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Flutter & Stars Group fusionieren

Die Glücksspielbranche ist um eine Sensation reicher. Erst vor wenigen Tagen gaben die Unternehmen Flutter Entertainment und The Star Group bekannt, dass man künftig gemeinsame Wege beschreiten möchte. Flutter wird in diesem Zusammenhang die Stars Group aus Kanada übernehmen und legt für den Deal rund 12,3 Milliarden Euro auf den Tisch. Das lohnt sich, denn Flutter Entertainment darf sich künftig als größten Glücksspielanbieter im World Wide Web bezeichnen.

Blick auf Las Vegas am Tag.

Durch die Fusion von Flutter Entertainment und The Stars Group entsteht ein neuer Gigant: Der größte Online-Glücksspielanbieter der Welt. (©pixabay)

Reihenweise Marken werden zusammengelegt

Eine neue Sensation ist perfekt. Der irische Glücksspielkonzern Flutter Entertainment übernimmt den kanadischen Anbieter von The Stars Group. Das teilten beide Unternehmen jüngst in einem Statement mit. Für die Glücksspielbranche ist diese Zusammenkunft ein enormes Zeichen, denn auf diese Art und Weise entsteht ein echter neuer Big Player. Beide Unternehmen zusammen erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 Einnahmen von rund 4,3 Milliarden Euro. Durch die Zusammenkunft entsteht nun also der größte Online-Glücksspielanbieter der Welt. Und: Sollten diese Zahlen weiterhin beibehalten werden können, könnte man sich gleich auch als den umsatzstärksten Vertreter der Online-Branche bezeichnen.

So oder so haben beide Unternehmen offenbar schon ganz konkrete Pläne, wie die mittel- bis langfristige Zukunft gestaltet werden soll. Geplant ist so zum Beispiel, dass die bekannten Marken von PokerStars und Paddy Power künftig gemeinsam verwaltet werden. Zuständig soll hierfür dann erst einmal das neue Unternehmen „The Combined Group“ sein, welches sich aus der Fusion ergeben wird. Abgesehen davon sind weitere Zusammenlegungen geplant. Darunter die Marken Betfair, FanDuel oder Sportsbet.com von Flutter und Oddschecker, Full Tilt Poker, Sky Betting und BetStars von der Star Group.

Hochkarätiges Team soll Erfolg garantieren

Damit der neue Glücksspiel-Dampfer nicht ziellos über den Markt irrt, haben beide Unternehmen für die Leitung der Combined Group ein hochkarätiges Spitzenteam zur Verfügung gestellt. COO der Combined Group wird Rafi Ashkenazi werden, der bisher als CEO der Star Group tätig war. Ashkenazi erklärte in einem Statement, dass er sich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen freue. Im Detail heißt es:

“Diese spannende Kombination ermöglicht es uns, unsere bestehende Strategie zu optimieren und zu beschleunigen. In den letzten haben wir TSG von einem Anbieter mit Poker als einzigem Produkt zu einem vielfältigen globalen Marktführer mit diversen Produktangeboten für Poker, Gaming und Sportwetten entwickelt.“

So soll es jetzt offenbar auch weitergehen. Geplant ist, dass unter den neuen Dachmarken weiterhin vielseitige Produktangebote zur Verfügung gestellt werden. Darunter natürlich weiterhin Casinospiele, Sportwetten und Poker. Zusätzlich dazu aber auch Fantasy Sports oder sogenannte Free-to-Play-Games. Ashkenazi ergänzt in seinem Statement:

“Die Kooperation mit Flutter wird die Stärken unseres Unternehmens weiter ausbauen und uns eine starke Position für die Zukunft in dieser sich schnell entwickelnden Branche sichern. Ich bin sehr erfreut, dem Verwaltungsrat der kombinierten Gruppe beizutreten und als deren COO zu fungieren.“

Abgesehen von Ashkenazi wird auf der Führungsebene der Combined Group auch Dave Gadhia eingesetzt, der als stellvertretender Vorsitzender fungieren soll. Gadhia war bis dato Vorstand bei der Stars Group. Flutter wiederum stellt den neuen CEO Peter Jackson, der genau diese Position auch bereits bei den Iren besetzt hat. Ebenso wird Flutter den Vorsitzenden der neuen Combined Group stellen, Gary McGann.

Aktionäre nehmen Mitteilung positiv auf

Nicht ganz unwichtig bei einer Fusion dieser Größe sind die Reaktionen auf dem Aktienmarkt. Flutter wird im Detail 54,64 Prozent des neuen Unternehmens übernehmen, die Aktionäre können ihre Stars-Group-Aktien deshalb jetzt in Flutter-Papiere umwandeln. Ein Schritt, den ersten Erwartungen nach viele Aktionäre gehen dürften. Immerhin waren die ersten Reaktionen auf die Übereinkunft beider Unternehmen enorm positiv. Beide Aktienkurse konnten an der Börse nach der Veröffentlichung ein leichtes Plus hinlegen. Auch deshalb, weil die Unternehmen eine „erhebliche Wertschöpfung“ für die Aktionäre in Aussicht stellten. Demnach könnten die Anleger mit zusätzlichen 157 Millionen Euro pro Jahr rechnen. Darüber hinaus erhofft man sich deutlich geringere Finanzierungskosten durch den neuen Pool an Geldern und einen starken Anstieg auf den internationalen Märkten.

Genau da liegt laut der Veröffentlichung der Combined Group auch der Fokus für das eigene Geschäft in der nahen Zukunft. Ausbauen möchte man das eigene System so, dass weltweit mehr als vier Millionen Spiele auf über 100 Märkten bedient werden soll. Wie der Glücksspielkonzern mitteilte, gehe es dabei vor allem um die Geschäfte in Deutschland, Spanien oder Italien. Innerhalb der USA soll das Geschäft aber ebenfalls angekurbelt werden. Die mediale Reichweite soll deutlich erhöht werden. Hierzu wurde bereits vor einiger Zeit eine Zusammenarbeit mit dem US-Sender Fox Sports ins Leben gerufen, welche vor allem die Fantasy-Sports in den USA vorantreiben soll. Fox selber ist mit fast fünf Prozent ein Anteilseigner der Stars Group. Erst im letzten Jahr kam dieser Deal zustande, den sich die Fox Group rund 236 Millionen US-Dollar hat kosten lassen.

Bis zum Startschuss wird es noch dauern

Auch wenn die Planungen rund um die Aktivitäten des neuen Glücksspielkonzerns schon weit vorangeschritten scheinen, wird bis zum Startschuss noch eine ganze Menge Zeit vergehen. Eher als „Formsache“ kann die Zustimmung der Aktionäre bezeichnet werden, auch wenn diese vor dem Deal erst noch offiziell eingeholt werden muss. Ebenso muss die Fusion von den Handelsplätzen in Großbritannien und Irland akzeptiert werden. Weitere Hürden auf dem Weg zum Geschäftsstart stellen die Lizenzen und Bewilligungen der Glücksspielbehörden aus den USA, Irland, Großbritannien, Kanada und Australien dar. Erst wenn diese Hürden allesamt genommen werden konnten, kann der neue Glücksspielriese auch wirklich an den Start gehen. Wie die Combined Group selbst mittelte, sollen die Hürden spätestens im zweiten Quartal 2020 aber allesamt übersprungen worden sein. Ab jenem Zeitpunkt könnten die Geschäfte dann auch ganz offiziell rollen. Für alle Spieler wird es dann erst einmal spannend zu sehen sein, welche Veränderungen die Fusion in den Portfolios der Marken hervorbringt.

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Der Beitrag wurde am 8.10.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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