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Kein Casino-Resort für Yokohama

Im Jahr 2018 hat die japanische Regierung den Beschluss gefasst, für das ganze Jahr drei Casino-Resorts zu genehmigen. Seit dieser Zeit gab es viele aufregende Nachrichten, welcher Glücksspielanbieter sich für die Resorts bewarb und wer diese auch wieder zurückzog. Nun gibt es die offizielle Meldung, dass Yokohama kein Resort zulässt.

Die japanische Stadt Yokohama mit dem Mount Fuji im Hintergrund.

Yokohama zieht ihre Bewerbung für ein Casino-Resort zurück. Laut neuem Bürgermeister übt die Bevölkerung eine zu starke Kritik. (©auntmasako/Pixabay)

Gefahr der Spielsucht wird als zu hoch eingeschätzt

Wie kommt es, dass eine Stadt gegen ein Casino-Resort ist, obwohl dies die Regierung ermöglicht hätte? Das hat einen besonderen Grund: Die Einwohner Yokohamas befürchten, dass durch ein Casino-Resort die Spielsucht in der Stadt ansteigt. Natürlich kann dies immer passieren, aber in dem Resort wären auch Geschäfte, Restaurants und weitere Einrichtungen platziert worden. Somit hätten die Einwohner einen wesentlich höheren Profit erlebt, als nur den Genuss von Glücksspielen.

Andererseits hätten sich auch Touristen über das Casino-Resort gefreut und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Casino-Resort die Touristen angelockt hätte. Daraus hätte die ganze Stadt einen Nutzen erzielt. Allerdings gab es bei der Bürgermeisterwahl vor einem Monat eine überraschende Wendung: Takeharu Yamanaka hat die Wahl gewonnen und nun offiziell erklärt, dass er die Bewerbungen für das Resort einstellt. Der neue Bürgermeister gewann die Wahl, da sich die bisher amtierende Bürgermeisterin für das Casino eingesetzt hatte. Dafür erhielt sie ausreichend Kritik, was sich deutlich im Ergebnis der Wahl niederschlug.

Es gibt einen weiteren Politiker, der sich für das Casino-Resort positionierte und nicht mehr im Amt ist: Suga wurde von Yokohama ins Repräsentantenhaus gewählt. Allerdings hat er inzwischen seinen Rückzug angekündigt, nachdem die Bevölkerung viel Kritik am Umgang mit der Corona-Pandemie übte.

Weitere potentielle Standorte halten ihr Interesse aufrecht

Die japanische Regierung hatte drei Casino-Resorts genehmigt. Hierbei hatte sich jedoch ein kleines Problem ergeben: Es hatten sich mehr als drei Städte für das Casino-Resort beworben. Nach dem Rücktritt Yokohamas erhöhen sich die Chancen der anderen Städte, den Zuschlag zu erhalten. Bislang haben weitere Städte/Präfekturen ihr Interesse bekundet:

  • Osaka
  • Wakayama
  • Nagasaki

Ursprünglich hatten mehrere Präfekturen bekanntgegeben, dass sie ein Casino Resort betreiben möchten. Ein Beispiel stellt die Stadt Chiba dar, die bereits im letzten Jahr ihre Bewerbung um ein Casino-Resort zurückgezogen hat. Zu diesem Zeitpunkt war die Stadt mit dem Wiederaufbau nach einer Naturkatastrophe beschäftigt. Ähnlich verhält es sich mit der Stadt Hokkaido, die sich zuerst für ein Resort interessierte, das Interesse aber sehr schnell wieder zurücknahm.

Ein weiteres Problem könnte manchmal den Ausschlag geben, wenn eine Präfektur ihr Interesse zurücknimmt: Im nächsten Jahr beginnt die Phase, bei der sich die Städte zusammen mit einem Glücksspielanbieter um das Casino-Resort bewerben können. Das bedeutet jedoch, dass sich jede Stadt zuerst um einen Glücksspielanbieter als Partner bemühen muss. So einfach dies am Anfang aussah, so einfach ist es inzwischen nicht mehr. Viele wichtige Glücksspielanbieter haben ihre Bewerbung wieder zurückgenommen. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe.

Casinos Austria ist Partner von Nagasaki

Letzten Monat wurde bekanntgegeben, dass Casinos Austria den Zuschlag als Partner für Nagasaki erhielt. Mitwerber waren Partouche und Mohegan Sun. Beide dieser Unternehmen weisen eine langjährige Erfahrung im Betrieb von Casino-Resorts auf und wären ebenfalls sehr gut geeignet gewesen. Umso erfreulicher ist es für Casinos Austria, dass sie den Zuschlag erhielten. Weitere Partner von Nagasaki sind beispielsweise die Hotelgruppe Hyatt. Geplant ist derzeit ein Casino-Resort mit einer Spielfläche von 9.000 m², auf der mehr als 2000 Spielautomaten und mehr als 200 Casinotische betrieben werden sollen. Zusätzlich gibt es acht Hotels und Konferenz- und Ausstellungsräume.

Im Grunde genommen ist nicht Casinos Austria, sondern Casinos Austria International der Sieger. Hierbei handelt es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Casinos Austria. Sie besteht seit 1977 und konnte bereits zahlreiche Projekte erfolgreich umsetzen. Diese befanden sich vorrangig in Europa und in Australien. Hierbei hat sich das Unternehmen nicht nur auf den Betrieb eigener Casinos konzentriert. Die CAI hat auch einige Casinos gemanagt und eine finanzielle Beteiligung an anderen Casinos aufrechterhalten. All dies könnten Gründe sein, weshalb dieses Unternehmen als Sieger hervorging.

Wie sieht es mit anderen Bewerbern aus?

Nach dem Beschluss für drei Casino-Resorts für Japan hatten sich weltweit bekannte Casinobetreiber beworben. Einige dieser haben jedoch aus verschiedenen Gründen ihr Interesse wieder zurückgezogen:

Der amerikanische Glücksspielanbieter Sands hat bereits im Mai 2020 seine Bewerbung zurückgezogen. Ein Casino-Resort in Japan hätte zu dem Vorhaben von Sands gepasst, ihre Geschäfte in Asien auszubauen. Den Grundstein hierfür hat Sands bereits gelegt, indem die Immobilien in Las Vegas verkauft wurden. Japan kam für Sands jedoch aufgrund der kurzen Lizenzlaufzeit nicht mehr infrage.

Der Glücksspielkonzern Caesars hat ebenfalls bereits zu Beginn der Bewerbungsphase seinen Rücktritt angekündigt. Dieses Unternehmen möchte sich auf seine Geschäfte in der USA konzentrieren. Wynn, Genting und Galaxy Entertainment Group sind ebenfalls keine potentiellen Betreiber der Casino-Resorts mehr.

Die nächste Zeit wird somit sehr spannend werden, da aufgrund der weiterhin vorherrschenden Corona-Pandemie womöglich weitere Interessenten abspringen. Ein weiteres Hindernisse könnte die „kurze“ Laufzeit von zehn Jahren sein, die zudem mit einer siebenjährigen Probezeit verbunden ist. Andere Länder wie Macau vergeben Lizenzen von mehreren Jahrzehnten.

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Der Beitrag wurde am 17.9.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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