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Erneutes Comeback? Atlantic City hofft auf Gewinne

Wer Spieler nach den beliebtesten Reisezielen in den USA befragt, wird hier vor allem zwei Antworten bekommen: Las Vegas und Atlantic City. Tatsächlich dominieren „Sin City“ und „AC“ ganz klar die Glücksspielbranche in den USA, wobei sich hier in den letzten Jahren jedoch ein klares Ungleichgewicht entwickelt hat. Während nämlich in Las Vegas nach wie vor Besucher in strömen in die Stadt kommen, hat sich dies in Atlantic City geändert. Allerdings nicht zum ersten Mal und so glaubt das ehemalige Spielerparadies auch jetzt wieder daran, dass ein Umschwung gelingen kann. Investoren gibt es auch bereits, Gewinne können allerdings noch nicht vermeldet werden.

Skyline von Atlantic City

Atlantic City geht es (wieder einmal) nicht gut, die Stadt glaubt aber trotzdem an den Aufschwung.

Krise? In Atlantic City längst nichts Neues!

Wer sich mit der Historie von Atlantic City beschäftigt, der wird recht schnell feststellen können, dass das Wort Krise hier keinesfalls ein neuer Begriff ist. Immer wieder musste die Stadt durch enorm harte Zeiten, bisher hat sie sich aber tatsächlich immer mehr oder weniger behaupten können. Bereits 2006 kam es im Zuge der Finanzkrise auch in Atlantic City zu horrenden Missständen. Zahlreiche Grundstücke und Immobilien verloren an Wert, die Besucher blieben aus und viele Casinos mussten ihre Türen schließen. 2014 gab es den letzten großen Einbruch, der sich über zwei Jahre hinweg bis ins Jahr 2016 zog. Insgesamt fünf Casinos machten in den zwei Jahren die Türen dicht, die Arbeitslosenzahlen gingen dementsprechend rapide in die Höhe. Das Problem damals lag in der Legalisierung des Glücksspiels in den Nachbarstaaten von New Jersey, so dass die „Zocker“ aus Maryland, New York oder Pennsylvania plötzlich keinen Grund mehr hatten, die Reise nach „AC“ auf sich zu nehmen.

2016 lag die Arbeitslosenquote schließlich bei mehr als 20 Prozent, gleichzeitig fiel der Umsatz im Vergleich zu 2006 um ganze 50 Prozent. Statt 5,2 Milliarden wurden plötzlich nur noch 2,7 Milliarden Euro umgesetzt, gleichzeitig fielen 38.000 Bewohner von Atlantic City unter die Armutsgrenze. Kurioserweise ist auch heute wieder eine gewisse Ähnlichkeit zu 2016 erkennbar, denn erst vor wenigen Monaten hob der oberste Gerichtshof in den USA das Verbot für Sportwetten auf Bundeseben auf. Heißt: Fortan können alle Bundesstaaten selbst entscheiden, ob die Sportwetten bei ihnen legal sind. Das dürfte die Situation also auch für Atlantic City nicht einfacher machen. Allerdings: Im Vergleich zu 2016 fliehen und schließen die Casinos nicht. Stattdessen wurden gerade erst neue Investoren gefunden, die nun wieder für volle Straßen und vor allem volle Kassen sorgen sollen.

Wer sichert sich die neuen Kunden?

Im Detail wurden die Investoren für das Ocean Resort Casino und das Hard Rock Casino gefunden, die beide vor kurzer Zeit wieder eröffnet wurden. Das ist insgesamt natürlich eine enorm gute Nachricht, dürfte allein aber nicht den erforderlichen Aufschwung nach Atlantic City bringen. Stattdessen ist es aktuell auch so, dass sich die Stadt zwar über gute Umsätze freuen kann, die Gewinne allerdings im Vergleich zum dritten Quartal aus dem Vorjahr um ganze 15 Prozent zurückgegangen sind. Wie kann das sein? Begründet wird dies in einem Bericht der New Jersey Division of Gaming Enforcement unter anderem damit, dass neue Konkurrenz in die Stadt gekommen ist und die Unternehmen mehr Geld für Werbung ausgegeben müssen. Logischerweise wirkt sich das negativ auf die Gewinne auf. Gleichzeitig bedeutet diese Erkenntnis aber natürlich auch, dass nach diesen Investitionen dementsprechend Zuwächse verzeichnet werden sollten.

