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Illegales Glücksspiel nimmt in Europa zu

Während des ersten Lockdowns im letzten Jahr kreierten viele Länder neue Gesetze und Vorschriften, die ein illegales Spielen verhindern sollten. Dies geschah nicht zu Unrecht, da während der geschlossenen Casinos und Spielhallen viele Spieler zu illegalen Online Casinos abwanderten. Doch damit nicht genug: In Deutschland zum Beispiel galten die Online Casinos lange als illegal. Deshalb soll ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten. Neueste Studien belegen, dass diese Ideen einerseits zur richtigen Zeit kamen und andererseits noch nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Blackjack Karten und Spielchips.

In Europa nimmt das illegale Glücksspiel zu. Laut einer britischen Studie hat sich das illegale Spiele verdoppelt. (©Free-Photos/Pixabay)

Erfolgreiche Razzien in Deutschland

Seit einigen Wochen gibt es in Deutschland die Übergangsfrist, in der Online Casinos geduldet werden. Doch so einfach ist es im Grunde genommen doch nicht: Es werden die Online Casinos geduldet, die sich bereits jetzt an die Vorschriften des eventuell in ein paar Monaten in Kraft tretenden Glücksspielstaatsvertrag halten. Gegen diese Casinos wird aus juristischer Sicht nichts unternommen und die Spieler können getrost zu diesen als zuverlässig eingestuften Casinos greifen.

Trotzdem gab es in den letzten Tagen und Wochen erfolgreiche Razzien gegen illegale Glücksspiele. Womöglich kann es daran liegen, dass laut neuem Glücksspielstaatsvertrag kein Roulette und keine Tischspiele mehr angeboten werden dürfen. Deshalb wurde eine Würfel- und Kartenspielrunde aufgelöst, an der acht Personen teilnahmen. Abgesehen davon, dass dies gegen die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen abläuft, wurden 60.000 Euro sichergestellt. Dieser Razziaerfolg konnte in Nürnberg verbucht werden. Offiziellen Meldungen zufolge soll der Einsatz sehr ereignisreich gewesen sein, da unter anderem ein Rammbock zum Einsatz kam.

Weitere Erfolge in Österreich

Österreich kämpft seit einigen Jahren gegen die Glücksspielmafia. Zwar kann die Polizei des Öfteren einen Erfolg verbuchen, doch leider können hiermit die illegalen Glücksspiele nicht aufgehalten werden. Das mag unter anderem daran liegen, dass ein illegales Glücksspiel keinen Strafbestand darstellt. Deshalb möchte die Regierung in Österreich ein neues Gesetz erschaffen, mit dem direkt gegen das illegale Glücksspiel vorgegangen werden kann.

Trotzdem freut sich die Polizei immer, wenn ein verbotenes Spielcasino ausgehoben wird. Neulich geschah dies erneut in Wien. In dem illegalen Casino befanden sich 29 Personen, die nicht nur Karten spielten, sondern ihr Glück auch an Spielautomaten probierten. Abgesehen von dem illegalen Spielen konnten die Ermittler noch wesentlich mehr erkennen: Schwarzarbeit und Sozialbetrug wurde aufgedeckt. Über letztere Vergehen freute sich die Polizei besonders, da diese auch bestraft werden können.

Illegales Glücksspiel auch in der Schweiz

Im Züricher Kanton wurde ebenfalls eine Spielhöhle ermittelt. Dort befanden sich zum Eintreffen der Polizei 24 Personen, die es sich zudem aus kulinarischer Sicht gut gehen ließen. Darin sah die Polizei gleich mehrere Verstöße, weshalb ein 45-jähriger angeklagt wurde.

Neueste Studie aus Großbritannien: Illegales Spielen nimmt zu

Einer neuesten Studie aus Großbritannien zufolge nahm das illegale Spielen um das Doppelte zu. Andererseits oder zusätzlich wurde veröffentlicht, dass der eingesetzte Betrag ebenfalls um das doppelte anstieg. So wären laut der Studie 2,8 Milliarden GBP ausgegeben worden, und zwar nur für illegales Spielen. Die Anzahl der Spieler hingegen wäre von 210.000 auf 460.000 gestiegen. Dies sind natürlich bedenkliche Zahlen.

Im Rahmen dieser Studie wurde auch untersucht, warum die Spieler vermehrt zum illegalen Glücksspiel greifen. Ein Grund wäre die hohe Besteuerung der legalen Glücksspielanbieter, die zu einer niedrigeren Auszahlungsquote führen. Schließlich muss der Betreiber von Casinos und Spielhallen ebenfalls Geld verdienen. Die Spieler hingegen freuen sich über geringere Auszahlungsquoten in keiner Weise und greifen zum illegalen Glücksspiel. Diese bieten höhere Auszahlungsquoten, weshalb die Spieler logischerweise zu diesen Gewinnchancen greifen.

So logisch die Schlüsse der neuesten Studie sind, so bedenklich scheint das Ergebnis zu sein. Immerhin lautet eine weitere Schlussfolgerung der Studie: Je stärker ein Land das Glücksspiel reguliert, umso mehr greifen die Spieler zu illegalen Casinos und Spielhallen. Die Frage für Deutschland lautet daher, ob auch hier mit einem erhöhten Spielen in illegalen Spielhöhlen gerechnet werden muss, sobald der neue Glücksspielstaatsvertrag gültig ist. Denn eines hat die Studie auch ermittelt: Je geringer das Spielangebot in legalen Casinos ist, umso schneller greifen die Spieler zum illegalen Angebot. Dort liegt ein höheres Spielsortiment vor.

Illegale Online Casinos könnten an Beliebtheit gewinnen

Solange die Casinos und Spielhallen vor Ort wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, bleibt den Spielern fast nichts anderes übrig als zu Online Casinos zu greifen. Diese bieten oder boten bisher ein relativ umfangreiches Spielesortiment an. Jeder Spieler konnte wählen, ob er sein Glück an Slots oder beim Kartenspiel herausfordert. Zudem bieten viele Casinos einen Live Bereich an, der ein ähnliches Gefühl wie in einem Casino vor Ort bietet.

Leider verhindert der neue Glücksspielstaatsvertrag genau diese Gefühle. Dieser Vertrag verbietet, dass Roulette und Kartenspiele angeboten werden. Ebenso dürfen keine Spiele mehr gleichzeitig genossen werden und ein Spiel muss mindestens fünf Sekunden dauern. Obwohl genau mit diesen Maßnahmen der Spielerschutz erhöht werden soll, könnte darin der Grund liegen, warum viele Spieler zu illegalen Online Casinos greifen. Dort liegt ein umfangreicheres und spannenderes Sortiment vor und die Einsätze werden ebenfalls nicht begrenzt.

Zu den besten Online Casinos

Der Beitrag wurde am 12.2.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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