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Glücksspiele in Basel-Landschaft nun legal

In der Schweiz lief es bisher ähnlich wie in Deutschland ab: Jeder Kanton durfte die Regeln für oder gegen Glücksspiel selbst festsetzen. Ein einheitliches Gesetz gab es bisher nicht. Es gibt in der Schweiz jedoch ein Glücksspielgesetz, das seit Januar 2019 gültig ist. An dieses Gesetz hat nun der Kanton Basel-Landschaft sein eigenes Gesetz angelehnt.

Pokerspiel.

Letzter Bezirk in der Schweiz hat mehrstimmig das neue Geldspielgesetz angenommen, das alle Spiele legalisiert. (©Free-Photos/Pixabay)

Diese Regeln gelten nun im Kanton Basel-Landschaft

Der Baselbieter Landrat hat letzte Woche entschieden, dass die Vorschriften für das Glücksspiel gelockert werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass nun wieder Pokerturniere in Lokalitäten vor Ort erlaubt sind. Immerhin haben 84 Anwesende zugestimmt und lediglich einer hat dagegen gestimmt. Vier Stimmen haben sich enthalten. Diese Tatsache zeigt deutlich, dass eine Änderung des Glücksspielgesetzes definitiv gewünscht war. Zu beachten ist jedoch, dass die Pokerturniere nicht uneingeschränkt stattfinden dürfen: Jeder Spieler darf maximal 200 Franken als Startgeld verwenden und pro Runde dürfen insgesamt nicht mehr als 20.000 Franken gesetzt werden.

Doch welche Änderungen wurden nun im Detail beschlossen? Abgesehen von den Pokerturnieren dürfen in Gaststätten neue Glücksspielautomaten aufgestellt werden. Zudem benötigen Kleinlotterien keine Bewilligung mehr. Gegen die Aufhebung der Bewilligungspflicht wandten sich zwar einige Politiker, jedoch mit mäßigem Erfolg. Mit einem Grunde, weshalb das Gesetz nun auch im Schweizer Kanton Basel-Landschaft geändert wurde, liegt im Wunsch des Volkes. Dieses hatte bereits im Jahr 2018 einer Änderung zugestimmt. Abgesehen hiervon hätte der Bezirk einige Einnahmen verloren, wenn gewisse Spiele verboten wären. Spekulationen zufolge fließen in Zukunft 40 Prozent der Einnahmen aus Glücksspielen in den Lotteriefond, der nicht zuletzt kulturelle Projekte unterstützt.

Kantone mussten ihre Vorschriften an das Geldspielgesetz anpassen

Die Annahme des Geldspielgesetzes geschah nicht grundlos. Die Schweizer Regierung hatte alle Kantone aufgefordert, deren Gesetze an das übergeordnete Gesetz anzupassen. Zwar durften die einzelnen Regierungen der Kantone eigene Verbote einführen. Eine grundlegende Änderung des Gesetzes hingegen war nicht erlaubt. Der Hauptgrund liegt im Schutz des Spielers. Die Schweizer Regierung vertritt die Meinung, dass Regelungen besser als Verbote wären. Aus diesem Grund sind nun sämtliche Formen von Glücksspielen, Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele erlaubt. Einige dieser waren schon immer erlaubt, jedoch mit anderen Regulierungen.

Ein weiterer Grund, weshalb das Glücksspiel in der Schweiz reguliert statt verboten wird, ist folgender: Verbote würden nach Ansicht der Regierung dazu führen, dass sich die Spieler an illegale Anbieter wenden. In diesem Fall könne kein Spielerschutz mehr gewährleistet werden. Demnach würde das neue Gesetz die Spieler wesentlich besser schützen. Zudem wäre ein Kampf gegen das illegale Glücksspiel mit erheblichen Kosten und Zeitaufwand verbunden.

Schweizer Kanton Zug kämpft gegen illegales Glücksspiel

Mit welchen Schwierigkeiten ein Kampf gegen das illegale Glücksspiel und Alkoholausschankverbot verbunden ist, zeigt der Schweizer Kanton Zug. Dieser Kanton hatte das Problem, dass Gesetze zur Schließung von Gaststätten fehlen. Einige Gaststätten hatten illegales Geldspiel angeboten und die Regierung konnte hiergegen nichts unternehmen. Um dies in Zukunft zu ändern, wurde von diesem Kanton eine Vernehmlassung beantragt. Hierbei handelt es sich um eine Erstellung eines Entwurfes, in den auch Stellungnahmen unterschiedlicher Vereine und Organisationen einfließen. Solche eine Vernehmlassung stellt den Beginn eines neuen Gesetzes dar.

Allerdings beschäftigte sich die Regierung dieses Kantons nicht nur mit illegalem Alkoholausschank. Ebenfalls im Visier standen illegale Pokerrunden und nicht erlaubte Sportwetten. Zusätzlich wandte sich die Regierung gegen nicht berechtigte Anbieter von Online Glücksspielen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Internetcafes, die bewusst Zugang zu ausländischen Servern anbieten. Dieser Zugang ermöglicht es den Kunden, sich bei illegalen Online-Casinos anzumelden.

Ein neues Gesetz im Kanton Zug gegen das illegale Geldspiel soll bis Ende September 2020 ins Leben gerufen werden.

Grundlegende Vorschriften im neuen Geldspielgesetz

Das im Januar 2019 in Kraft getretene Geldspielgesetz löst das bis dahin gültige Spielbankengesetz und Lotteriegesetz ab. In das neue Geldspielgesetz – kurz BSG – wurden folgende Richtlinien aufgenommen:

  • der Spielerschutz soll erhöht werden
  • alle Spiele sollen sicherer werden und transparent erscheinen
  • alle Gewinne aus den Lotterien und Sportwetten sollen gemeinnützigen Zwecken zugute kommen
  • ein bestimmter Teil der Bruttospielerträge werden für Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung verwendet.

Neu ist zudem, dass in Zukunft Online-Spielbankenspiele erlaubt werden. Casinos, die bereits über eine Lizenz verfügen, dürfen eine Lizenz für Online-Spiele beantragen. Zu diesen zählen jedoch nur Schweizer Casinos. Definitiv erlaubt sind Casinospiele wie Roulette, Poker und Blackjack. Derzeit gibt es in der Schweiz bundesweit nur 21 Casinos.

Gewinne aus Schweizer Casinos müssen nicht versteuert werden. Ebenfalls steuerfrei sind Gewinne aus in der Schweiz zugelassenen Online Geldspielen, Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspielen. Hierbei gilt jedoch eine Grenze von einer Million Franken.

Wer an einem nicht erlaubten Glücksspiel teilnimmt, muss mit keiner Strafe rechnen. Sollten jedoch Maßnahmen gegen den Glücksspielanbieter durchgeführt werden, könnte der komplette Einsatz verloren sein. Exakt aus diesem Grund warnt die Schweizer Regierung davor, an solchen Geldspielen teilzunehmen. Auch diese Tatsache führte dazu, dass die Geldspiele in der Schweiz reguliert, statt verboten werden. Nur so können sich alle Spieler sicher sein, dass sie mit keinen negativen Konsequenzen rechnen müssen.

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Der Beitrag wurde am 21.9.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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