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Japan: Neue Glücksspiel-Behörde geplant

Das Glücksspiel und die asiatischen Länder sind jeweils eine ganz besondere Geschichte für sich. In China etwa ist das Glücksspiel zwar enorm beliebt, innerhalb der Landesgrenzen aber ausschließlich in Macau erlaubt. In Japan wiederum ist das Glücksspiel nicht so stark verankert. Das möchte die Politik aber offenbar ändern. Mit Hochdruck wird derzeit an der Legalisierung der Glücksspielbranche gearbeitet, auch wenn die Bevölkerung hiervon scheinbar nur bedingt begeistert ist. Dennoch wurde jetzt verkündet, dass eine neue Regulierungsbehörde ab 2020 über die Branche wachen soll.

Die japanische Stadt Tokio aus der Luft.

Casinos und Glücksspiele sollen in Japan künftig von einer neuen Behörde kontrolliert und reguliert werden. Ab 2020 soll diese die Kontrolle übernehmen (©pixabay)

Neue Regulierungsbehörde soll ab Januar starten

In Japan laufen die Pläne zur Legalisierung der Casino-Branche auf Hochtouren. Das Land hat bereits im März eine Gesetzesnovelle ins Leben gerufen, mit der Casinos künftig stationär erlaubt werden sollen. Eine Art Quantensprung in der japanischen Politik, da das Glücksspiel hier im Prinzip in den letzten Jahrzehnten überhaupt keine Rolle spielte. Wohl aber auch durch die starken Einnahmen anderer Länder hat man sich in Japan dazu entschlossen, umzudenken. Als jüngster Schritt wurde jetzt verkündet, dass man die Einführung einer Casino-Regulierungsbehörde plant. Diese soll den Namen Casino Management Commission tragen und bereits ab dem 7. Januar 2020 an den Start gehen. Zuständig sein soll das CMC künftig für alle landbasierten Casinos in Japan. Hierzu gehört zum einen die Kontrolle der Rahmenbedingungen vor dem Start, aber auch die laufende Überwachung des Geschäfts.

Zusammensetzen soll sich die neue Behörde an ihrer Spitze durch ein fünfköpfiges Experten-Gremium. Genau Namen sind hier noch nicht bekannt, diese müssten zudem in der Zukunft erst noch durch das Parlament in Tokio bestätigt werden. Einige Hürden sind es also noch, ehe hier zumindest auf der Chefetage Namen genannt werden können. Klar ist derweil, dass die Amtsträger fünf maximal fünf Jahre in ihrem Beruf tätig sein sollen. Zudem haben die Japaner offenbar auch die Größe der Behörde insgesamt noch einmal überdacht. War zunächst die Rede von 95 Angestellten, soll die Zahl mittlerweile auf 100 Angestellte erhöht worden sein.

Viel zu tun für die CMC

Ebenfalls sicher ist, dass es der neuen Behörde gewiss nicht an Aufgaben mangeln wird. Die CMC wird im ersten Schritt mit der Verantwortung betraut sein, die Lizenzen für drei geplante Casino-Resorts zu vergeben. In diesem Zusammenhang muss die Behörde die Bewerber aus dem In- und Ausland also erst einmal gründlich unter die Lupe nehmen und anschließend bewerten, welche Unternehmen das beste Gesamtkonzept präsentieren können. Darüber hinaus soll die CMC offenbar eine Art Maßnahmenkatalog ins Leben rufen, mit welchem die Richtlinien für das verantwortungsbewusste Spiel für den japanischen Markt aufgestellt werden können. Überprüfen soll die Behörde zudem das laufende Geschäft der Unternehmen – zum Beispiel hinsichtlich der Prävention, der Geldwäsche oder der Korruption.

Bis hier die ersten Arbeitsschritte in die Tat umgesetzt werden können, wird allerdings ebenfalls ein bisschen Zeit ins Land gehen. Die CMC wartet ihrerseits erst einmal darauf, dass von der Regierung verschiedene Grundsätze festgelegt werden, an denen sich die Richtlinien der künftigen Glücksspielbehörde dann orientieren können. Ohnehin ist auch noch überhaupt nicht klar, wo genau die Resorts eröffnet werden sollen.

Wo sollen die Resorts stehen?

Dass bisher noch nicht zu 100 Prozent geeignete Standorte gefunden werden konnten, liegt zum großen Teil auch an der japanischen Bevölkerung. Da das Glücksspiel hier historisch nie richtig verankert war, stehen viele Einwohner einem Casino in der Nachbarschaft skeptisch gegenüber. Trotz zu erwartender Arbeitsplätze, höherer Steuereinnahmen und einer stärkeren Wirtschaft haben sich daher schon vor der Ausschreibung viele Bürgermeister dazu entschlossen, auf ein Casino in ihrem Bezirk zu verzichten. Unterstützt werden diese laut einer Umfrage der Japan Times von einem großen Teil der Bevölkerung. So ergab die Umfrage, dass mehr als die Hälfte der befragten Japaner und Japanerinnen auf eine Legalisierung der Casinos verzichten könnte. Immerhin 30 Prozent gaben an, dass sie ein Casino durchaus befürworten würden – allerdings nicht in der eigenen Kommune. Lediglich 26,6 Prozent der Befragten hätten demnach erklärt, dass sie eine Legalisierung der landbasierten Casinos befürworten würden. Wiederum 63 Prozent dieser Zustimmer gaben zudem an, dass sie ein Casino in ihrem Bezirk unterstützen würden. Die größte Angst der Japaner im Zusammenhang mit der Casino-Legalisierung liegt demnach in der Befürchtung, dass sich die öffentliche Sicherheit durch die Casinos verschlechtern würde.

Glücksspielriesen scharren mit den Hufen

Bis zum endgültigen Start der Casinos dürften laut Experten ohnehin noch ein paar Jahre vergehen. So wird geschätzt, dass hier vor 2025 kein Casino seine Türen öffnen wird. Zunächst einmal muss ein geeigneter Standort gefunden werden, wobei hier immerhin schon ein paar Metropolen in der engeren Wahl sind. Das wiederum hat die Aufmerksamkeit zahlreicher Glücksspielriesen nach Japan gelenkt. Gerüchten zufolge soll zum Beispiel das Unternehmen Las Vegas Sands sehr stark an den Standorten Tokio und Yokohama interessiert sein. Andere Branchengrößen, wie zum Beispiel die MGM Resorts, Caesars Entertainment oder Hard Rock fokussieren sich wiederum offenbar stärker auf die Standorte in Osaka und Nagasaki. So oder so wird es hier ein hartes Rennen zwischen den Größen geben, die in Japan offenbar allesamt die Chance auf große Geschäfte wittern.

Besonders gut wird von Experten der Standort Osaka bewertet. Hierbei handelt es sich um die drittgrößte Stadt Japans, die sich in der Region Kansai befindet. Allein in dieser Region leben mehr als 19 Millionen Einwohner und damit gut 15 Prozent der Gesamtbevölkerung Japans. Darüber hinaus können sich die Unternehmen hier auf einen erstklassigen Zulauf an Touristen freuen, denn Kansai ist ein echter Hotspot. Allein 2017 waren hier mehr als elf Millionen Besucher aus Übersee zu Gast. Mit einem neuen Casino-Resort dürfte diese Anzahl noch einmal steigern. Experten erwarten so, dass die Einnahmen in Osaka durch das Casino-Resort jedes Jahr bei mehr als fünf Milliarden US-Dollar betragen könnten.

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nan
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Der Beitrag wurde am 31.10.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , veröffentlicht.
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