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Glücksspiel-Entwickler mit Top-Umsatz

Wie hat sich die Glücksspielbranche in den letzten Monaten entwickelt? Diese Frage scheint auf den ersten Blick nicht ganz leicht zu beantworten zu sein, immerhin haben die Unternehmen dieser Branche in der jüngeren Vergangenheit mit immer stärker werdenden Regulierungen zu kämpfen. Unbeeindruckt dessen entwickelt sich die Glücksspielbranche aber sowohl stationär als auch online unaufhörlich weiter. Das belegen Zahlen des internationalen Branchenverbandes Association of Gaming Equipment Manufacturers, der vor wenigen Tagen einen Bericht zur Branchenentwicklung veröffentlicht hat.

Spielautomaten in einem Casino.

Die Entwickler von Spielautomaten und Online-Casinogames haben im letzten Jahr einen Umsatz von fast 50 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Rund 50 Milliarden Euro Umsatz für die Entwickler

Die Association of Gaming Equipment Manufacturers ist ein internationaler Branchenverband, dem mehr als 175 Mitglieder aus über 20 Nationen dieser Welt angehören – unter anderem auch die bekannten Riesen Merkur und Novoline. Der Verband hat vor wenigen Tagen einen Bericht vorgelegt, in welchem verdeutlicht werden soll, wie wichtig die Glücksspielbranche als Antreiber für die globale Wirtschaft mittlerweile geworden ist. Befragt wurden in diesem Zusammenhang zahlreiche Unternehmen in einer Studie, in der unter anderem die Geschäftszahlen des letzten Jahres betrachtet wurden. Und die können sich bei den Spieleentwicklern wahrlich sehen lassen. Die Provider stationären Automaten und Online-Games haben demnach einen Umsatz von 49,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Jahr 2014, wo der Umsatz bei etwas mehr 41 Milliarden Euro lag, ist das eine Steigerung von gut 20 Prozent.

Vor allem auch als großer Arbeitgeber ist die Glücksspielbranche mittlerweile in der Gesellschaft fest verankert. Die Zahl derjenigen Mitarbeiter, die direkt von einer Beschäftigung in der Glücksspielbranche profitieren, lag 2018 demnach bei 61.700 Menschen. Zum Vergleich: 2013 waren es noch rund 51.000 Arbeitsplätze, so dass auch hier von einem Zuwachs von über 20 Prozent gesprochen werden kann. Indirekt profitieren laut des Berichts sogar mehr als 220.000 Personen von den Arbeitsmöglichkeiten der Branche.

Glücksspielbranche bietet hervorragende Verdienstmöglichkeiten

Weshalb sich die Branche so dermaßen im Aufwind befindet, liegt für AGEM-Geschäftsführer Marcus Prater vor allem darin begründet, dass sowohl traditionelle Unternehmen als auch neue Anbieter auf dem Markt tätig sind und dass die Glücksspielanbieter immer mehr in die Innovationen investieren. In einem Statement erklärte der Geschäftsführer:

“Etablierte Anbieter wachsen weiter, während neue Firmen auf den Markt treten. Die Studie zeigt, dass sich dieser dynamische Sektor ganz auf die Weiterentwicklung des weltweiten Glücksspielmarktes konzentriert. Zusammen gefasst zeichnet der Report das Bild einer gesunden Glücksspiel-Industrie, in der die Anbieter auf moderne Technologien und Spiele setzen, die ihnen von einer großen Anzahl innovativer Lieferanten zur Verfügung gestellt werden. Dadurch können sie ihren Kunden stets neue und spannende Entertainment-Formate bieten.“

Auch für die Arbeitnehmer lohnt sich die Arbeit in der Glücksspielbranche. Diese gilt nicht nur als relativ krisensicher, sondern kann gleichzeitig auch mit enormen Verdienstmöglichkeiten überzeugen. So lag das Durchschnittsgehalt 2018 bei rund 80.000 Euro brutto und damit um ein Vielfaches höher als in zahlreichen anderen Branchen der Wirtschaftswelt. Insgesamt haben die Glücksspiel-Entwickler laut dem Bericht der AGEM 2018 eine Summe von 12,5 Milliarden Euro als Gehalt an ihre Mitarbeiter ausgezahlt.

Glorreiche Zukunftsaussichten?

Speziell für die stationären Betriebe wurde der Druck in den letzten Monaten deutlich erhöht. Zum einen durch die Konkurrenz aus dem Internet, zum anderen aber auch durch zahlreiche gesetzliche Vorgaben. So müssen beispielsweise in Deutschland in Städten Mindestabstände zwischen Spielotheken beachtet werden, zudem wurden die Gewinn- und Verlustlimits jüngst angepasst. Umso überraschender ist es, dass der globale Betrieb stationär ebenfalls gewachsen ist und seinen Umsatz um mehr als sechs Prozent steigern konnte. Ohnehin geht der Großteil der Branche ganz offensichtlich davon aus, dass auch in der Zukunft noch weiteres Wachstum vermeldet werden kann. Laut der Studie erklärten 92 Prozent der befragten Firmen, dass sie für 2019 mit einer steigenden Nachfrage nach ihrem Produkt und dem Glücksspiel im Allgemeinen rechnen. Fast 60 Prozent der Unternehmen gaben zudem an, dass sie mit einem Umsatzwachstum auch in 2019 rechnen.

Gut für die Arbeitnehmer: Keines der befragten Unternehmen gab laut der Studie an, in diesem Jahr Arbeitsplätze streichen zu wollen. Im Gegenteil: Fast die Hälfte der Unternehmen erklärte sogar, dass man in den kommenden Monaten noch weitere Arbeitskräfte einstellen wolle. Vor allem die Entwicklung und Innovation sei dabei ein wichtiger Bereich der Provider. Locken wollen die Konzerne dann allerdings nicht nur mit Spitzengehältern, sondern auch mit dazu passenden Absicherungen für die Altersvorsorge und Rente. In diesen Bereich sollen künftig laut AGEM-Bericht noch größere Summen investiert werden.

Dänischer Markt als Beispiel für reguliertes Wachstum

Als wäre es abgesprochen gewesen, veröffentliche fast zeitgleich auch die dänische Politik eine Studie, in der aktuelle Zahlen der regulierten Glücksspielbranche aufgedeckt werden. Und diese zeigen, wie gut sich ein Markt entwickeln kann, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Sportwetten in Dänemark zum Beispiel steigerten ihre Umsätze innerhalb der vergangenen zwölf Monate um beeindruckende 520 Millionen dänische Kronen. Zudem legte auch das Online-Glücksspiel deutlich zu und konnte ein Wachstum von fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ans Tageslicht bringen. In der Zukunft rechnen die dänischen Behörden mit einem weiteren Wachstum, da sich auch die Zahl der Neuanmeldungen in den Casinos um 35 Prozent erhöht hat und die Spieler gleichzeitig wöchentlich mehr Geld in das Glücksspiel investieren. Waren dies 2017 noch 38,50 dänische Kronen pro Woche, setzt jeder Spieler nun im Schnitt rund 41 dänische Kronen ein.

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Der Beitrag wurde am 16.4.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , veröffentlicht.
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