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Gambling Commission: Strafen gegen Casinos

In Großbritannien ist eine enorm große Anzahl von Glücksspielunternehmen aktiv. Wie in zahlreichen anderen Ländern auch, haben diese in den vergangenen Jahren neben dem stationären Betrieb vor allem das Online-Geschäft für sich entdeckt. Genau so ist es auch in Großbritannien, weshalb mit der britischen Gambling Commission eine wichtige und aktive Behörde eingesetzt wurde. Diese ist zuständig für die Überwachung der Glücksspielbranche und schreckt bei der Durchsetzung der eigenen Regeln auch nicht vor empfindlichen Strafen zurück. Bereits 2018 wurden mehrere Millionen Pfund in Form von Strafgeldern kassiert, aktuell bittet die Gambling Commission wieder mehrere Online-Anbieter zur Kasse. Geforderte Summe jetzt: Rund 4,5 Millionen Pfund.

Außenfassade eines Gebäudes.

Die britische Gambling Commission bittet wieder einmal zur Kasse. In diesem Fall müssen die Online Casinos rund 4,5 Millionen Pfund Strafe zahlen. Pixabay)

Gambling Commission mit wichtigem Auftrag

Eines lässt sich sicher sagen: Ohne die Arbeit der Die britischen Gambling Commission könnte die Glücksspielbranche in Großbritannien in ihrer heutigen Form nicht existieren. Die Behörde übernimmt hier alle wichtigen regulatorischen Aufgaben und ist zum Beispiel für die Vergabe der begehrten Lizenzen in Großbritannien zuständig. Hierfür wird jedes Bewerberunternehmen intensiv unter die Lupe genommen und zum Beispiel geprüft, wie weit dies in finanzieller Hinsicht seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Darüber hinaus ist die Gambling Commission aber auch für den laufenden Glücksspielbetrieb auf dem Markt zuständig. Das bedeutet, dass die Einhaltung sämtlicher Glücksspielgesetze beachtet wird und die Unternehmen im Falle eines Verstoßes empfindliche Strafen befürchten müssen. Und genau das war in der Vergangenheit bereits mehrfach der Fall – und ist auch aktuell wieder Thema.

Bereits vor mehreren Monaten hat die Gambling Commission umfangreiche Untersuchungen in der Glücksspielbranche eingeleitet, die immer mehr Erfolge für die Behörde ans Tageslicht bringen. Mehr als 120 Casinos und Glücksspielunternehmen wurden überprüft, bei mindestens vier Anbietern konnte gewisse Verstöße gegen die Geldwäsche- und Spielerschutzrichtlinien festgestellt werden. Das ist keinesfalls eine Seltenheit, denn aufgrund der enorm strengen Vorgaben der Behörden verstoßen immer wieder Konzerne gegen diese Richtlinien. So musste ein Glücksspielkonzern im Herbst 2017 ebenfalls wegen fehlender Verbraucherschutzmaßnahmen eine Strafe von rund 7,8 Millionen Pfund bezahlen. Ganz so hoch sind die Summen im aktuellen Fall nicht, dennoch sind die Vorwürfe kritisch zu betrachten.

Spieler und Gelder offenbar nicht ausreichend geprüft

Konkret geht es im aktuellen Fall sogar gleich um vier Casinos, die mit Strafzahlungen belegt werden. Einige Anbieter haben gegen mehrere Richtlinien der Gambling Commission verstoßen, als Hauptvorwurf müssen sich die Unternehmen aber vor allem einen Bruch der Anti-Geldwäsche-Richtlinien vorwerfen lassen. Eines der Unternehmen, welches über einen Kundenkreis von mehr als fünf Millionen Kunden in Großbritannien verfügt, soll beispielsweise die sogenannte Risikoanalyse nicht gründlich genug durchgeführt haben. Hier geht es unter anderem darum, Auffälligkeiten im Verhalten eines Spielers ausfindig zu machen, gleichzeitig bewertet eine derartige Gefahrenanalyse auch technische Neuerungen des Anbieters oder die Abwicklung der Ein- und Auszahlungen. Derartige Probleme scheinen offenbar bei mehreren Anbietern entdeckt worden zu sein. Von Seiten der Gambling Commission hieß es jedenfalls, dass in den Unternehmen zwar entsprechende Personen für die Überprüfung der Anti-Geldwäsche-Richtlinien geben würde, diese für ihren Aufgabenbereich jedoch nicht entsprechend geschult sein würden.

