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Las Vegas Sands: Quartalsbericht vorgelegt

In den letzten Tagen war es wieder einmal soweit und das Glücksspielunternehmen der Las Vegas Sands Corporation hat seine Quartalszahlen für das dritte Quartal dieses Jahres vorgelegt. Generell sind die Zahlen nicht gerade überragend, wobei Casino-Boss Sheldon Adelson aber Besserung verspricht. Das Ass im Ärmel des CEOs ist dabei offenbar der asiatische Markt, wo es laut Adelson in den kommenden Jahren richtig rundgehen dürfte.

Das Marina Bay Sands und der Singapur River.

So wie das Marina Bay in Singapur sollen sich auch die künftigen Projekte von Las Vegas Sands in Asien zum Erfolg entwickeln. (©pixabay)

Zahlen nicht berauschend

Das Glücksspielunternehmen der Las Vegas Sands Corporation hat vor wenigen Tagen seinen Finanzbericht für das drittel Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019 veröffentlicht. Die Zahlen lassen durchaus aufmerksam werden. Nach einem jahrelangen Wachstum scheint sich der Trend zumindest in den letzten drei Monaten eher gegenläufig entwickelt zu haben. Wie aus dem Bericht hervorgeht, seien in diesen drei Monaten so lediglich rund 3,25 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet worden. Das Unternehmen muss damit einen Rückgang in Höhe von 3,6 Prozent in Kauf nehmen. Ebenfalls nicht sonderlich gut entwickelt hat sich das operative Einkommen. Dieses hat um rund 2,50 Prozent eingebüßt und liegt auf einem Wert von rund 899 Millionen US-Dollar. Noch stärker abgenommen hat demnach das Netto-Einkommen, welches um 4,30 Prozent auf 669 Millionen US-Dollar gesunken ist.

Insgesamt also keine Werte, mit denen das Unternehmen sonderlich zufrieden sein kann. Das gilt auch für den CEO Sheldon Adelson, der in der Vergangenheit aufgrund von einer Krebserkrankung kaum mehr öffentlich in Erscheinung getreten ist. Obwohl Adelson mit den Zahlen nicht zufrieden sein kann, gibt sich der Boss insgesamt zuversichtlich.

Boss setzt auf den asiatischen Markt

Die Gründe hierfür liegen vor allem im asiatischen Markt, auf dem der 85-Jährige offenbar ganz besonders gute Chancen für angenehme Geschäfte sieht. Einen großen Fokus möchte man dabei offenbar auch auf den neuen Markt in Japan legen und diese „offensiv“ angehen. So erklärte Adelson:

“Wir sind weiterhin begeistert von den zukünftigen Wachstumsmöglichkeiten in Asien. Im nächsten Jahr werden wir mit der Eröffnung der Grand Suites im Four Seasons Macao und dem Londoner Tower Suites etwa zwei Millionen Quadratfuß luxuriöser Suiten auf dem CotaiStrip eröffnen. Zusätzlicher Tourismus und Unterhaltungsangebote des The Londoner Macao werden zudem in den Jahren 2020 und 2021 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. In ferner Zukunft wird zudem die Erweiterung des Marina Bay Sands in Singapur unsere Suite-Kapazitäten um rund 40 Prozent erhöhen, zusätzlich wollen wir eine hochmoderne Unterhaltungsarena einführen (…). Wir werden auch weiterhin die Entwicklungsmöglichkeiten in neuen Märkten, einschließlich in Japan, offensiv verfolgen.“

Problem: Macau entwickelt sich zum Flop

Grundsätzlich scheint Adelson also energisch und überzeugt, dass man in den kommenden Jahren in Asien so richtig durchstarten kann. Nicht ganz dieser Meinung sind wiederum Wirtschaftswissenschaftler, welche sich in den letzten Jahren und Monaten mit der Entwicklung der Casino-Umsätze in Macau beschäftigt haben. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Umsätze noch in diesem Jahr um bis zu drei Prozent verschlechtern werden. Gründe hierfür sollen unter anderem die angeschlagene Wirtschaft und ein neuerlicher Rückgang bei den Highrollern sein. Für die Las Vegas Sands Corporation bedeutet dies schon jetzt einige Probleme in Macau, wo die Tochter Sands China ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal in Kauf nehmen musste. Einziger Hoffnungsschimmer bleibt damit in Asien das Marina Bay Sands in Singapur, wo die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um stattliche 27 Millionen US-Dollar gesteigert werden konnten.

Dennoch wird der asiatische Markt zunehmend kritisch von Experten betrachtet. Unklar ist zum Beispiel, wie sich der Handelskonflikt zwischen China und den USA auf die Lizenzen von US-Unternehmen in Macau auswirkt. Zahlreiche Lizenzen laufen hier in den kommenden Monaten aus, unter Experten gilt eine Verlängerung keinesfalls als sicher. Möglicherweise, zumindest besteht die Gefahr, setzt Adelson hier also zur falschen Zeit auf das falsche Pferd.

Japan als große Ass im Ärmel?

Auch wenn Boss Adelson derzeit eine andere Meinung vertritt, muss Macau der Status als möglicher Rettungsanker nach den letzten Entwicklungen wohl erst einmal entzogen werden. Macht aber nichts, denn der CEO legt seinen Fokus auch noch auf einen anderen Teil Asiens. Große Hoffnungen werden auf den japanischen Markt gelegt, der allerdings erst noch entstehen muss. Jüngst teilten die Behörden mit, dass man eine entsprechende Glücksspielbehörde in Leben rufe, welche künftig zum Beispiel über die Lizenz-Anträge der Unternehmen entscheide. Darüber hinaus wird die Behörde auch mit der Kontrolle des laufenden Geschäfts beauftragt sein und sicherstellen, dass alle Vorgaben zur Geldwäsche oder dem Spielerschutz umgesetzt werden. So weit, so gut. Was allerdings zunächst vielversprechend klingt, ist vor allem Zukunftsmusik. Experten rechnen damit, dass in Japan kein neues Casino vor 2025 eröffnen kann. Das wären immerhin noch mehr als fünf Jahre, die Las Vegas Sands ohne möglichen Fortschritt in Asien überstehen muss.

Ganz von Ungefähr kommt die Einschätzung der Experten natürlich nicht. In der Tat geht der gesamte Legalisierungsprozess nur enorm langsam voran. Die neue Regulierungsbehörde soll ab Januar 2020 ihren Dienst aufnehmen. Zuvor müssen allerdings noch Richtlinien der Regierung in Tokio festgelegt werden, an denen sich die künftigen Glücksspielrichtlinien orientieren können. Ebenso fehlt es laut japanischen Medien auch noch an zuständigen Top-Managern, welche die Leitung der Behörde übernehmen sollen. Diese müssen nach einem Vorschlag erst einmal durch das Parlament in Tokio bestätigt werden. Abschließend gibt es zudem auch noch Probleme bei der Standortwahl. Noch ist nicht ganz klar, wo genau die insgesamt drei Casino-Resorts im Lande errichtet werden sollen. Auch hier zeichnet sich übrigens ein interessanter Trend ab. Las Vegas Sands ist nahezu das einzige Unternehmen, welches sich für einen Standort in Tokio interessant. Mitbewerber, wie zum Beispiel Hard Rock, MGM oder Caesars, bevorzugen wiederum die Stadt Osaka. Es bleibt also auch hier wieder aus Sands-Sicht zu hoffen, dass man nicht auf das falsche Pferd setzt.

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Der Beitrag wurde am 30.10.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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