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Griechenland: Korb für Hard Rock

Das sogenannte Hellinikon Projekt in Athen beschäftigt nicht nur die griechischen Behörden, sondern Glücksspielunternehmen aus der ganzen Welt. Zahlreiche Konzerne waren heiß darauf, am Mega-Komplex mitzuwirken und ihre Spiele im Urlaubsland zur Verfügung zu stellen. Auch in Griechenland ist man bei der Vergabe der entsprechenden Glücksspiellizenzen allerdings ganz genau. Pech für Hard Rock International, denn die Bewerbungsunterlagen vom Konzern wurden jüngst aus dem Rennen genommen. Der Grund sollen massive Lücken in der Bewerbung sein. Hard Rock teilte allerdings bereits mit, dass man diese Entscheidung nicht akzeptieren wolle.

 Die bekannte Hard Rock Gitarre an einem Etablissement.

Hard Rock in Griechenland? Nein, sagen die griechischen Behörden. Die Lizenzbewerbung des Glücksspielriesen wurde abgelehnt. (©vicariousalex/Pixabay)

Unregelmäßigkeiten und Mängel in Bewerbung von Hard Rock?

In Griechenland wurde schon vor einigen Monaten angekündigt, einen neuen Casino-Komplex der Superlative entstehen zu lassen. Entstehen soll dieser neue Komplex unter dem Namen Hellinikon Projekt, wobei hier keinesfalls nur ein Casino-Resort geplant ist. Stattdessen sollen zusätzlich auch neue Wohnräume, Shopping-Zentren und mehr entstehen. Angedacht ist hierfür der alte Athener Flughafen, der bereits seit mehreren Jahren nicht mehr im ursprünglichen Sinne genutzt wird. Durch die enorme Fläche dürfte sich das Bauprojekt zum größten Bauprojekt auf europäischem Boden in den nächsten Jahren verwandeln. Dementsprechend groß ist das Interesse der Glücksspielbranche. Gleich mehrere internationale Konzernriesen haben sich für die Lizenz bei der griechischen Glücksspielbehörde HGC beworben. Und so langsam lichtet sich das Bild der Bewerber.

Tatsächlich liegt nach dem bisherigen Ausschlussverfahren sogar nur noch eine Bewerbung vor. Diese wurde von der Mohegan Gaming & Entertainment in Kooperation mit dem griechischen Partner GEK Terna Holding eingereicht. Zuletzt ausgeschieden ist aus dem Rennen wiederum die Bewerbung von Hard Rock International. Und das sogar ziemlich krachend. Wie es heißt, wurde die Bewerbung einstimmige von der Behörde abgelehnt, da erhebliche Mängel und Unregelmäßigkeiten in den Unterlagen zu finden gewesen wären. Hierzu gehörten zum Beispiel ein Nachweis der Erfahrung in der Entwicklung von Casinoprojekten. Zudem gab es offenbar Probleme bei der Garantieerklärung des US-Konzerns.

Hard Rock wehrt sich gegen Entscheidung

Töne, die man bei den Amerikanern überhaupt nicht gerne hört. Das Unternehmen ließ über seinen autorisierten Berater Michael Karloutsos mitteilten, dass man enorm erzürnt sei. Gegenüber „The National Herald“ erklärte der Berater:

“Es ist absolut lächerlich anzunehmen, dass Hard Rock nicht über die notwendigen finanziellen Kapazitäten und Baukapazitäten verfügt, um das Hellinikon Projekt umzusetzen. Wenn dieser Bericht wahr ist, wage ich es zu unterstellen, dass der Ausschuss und die Kommission verwirrt sind, weil deutlich ist, dass sie sich auf unsere Konkurrenten beziehen.“

Zudem gab Karloutsos an, dass Hard Rock Niederlassungen in insgesamt 75 Ländern betreiben würde. Damit würde man auf der westlichen Hemisphäre außerhalb von Las Vegas das profitabelste Casinogeschäft überhaupt unter seinen Fittichen haben. Darüber hinaus sei man nicht erst vor zwei Jahren in Griechenland vorstellig gewesen und habe investiert. Es deutet vieles darauf hin, dass sich der US-Konzern juristisch gegen diese Entscheidung wehren wird.

Zukunft: Wem gehört der Boden nach Lizenzende?

Stichhaltige Argumente, welche die Behörden und die Regierung aber offenbar nur wenig beeindrucken. Die Regierung von Kyriakos Mitsotakis teilte stattdessen mit, dass die Bauarbeiten auf dem Gelände dennoch zeitnah beginnen sollen. Da allerdings tauchen derzeit noch gewisse Probleme auf griechischer Seite auf. Bisher ist nämlich unklar, wie die Verteilung des Baulandes genau aussehen soll. Konkret geht es darum, wie es nach dem Ablauf der Lizenz weitergehen kann. Diese gilt für 99 Jahre, danach muss oder soll neu entschieden werden. Zur Debatte steht nun, wie genau sich das Bodeneigentum nach diesen 99 Jahren verteilt. Einen Teil des Baulandes wird der Staat behalten, der andere Teil soll an die Betreiberfirma des Projektes, die Global Investment Group „Lamda Development“ gehen.

Wie es heißt, müsse diese Frage zunächst geklärt werden, bevor die Bauarbeiten auf dem Gelände wirklich beginnen können. Für Hard Rock sind das allerdings dennoch keine guten Nachrichten. Der zeitliche Aufwand für juristische Unterstützung dürfte deutlich höher sein, als die Einigung zwischen Staat und Hellinikon-Betreiber. Sich in die Lizenz einzuklagen, scheint daher aus Sicht des Glücksspielriesen nahezu hoffnungslos.

Begehrte neue Ziele werden ausgelotet

Für Hard Rock ist der Korb der griechischen Behörden natürlich ein enormer Rückschlag. Allerdings bewegt sich auf dem Glücksspielmarkt internationale derzeit eine ganze Menge. In der Heimat von Hard Rock, den USA, werden in den letzten Zeiten reihenweise Casinos gekauft und verkauft. Es scheint ganz so, als wäre das oftmals kritisierte Las Vegas doch noch nicht so stark am Boden wie angenommen. Darüber hinaus entwickeln sich auch außerhalb der Heimat immer wieder interessante Möglichkeiten. In Japan etwa sollen ebenfalls drei neue Casino-Resorts errichtet werden, welche sich dann vor allem an die Touristen richten sollen. Auch hier ist die Aufmerksamkeit der internationalen Glücksspielbranche derzeit hoch. Ein weiterer neuer Markt könnte in den Niederlanden entstehen. Hier soll zumindest das Online-Glücksspielgesetz verändert werden. Nach der Reform könnten dann auch private ausländische Unternehmen ihre Angebote auf dem Markt zur Verfügung stellen. Und damit wird sich auch für Hard Rock die nächste Möglichkeit ergeben, mit dem eigenen Angebot in Europa noch stärker Fuß zu fassen.

Auf allen Märkten gelten dabei allerdings im Wesentlichen die gleichen Voraussetzungen: Der Konzern muss sich im Lizenzverfahren gegen andere Bewerber durchsetzen. Und das scheint für die US-Amerikaner derzeit nicht ganz einfach zu sein. Die Vergangenheit hat allerdings schon mehrfach gezeigt, dass Hard Rock und Seminole Gaming aus ihren Fehlern lernen konnten.

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Der Beitrag wurde am 23.1.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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