Im Rahmen der Ankündigung einer Strafzahlung für die verschiedenen Unternehmen erklärte der Direktor der Behörde, Richard Watson, dass man auch künftig weiterhin einen Blick auf die Standards der Glücksspielbranche werfen wolle und gleichzeitig die Anforderungen an sich selbst erhöhen werde. Watson erklärte, dass man hart daran gearbeitet habe, die Standards der Online-Industrie so anzuheben, dass ein kriminalitätsfreies Glücksspiel ermöglicht wird. Zudem sagte der Direktor:

“Unsere Arbeit hört hier nicht auf. Als Regulator werden wir weiterhin neue Standards einführen und ihre Einhaltung gewährleisten, um die Spieler zu schützen. Wir erwarten von den Betreibern, dass sie ihre Kunden kennen und ihnen die richtigen Fragen stellen, um Geldwäschegesetze einzuhalten und ihren sozialen Verpflichtungen nachzukommen.“

Zahlungen reihen sich nahtlos ein

Die geforderten Summen der vier Unternehmen reihen sich nahtlos in eine Liste von Strafzahlungen ein, die allein in den letzten Monaten für einige Einnahmen auf Seiten der Gambling Commission gesorgt haben. So wurden zum Beispiel im November 2018 drei Konzern zu einer Geldstrafe von 14 Millionen Pfund verurteilt. Die Vorwürfe in den aktuellen Fällen wiegen nicht ganz so schwer und haben daher zu etwas kleineren Summen für die Unternehmen geführt. Kritisch ist es allerdings für die MT Secure Trade Limited, die als Mutterkonzern gleich mehrere Online Casinos in Großbritannien betreibt. Die Casinos sollen in mindestens einmal Fall die internen Warnmeldungen missachtet und einem Spieler die Teilnahme am Spiel ermöglicht haben, obwohl dieser aufgrund seines Spielverhaltens eigentlich nicht hätte spielen dürfen. Zudem stellt sich heraus, dass die rund 38.000 eingesetzten Pfund des Kunden wohl aus kriminellen Aktivitäten stammen. Auch das hätte der Betreiber herausfinden müssen. Die Strafe für den Konzern: 700.000 Euro

Etwas höher fällt die Sache wohl für die Betit Operations Limited aus, welche von der Gambling Commission zu einer Strafzahlung von rund 1,4 Millionen Pfund aufgefordert wird. Die Intouch Gaming Limited muss wiederum die höchste Einzelstrafe zahlen und sogar 2,2 Millionen Pfund an die Gambling Commission überweisen. Die geringste Einzelstrafe wiederum erwartet die BestBet, die wohl nur rund 230.000 Pfund wird zahlen müssen.

Wer profitiert von den Strafzahlungen?

Doch was passiert eigentlich mit diesen horrenden Summen, die Jahr für Jahr von den Glücksspielunternehmen an die Gambling Commission gezahlt werden müssen? Hierauf gibt es unterschiedliche Antworten. So profitieren zum Beispiel verschiedene soziale Einrichtungen von den Strafzahlungen, welche beispielsweise Opfer von Gewalttaten betreuen, deren Ursprung in einem unkontrollierten Spielverhalten liegt. Gleichzeitig investiert die Gambling Commission die Strafgelder aber zum Beispiel auch in Aufklärungsprogramme für Kinder und Jugendliche oder nutzt die Gelder, um die eigenen Mittel auszubauen und die Arbeit so zu verbessern.

Profiteure des Ganzen sind aber nicht nur die genannten Organisationen oder die Gambling Commission selbst, sondern vor allem auch die britischen Spieler. Diese können sich darauf verlassen, dass der heimische Glücksspielmarkt jederzeit intensiv kontrolliert wird und tatsächlich nur Unternehmen dort zu finden sind, die einen fairen und verlässlichen Spielspaß anbieten können. Andere europäische Länder können sich in dieser Hinsicht also durchaus noch eine Scheibe von den Briten abschneiden. Zu den besten Online Casinos

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Der Beitrag wurde am 23.5.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , veröffentlicht.
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