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Geldwäsche im Crown Casino: Vorfälle aufgedeckt

Der Geldwäschebetrug im Crown Casino hat unter anderem dazu geführt, dass diesem Glücksspielkonzern die Lizenz für das neu erbaute Casino entzogen wurde. Zugleich wurden weitere Maßnahmen festgesetzt, die auch größtenteils bereits umgesetzt wurden. Nun gibt es neue Erkenntnisse, wer die Geldwäsche vollzogen hat. Somit steht Crown erneut in den Schlagzeilen, auch wenn es sich um Erkenntnisse über die Vergangenheit handelt.

Sechs 100-Euro-Scheine hängen auf einer Wäscheleine zum Trocknen.

Neuen Erkenntnissen zufolge war Michael Gu von iProsperity in die Geldwäsche Aktionen bei Crown Casinos verwickelt. Zwar liegen diese Vorfälle einige Jahre zurück – trotzdem ordnete Crown eine interne Untersuchung an. (©Alexas_Fotos/Pixabay)

Millionbetrüger Michael Gu als Einzahler ermittelt

Inwieweit sich die neuesten Erkenntnisse negativ auf Crown auswirken, lässt sich noch nicht abschätzen. Immerhin wurden nun neue Details bekannt, die sich jedoch auf Vorfälle in den Jahren 2014 bis 2017 beziehen. Aufgrund der Ermittlungen wurde nun festgestellt, dass in diesem Zeitraum ein gewisser Michael Gu über acht Millionen Dollar auf die Geschäftskonten von Crown eingezahlt hat. Der Grund für die Einzahlungen ist nicht bekannt, zumindest gab es keinen geschäftlichen Grund hierfür. Somit wird Gu nun verdächtigt, die Einzahlungen für eine Geldwäsche vorgenommen zu haben.

Michael Gu ist kein unbeschriebenes Blatt und wird seit dem letzten Jahr aufgrund seiner Vergehen vermisst. Michael Gu hat das Geld den Geschäftskonten des Unternehmens iProsperity entnommen. Dieses Unternehmen musste im Jahr 2020 Insolvenz anmelden. Diese Entscheidung lag nicht in fehlenden Umsätzen – ganz im Gegenteil. Dieses gut gehende Unternehmen musste Insolvenz anmelden, da sich Gu daraus für seinen privaten Lebensstil bedient hatte. Die Anleger des Unternehmens erlitten aufgrund eines kriminellen Schneeballsystems mehr als 300 Millionen Dollar Schaden. Kein Wunder, dass Gu selbst seit einem Jahr nicht mehr auffindbar ist.

Könnte iProsperity mit Junket Operators zusammengearbeitet haben?

Abgesehen von dem Vorwurf der Geldwäsche gibt es im Zusammenhang mit Gu weitere Ermittlungsgründe: iProsperity war am politischen Visa-Programm beteiligt, dank dessen Ausländer schneller eine Visa erhielten. Solch eine Visa mussten zum Beispiel die chinesischen Kunden vorlegen, um nach Australien einreisen zu können. Anschließend spielten die reichen Chinesen bei Crown. Auch das war laut Lizenzbedingungen nicht erlaubt: In Australien darf niemand im Casino spielen, wenn in dessen eigenem Land Glücksspiele verboten sind.

Zudem handelte es sich um Mitglieder krimineller Organisationen. Kein Wunder, dass auch diese Personen an den Geldwäsche-Vorteilen einen Anteil besitzen. Für Crown hatte all dies negative Auswirkungen, denn auch die Zusammenarbeit mit den Junket-Operators hatte zum Lizenzentzug geführt. Sollte nun bestätigt werden, dass Crown früher eng mit Gu zusammengearbeitet hat, um die ausländischen Kunden überhaupt nach Australien zu befördern, könnte dies nachträglich noch Auswirkungen haben.

All dies kommt für Crown zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Dieser Glücksspielkonzern ist seit Monaten damit beschäftigt, das Vertrauen zurückzuerlangen. Die neue Chefin arbeitet eng mit den Aufsichtsbehörden zusammen, um die Chance auf die Lizenz für das Casino in Barangaroo zu erhöhen. Aus diesem Grund wurden auch die geforderten Änderungen bereits durchgeführt. Mit diesen Maßnahmen soll die Sicherheit der Spieler erhöht werden.

Crown ordnete interne Untersuchung an

Crown nimmt die neuesten Ergebnisse sehr ernst und hat bereits eine interne Untersuchung angeordnet. Auf die Frage, weshalb die auffälligen Zahlungen damals nicht gemeldet wurden, konnte das heutige Management keine Antwort geben. Das mag auch daran liegen, dass die damals beschäftigten Manager nicht mehr bei Crown arbeiten. Eine Umbesetzung des Managements wurde von der Aufsichtsbehörde gefordert und auch schnell umgesetzt. Deshalb hat Ken Benton seinen Posten relativ schnell verlassen, obwohl er immer beteuerte, keine Ahnung von den Vorfällen gehabt zu haben.

Die amtierende Geschäftsführung unternimmt alles, um die Vertrauenswürdigkeit wieder herzustellen. Aus diesem Grund wurde aufgrund der neuen Erkenntnisse eine interne Untersuchung angeordnet. Sobald es Ergebnisse gibt, würden diese der Aufsichtsbehörde mitgeteilt werden. Eine enge Zusammenarbeit liegt Crown sehr am Herzen. Nur so könnte die Lizenz für Barangaroo doch erteilt werden. Der vorläufige Entzug der Lizenz stellt jedoch nicht die einzige Strafe dar. Crown wurde in den letzten Wochen von einer millionenschweren Geldstrafe überrascht, mit der unter anderem die Kosten der Untersuchungen abgegolten werden.

Mehrere Konten von Crown betroffen

Auf welches Konto die hohen Beträge von Michael Gu eingezahlt wurden, gab die Presse nicht bekannt. Die Ermittlungen der letzten Zeit bestätigten jedoch, dass die Konten vom Casino in Perth und Melbourne betroffen sind. Über alle Konten wurde wohl der Versuch der Geldwäsche unternommen. Zudem sind die Konten von Tochtergesellschaften des Konzerns Crowns betroffen. Inwiefern sich das Unternehmen rehabilitieren möchte, steht nicht fest. Wichtig ist nun, dass es zu keinen neuen Vorfällen mehr kommt. Zudem müssen alle Forderungen der Aufsichtsbehörde eingehalten werden.

Welche Erklärung es für die Einzahlungen von Gu geben wird, kann mit Spannung erwartet werden. Dass es sich nicht nur um ein Gerücht handelt, wurde vom Insolvenzverwalter bestätigt. Das führt auch dazu, dass sich Crown in Zukunft mehr um die Auswahl seiner Geschäftspartner kümmern sollte. Nur dann kann das Vertrauen in Crown zurückkommen. Zusätzlich muss Crown alles unternehmen, um die bestehenden Sicherheitslücken zu eliminieren. Geschieht dies erfolgreich, würden auch die Kunden in Zukunft besser kontrolliert werden. Spieler aus kriminellen Vereinigungen sollten so sofort erkannt und der Zutritt verweigert werden.

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Der Beitrag wurde am 23.7.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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