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Großbritannien: BGC und UKGC warnen vor Gefahren während Lockdowns

Obwohl der erste Lockdown die meisten Länder stark getroffen hatte, befinden sich die meisten europäischen Länder erneut im Lockdown. Und wie im Frühjahr diesen Jahres werden auch jetzt viele Unternehmen mit hohen Umsatzeinbußen rechnen müssen. Hiervon sind auch Casinos und Spielstätten vor Ort betroffen. Aus diesem Grund erleben die Online Casinos einen Aufschwung. Sowohl der BGC als auch der UKGC warnen jedoch vor unseriösem Verhalten der Online Glücksspielanbieter.

Sicht auf Londoner Parlament.

BGC und UKGC befürchten riskantes Spielerverhalten während des Lockdowns. Beide Institutionen appellieren an Online Glücksspielanbieter, alle Vorschriften einzuhalten. (©derwiki/Pixabay)

UKGC appelliert an Vernunft der Online Casinos

Die britische Glücksspielkommission befürchtet, dass die Spieler während des Lockdowns ein problematisches Verhalten entwickeln könnten. Einerseits führt der Lockdown zu mehr Freizeit und andererseits könnten die Spieler versuchen, einen finanziellen Verlust mit Glücksspielen auszugleichen. Aus diesem Grund appelliert die britische Glücksspielkommission an alle Online Glücksspielanbieter, die aktuelle Situation nicht auszunutzen.

In diesem Zusammenhang erinnert UKGC daran, dass die Online Casinos und Sportwettenanbieter für eine sichere Spielumgebung sorgen müssen. Die erste Aufgabe besteht darin, kein riskantes Spielen zuzulassen. Aus diesem Grund weisen die Online Glücksspieler auf ihrer Seite immer auf ein verantwortungsvolles Spielen hin. Ferner bieten die Unternehmen immer Möglichkeiten an, anhand derer sich die Spieler selbst schützen können.

Sollte all dies nicht helfen und sollte trotzdem ein Spieler ein riskantes Vorgehen an den Tag legen, sollen die Anbieter wie folgt vorgehen: Sie sollen die Spieler herausfiltern, die ein problematisches Verhalten aufweisen und diese besonders schützen. Wer den Schutz dieser speziellen Personengruppe nicht gewährleistet, muss in Zukunft mit hohen Geldstrafen rechnen. Die UKGC hält jedoch mehr Maßnahmen in der Hand, wie sie gegen Anbieter vorgehen könnte. Dies trifft zwar immer zu, aber während der Corona Krise ist die UKGC wachsamer.

Viele Online Casinos wurden bereits bestraft

Die Online Anbieter sollten den Hinweis auf mögliche Strafen ernst nehmen. Die UKGC hat bereits den jährlichen Compliance- und Vollstreckungsbericht vorgestellt. Dieser zeigt deutlich, dass viele Online Anbieter eine Strafe erhielten. Alternativ hierzu wurde auch einigen Anbieter die vorhandene Lizenz entzogen. Auf der anderen Seite gab es neue Online Glücksspielanbieter, die erstmals eine Lizenz erhielten.

Immerhin wurden 12 Anbieter mit einer Strafe belegt. In der Regel handelte es sich um Verstöße gegen die Spielersicherheit: Ein Spieler verlor innerhalb weniger Tage 187.000 GBP und eine andere Spielerin verlor zwar „nur“ 18.000 GBP innerhalb eines Jahres. Diese Spielerin hatte jedoch angegeben, dass sie nur mit geliehenem Geld spielt.

Beide Beispiele zeigen, wie riskant sich ein Spieler verhalten kann und dass ein Online Glücksspielanbieter dieses Verhalten auch erkennen kann. Wer solch ein Verhalten erkennt, aber nicht reagiert, muss auch in Zukunft mit einer hohen Geldstrafe oder gar mit dem Entzug der Lizenz rechnen. Zudem muss sich laut UKGC jeder Online Glücksspielanbieter eine Erklärung geben lassen, dass der Spieler nur mit eigenem Geld spielt.

Dass sich die Spieler keinesfalls verantwortungsvoll verhalten und eventuell während des Lockdowns noch riskanter spielen, ist die Befürchtung der britischen Glücksspielkommission. Exakt deshalb kam nun der erneute Appell.

BGC appelliert an ihre Mitglieder

Es mag wahrscheinlich selten vorkommen, dass die britische Glücksspielkommission und der britische Glücksspielverband einer Meinung sind. Bezüglich des kritischen Spielerverhaltens während des Lockdowns sind sich beide jedoch einig. Aus diesem Grund ermahnte auch der BGC, dass sich jedes Online Casino an bestehende Vorschriften halten soll. In diesem Zusammenhang verwies der BGC nochmal auf den 10-Punkte-Plan, der bereits im Frühjahr dieses Jahres erstellt wurde.

Dieser Plan sieht vor, dass insbesondere während eines Lockdowns das Spielerverhalten genau untersucht werden muss. Es muss verhindert werden, dass viele Spieler ein anderes Verhalten an den Tag legen. Sollte ein Online Glücksspielanbieter dieses feststellen, muss der betreffende Spieler genauer beobachtet werden. Notfalls muss der Spieler kontaktiert werden oder das Konto wird vorübergehend geschlossen.

Der BGC ist der Meinung, dass insbesondere das Einzahlungslimit überwacht werden sollte. Ebenfalls soll die Werbung vorsichtig betrieben werden. Dieser Meinung ist auch die Glücksspielkommission, die zusätzlich eine Einschränkung der Boni befürwortet.

BGC droht Maßnahmen gegen Mitglieder an

Ähnlich wie die britische Glücksspielkommission legt der BGC seinen Mitgliedern nahe, sich an die Vorschriften zu halten. Alle Mitglieder würden in den kommenden Wochen kontrolliert werden. Sollte festgestellt werden, dass sich ein Anbieter nicht an die Vorschriften hält, könne er im schlimmsten Falle seine Mitgliedschaft im BGC verlieren.

Positiv ist, dass bis heute nicht zu erkennen ist, dass sich einige Anbieter nicht an den im März vorgestellten Plan halten würden. Das Gegenteil ist der Fall: Alle haben dem Plan nicht nur zugestimmt, sondern auch unterschrieben. Somit kann davon ausgegangen werden, dass sich die Online Casinos in Zukunft an alle Sicherheitsmaßnahmen halten.

Der britische Konzern GVC geht einen Schritt weiter und hat neue Algorithmen kreiert, die die Spielersicherheit zusätzlich erhöhen. GVC hat für Deutschland Lizenzen erhalten und darf nun auf legale Weise Wetten anbieten. Von diesem Vorgehen ist BGC mehr als begeistert und erhofft sich von weiteren Mitgliedern ein ähnliches Verhalten.

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Der Beitrag wurde am 20.11.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , , veröffentlicht.
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