Um die ganze Sache zu beschleunigen, haben die verschiedenen Glücksspielunternehmen den neu entflammten Konkurrenzkampf in der Stadt schon lange wieder aufgenommen. Es wurden horrende Summen in die Werbung investiert, gleichzeitig wurde fachkräftige Unterstützung in Form von Marketingexperten eingeflogen. Profitieren können von diesem angepeilten Aufschwung aber nicht nur die neuen „Ansiedler“, sondern auch diejenigen, die schon etwas länger in der Stadt aktiv sind. Positiv fällt hier zum Beispiel das Golden Nugget Casino auf, welches im Vergleich zum Vorjahr zu diesem Zeitpunkt ein Plus von 6,6 Prozent beim Gewinn vorweisen kann.

Glücksspielkommission will Mut machen

Grundsätzlich hat der Bericht der zuständigen Glücksspielkommission allerdings offenbart, dass die neuen Casinos dank der frischen Investitionen ein bisschen besser aufgestellt sind. Dennoch wird die Kommission aber nicht müde zu betonen, wie wichtig die Investitionen für alle Beteiligten in Atlantic City seien. „Die Rückgänge gehen auf die erschwerten Wettbewerbsbedingungen in Atlantic City zurück. Auf der positiven Seite stehen jedoch über 6.300 Jobs und darunter knapp 5.400 Stellen in Vollbeschäftigung, welche von der Casino-Branche innerhalb eines Jahres ins Leben gerufen wurden“, so James Plousis, der Vorsitzende der Glücksspielkommission. Gleichzeitig erklärte er, dass zudem ein Umsatzanstieg von ganzen 17 Prozent im Vergleich zu 2017 zu verzeichnen sei.

Nicht unter den Tisch reden kann Plousis allerdings, dass es bei der Neu-Ausrichtung der Stadt Gewinner und Verlierer gibt. Definitiv einer der Verlierer ist zum Beispiel das Casino Bogota, welches im Vergleich zu 2017 ein Minus von mehr als 22 Prozent hinnehmen musste. Ganze 30 Millionen US-Dollar weniger verdient hat das Tropicana Casino, so dass auch hier nicht wirklich von einem erfolgreichen Jahr 2018 gesprochen werden kann.

Auch wenn es weh tut: Das Vorbild ist das Las Vegas

Anpacken möchte die Stadt das Problem allerdings nicht nur an den Spielbetrieben, sondern auch am Rahmenprogramm. Das bedeutet im Detail, dass auch hier künftig auf mehr gesetzt werden soll, als nur den Spaß an den Spieltischen. Ganz genau dieses Modell lebt aktuell die Stadt Las Vegas vor, die schon seit Jahren gegen sämtliche Krisen und Einbrüche erhaben zu sein scheint. Tatsächlich geht es Vegas sogar so gut, dass derzeit über den Bau eines weiteren Flughafens diskutiert wird, um die riesigen Massen an Touristen abfertigen zu können. Wähnte sich „AC“ vor einigen Jahren noch auch auf einer Stufe mit „Sin City“, muss mittlerweile ein klarer Rückstand in Kauf genommen werden. Auch wenn es für Atlantic City also weh tut, zu sagen: Las Vegas ist aktuell das große Vorbild.

Möglicherweise allerdings kann sich Atlantic City am guten Beispiel aus Las Vegas auch erfolgreich orientieren, wenn ähnlich große Shows und ähnlich viel Unterhaltung geboten werden. Bislang allerdings dürfte es auch schwer sein, Künstler für einen Auftritt in Atlantic City zu begeistern. Mit den Millionen-Gagen, die Lady Gaga und Co. auf dem Strip kassieren kann „AC“ nämlich noch lange nicht wieder mithalten.

Online Casinos erhöhen den Druck

Sicher nicht einfacher wird die Situation für die Stadt dadurch, dass sich auch in den USA mittlerweile ein breiter Markt für die Online Casinos und Online Buchmacher gefunden hat. Die Spieler profitieren hier von einer gewissen Bequemlichkeit und können ihren Nervenkitzel direkt am heimischen Computer erleben. Somit wird eine Reise nach Atlantic City überflüssig, zumal die Online-Anbieter auch in den Vereinigten Staaten mit einer größeren Auswahl und verschiedenen Bonusaktionen überzeugen können. Allerdings: Gespielt werden kann online noch lange nicht in allen Bundestaaten – ein kleiner Hoffnungsschimmer ist für „AC“ also auch hier zu entdecken.

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Der Beitrag wurde am 28.12.2018 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , veröffentlicht.
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