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Europäische Wettbüros kämpfen mit scharfen Maßnahmen

Leider hat uns die Corona-Pandemie nach wie vor fest im Griff. Dies bekommen nun auch Wettbüros in Schottland zu spüren. Für diese Wettbüros wurden weiterhin Maßnahmen festgesetzt, die eigentlich gelockert werden sollten. Ein weiteres Land in Europa muss ebenfalls mit scharfen Maßnahmen zurechtkommen: Spanien erlässt Werbeeinschränkungen.

Beliebte Spielautomaten stehen in Casinos und Wettbüros.

Spielautomaten dürfen laut britischem Glücksspielverband Betting and Gaming Council in Wettbüros nicht betrieben werden. (©Bru-nO/Pixabay)

Schottlands Wettbüros sollen Corona-Ausbreitung verhindern

In Schottland dürfen Wettbüros nach wie vor keine Spielautomaten anbieten. Experten zufolge könnte die Nutzung dieser die Verbreitung des Coronavirus vorantreiben anstatt zu stoppen. Viele hegen die Angst, dass Infizierte Personen das Virus auf die Automaten übertragen. Spielt ein paar Minuten später ein weiterer Spieler, so könnte sich dieser infizieren. Zudem tragen die Spielautomaten dazu bei, dass sich die Spieler wesentlich länger in dem Wettbüro aufhalten. Auch diese Tatsache könnte das Virus verbreiten. Eigentlich hätte das Verbot, Spielautomaten im Wettbüro zu betreiben, wieder aufgehoben werden sollen. Das Verbot wurde jedoch nicht aufgehoben, sondern weiter verlängert. So lautet eine Nachricht des britischen Glücksspielverbands Betting and Gaming Council.

Leider gehen die Vorschriften wesentlich weiter: Nicht nur Spielautomaten werden verboten. Generell dürfen Wettbüros keine Stühle aufstellen. Auch damit soll verhindert werden, dass sich einzelne Personen zu lange in diesen Räumen aufhalten. Diese Vorschriften und Verbote stellen für die Branche ein mittleres Drama dar: Bereits der allgemeine Lockdown führte bei dieser Branche zu Verlusten. Diese Verluste hätten eventuell jetzt ausgeglichen werden können, wenn vermehrt Spiele an Spielautomaten getätigt werden. Immerhin locken die Jackpots viele Spieler an. Wer diesen unbedingt erhalten möchte, tätigt des Öfteren hohe Einsätze. Diese Einsätze würden zum Teil als Einnahmen dem Wettbüro zugute kommen.

Warum werden keine Hygienemaßnahmen ergriffen?

Fraglich ist, warum Spielautomaten verboten werden, aber keine entsprechenden Hygienemaßnahmen ins Leben gerufen werden. Solche Maßnahmen könnten verhindern, dass sich Spieler zu nahe kommen und so das Virus verbreiten. Zudem könnte man Desinfektionsmittel bereitstellen, mit denen die Geräte gereinigt werden könnten. Oder Spieler müssen generell einen Atemschutz tragen und ausreichend Abstand zu anderen Spielern halten. Andere Länder haben solche Maßnahmen bisher erfolgreich umgesetzt. Ein komplettes Verbot von Spielautomaten treibt die Inhaber der Wettbüros in weitere Verluste. Hinzu kommt, dass die Meldung relativ kurzfristig veröffentlicht wurde. Eigentlich sollte zum 22.7.2020 alles wieder normal laufen. Hierfür hatten sicherlich alle Betreiber der Wettbüros alles vorbereitet – nur um jetzt alles wieder rückgängig zu machen.

Allerdings verbirgt sich in der Verlängerung der Verbote ein weiteres Problem: Eventuell müssen Arbeitnehmer entlassen werden. Einerseits, weil weiterhin Verluste eingefahren werden und andererseits weil diese Arbeitnehmer keine Arbeit mehr zu verrichten haben. Diese Tatsache erscheint umso ärgerlicher, wenn man sich klarmacht: Die Glücksspielbranche wurde in den Rettungsschirm nicht aufgenommen und musste den Lockdown allein verkraften. Diese Situation barg bereits das Risiko in sich, dass einige Casinos und Wettbüros schließen müssen.

Werbeverbot in Spanien führt zu Verlusten

Spanien kämpft zwar nicht mit Maßnahmen, die vom Coronavirus verursacht wurden. Dieses Land kämpft mit einen Werbeverbot, das im Oktober 2020 in Kraft tritt. Ursprünglich war geplant, dass nur Casinos keine oder nur eine gezielte Werbung betreiben dürfen. Der Hintergrund lag natürlich im Spielerschutz: Werben viele Casinos um Kunden, so könnten unseriöse Boni ausgezahlt werden. Zudem gelangen viele Personen erst durch die Werbung zur Idee, am Glücksspiel teilzunehmen. Aus dieser Perspektive betrachtet scheint ein Werbeverbot absolut sinnvoll.

Nun soll jedoch das Werbeverbot auch für Wettbüros greifen. Dies wurde vom Verbraucherschutzminister Alberto Garzón verkündet. Der Grund soll exakt der gleiche sein: Spieler sollen davor geschützt werden, mit dem Setzen von Wetten zu beginnen. Angeblich versucht insbesondere die ärmere Bevölkerungsschicht, mit Glücksspielen ein Einkommen zu erzielen. Mit dem Werbeverbot sollen diese Personen besonders stark geschützt werden.

Allerdings liegt in Spanien ein weiteres Problem vor: Jugendliche gehen gerne in Wettbüros oder in Spielhallen, und zwar nicht immer nur, um zu spielen. Angeblich werden dort Getränke günstiger angeboten, weshalb sich die Jugendlichen bewusst in diesen Lokalen treffen. Ist dies der Fall, so ist der Griff zum Spielautomaten nicht mehr weit. Ebenfalls stellt es ein Problem dar, dass die Jugendlichen beim Zutritt in Casinos oder Wettbüros nicht kontrolliert werden. Würde auch hier eine Einlasskontrolle vorgenommen werden – wie dies auch Online Casinos durchführen – so müsste es kein Werbeverbot geben.

Selbstredend führt auch diese Maßnahme auf Dauer betrachtet zu erheblichen Einbußen bei Casinos und Wettbüros. Die Werbung könnte gezielt genutzt werden, um Willkommensboni oder andere Promotions anzubieten. Diese werden immer positiv gewertet und führen dazu, dass sich die Einsätze erhöhen. Natürlich nutzen vermehrt Online Casinos diese Chancen – aber auch vor Ort ansässige Casinos und Wettbüros setzen Werbung sinnvoll ein, um neue Kunden zu akquirieren. Und genau diese Situation wird nun verhindert.

Letztendlich bleibt es immer eine Abwägung, ob es sinnvoller ist, die Spieler zu schützen oder einen finanziellen Verlust der Lokale zu verhindern. Im Grunde genommen ist beides wertvoll, weshalb sich immer ein Mittelweg lohnt. Diese Mittelwege scheinen derzeit nicht willkommen zu sein. So werden es höchstwahrscheinlich die betroffenen Inhaber der Glücksspielbranche sehen.

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Der Beitrag wurde am 10.8.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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