit Spannung verfolgt, ob weitere Zeugen aufgerufen werden und wann die Untersuchungen beendet sind.

So geht es für Novomatic weiter

In den nächsten Wochen möchte sich der Ibiza-Ausschuss verstärkt mit dem Video beschäftigen. Hierfür wird ein spezieller Sicherungsraum konzipiert. Bis dahin muss Novomatic mit den Auswirkungen der Verhandlungen zurechtkommen. Die regelmäßigen negativen Nachrichten und die Verhandlungen haben bereits den Ruf von Novomatic geschädigt. Es ist zum Teil so, dass sich Novomatic bereits aus Österreich zurückzog. Zusätzlich hat CEO Harald Neumann bereits das Haus verlassen.

Allerdings kann derzeit schwer abgeschätzt werden, ob Novomatic unter einem Umsatzrückgang leidet, weil die Corona-Pandemie noch nicht beendet ist oder ob dies bereits eine Auswirkung der Verhandlungen ist. Neuesten Meldungen zufolge steht das landbasierte Geschäft still und der Konzern hat 80 Prozent Rückgang zu verzeichnen. Innerhalb der rückläufigen Zahlen befindet sich auch das ausländische Geschäft. Wie sich die neusten Umsatzzahlen zusammensetzen, wurde noch nicht veröffentlicht. Bislang sind nur die Zahlen aus 2019 bekannt. Damals konnte Novomatic noch einen Umsatz 2,6 Milliarden Euro generieren.

Novomatic versucht seit längerer Zeit, den Online Markt zu verstärken. Hiermit sollen die Verluste ausgeglichen werden, die mit den Geschäftszweigen vor Ort getätigt werden. Diese Idee entstand nicht aufgrund der Corona-Pandemie. Bereits vorher hatte Novomatic bekannt gegeben, dass der Fokus verlegt werden soll.

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Der Beitrag wurde am 1.2.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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