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Malta: Glücksspielbehörde testet Krypto Casinos

Es ist kein Geheimnis, dass die sogenannten Kryptowährungen wie der Bitcoin und Co. in den letzten Jahren enorm an Bedeutung zulegen konnten – und das in jeglicher Hinsicht. Eingesetzt werden die Coins schon länger nicht mehr nur für den Handel oder Einkauf, sondern auch zum Spielen in Online Casinos. Was bislang allerdings bei Anbietern aus Malta nicht möglich war, soll in Zukunft geändert werden. Und so hat die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde jetzt eine Testphase gestartet, mit der die Markttauglichkeit von Kryptowährungen in den Casinos geprüft werden soll.

Krypto Casinos Bitcoin.

Bald sollen Spieler mit dem Bitcoin und Co. in maltesischen Online-Casinos zahlen können.

Ankündigung erfolgte auf der SiGMA 2018

Bereits seit geraumer Zeit sind die Krypto Casinos in der Spielerbranche ein handfester Trend, der sich in den letzten Jahren und Monaten einer immer stärker werdenden Beliebtheit erfreuen konnte. Bislang allerdings konnten Spieler ihre Einsätze in Form von Bitcoin und Co. nur dort platzieren, wo eine Lizenz aus Curacao vorhanden war. In Zukunft soll sich das ändern, denn die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde hat Anfang Januar 2019 eine Testphase für die sogenannte Distributed Ledger Technologie (DLT) in den Online Casinos gestartet. Angekündigt wurde diese bereits auf der Fachmesse SiGMA im Oktober 2018, der offizielle Start der zunächst zehnmonatigen Testphase war dann der 1. Januar 2019.

Alle Unternehmen, die auf Malta ansässig sind und von der MGA lizenziert werden, können sich bei der Behörde melden und hier eine Erlaubnis für das Anbieten einer alternativen Zahlungsmethode einholen. Genau so läuft es aktuell auch dann ab, wenn eine reguläre Bezahlmethode im Portfolio eines Casinos aufgenommen werden soll. Um welche Kryptowährung es sich dabei handelt, ist den Anbietern ganz allein überlassen. Geprüft werden die Währungen von der maltesischen Finanzaufsichtsbehörde, welche zum Beispiel darauf Wert legt, dass es sich um eine dezentrale Währung handelt, die von keiner Organisation oder Regierung kontrolliert wird. Darüber hinaus können die Anbieter auch frei entscheiden, ob sie lediglich die Kryptowährungen als Zahlungsmethode anbieten wollen oder stattdessen auf eine Mischung aus Kryptowährungen und regulären Zahlungsoptionen zurückgreifen.

Gesetzliche Hürden in der Testphase überschaubar

Obwohl die erste von insgesamt zwei Testphasen für einen Zeitraum von zehn Monaten angesetzt ist, behält sich die Behörde vor, diesen Testzeitraum zu verlängern. Während der Testphase können die Anbieter recht problemlos arbeiten und müssen kaum gesetzliche Beschränkungen beachten. Das ist der Behörde auf Malta enorm wichtig, um so mögliche kreative Entwicklungen nicht im Vorfeld einzudämmen. Dennoch müssen ein paar Dinge beachtet werden. Hierzu gehört zum Beispiel, dass die Anbieter einer Berichterstattungspflicht unterliegen und dementsprechend bei der Behörde Meldung machen müssen. Zusätzlich dazu sind die Unternehmen natürlich an alle Vorgaben zum Spieler- und Jugendschutz gebunden. Spieler müssen beachten, dass sie möglicherweise nachweisen können müssen, woher sie ihr eingesetztes Kryptovermögen haben. Gleichzeitig dürfen in der Testphase auch nur maximal 1.000 Euro pro Monat eingesetzt werden.

Auf Seiten der maltesischen Lotterie- und Glücksspielbehörde erklärte man, dass man künftig einen Platz an der Spitze des Krypto-Trends einnehmen wolle und gleichzeitig auf der Suche nach einer passenden Regulierung sei. Heathcliff Farrugia, der CEO der MGA erklärte in einem Statement: „Virtuelle Finanzanlagen und die Distributed Ledger Technologie, die ihnen zugrunde liegt, sind ein neues Phänomen mit hohem Veränderungspotenzial im Zeitalter von Technologie und digitalen Transaktionen. Der Hype um ihr Potenzial war gigantisch, auch im Hinblick auf Gaming als eine der möglichen Zielbranchen, die von den Finanzanlagen und digitalen Währungen profitieren kann. Die Strategie der maltesischen Glücksspielbehörde zielt darauf ab, einen Platz an der Spitze dieses Trends einzunehmen und gleichzeitig eine vernünftige Regulierung für dieses hochsensible Thema zu finden.“

Große Hoffnungen in den neuen Branchenzweig

Gerade weil ein Großteil aller Spieler in der EU auf die Casinos aus Malta zurückgreift, sieht die Behörde in der Zulassung der Kryptowährungen ein enorm großes Potenzial. Das ergänzte auch Farrugia in seinem Statement und erklärte: „Ich möchte bei dieser Gelegenheit allen Beteiligten am Projekt danken, die uns geholfen haben, an diesen wichtigen Punkt zu gelangen. Innovation steht im Zentrum unsrer Strategie. Unsere ordnungspolitischen Präferenzen sind so ausgerichtet, dass der Gaming Sektor Wirtschaftswachstum und Innovation generieren kann und gleichzeitig die nötigen Absicherungen gegen soziale und kriminelle Risiken bestehen.“

Festgelegt wurde von der maltesischen Lotterie- und Glücksspielbehörde, dass die Kryptowährung Ethereum künftig als eine Art Leitwährung dienen soll. Das bedeutet im Detail, dass Ethereum immer dann zum Einsatz kommt, wenn keine Umrechnung der Kryptowährung in Euro möglich sein sollte. Gleichzeitig gilt, dass ein Währungstausch von Kryptowährung zu Kryptowährung im Casino nicht möglich ist. Hierdurch möchte die Behörde verhindern, dass sich Kunden lediglich zum Handeln und Tauschen der Coins bei einem Glücksspielanbieter anmelden.

Wie genau der neue Geschäftszweig von den Spielern aufgenommen wird, ist natürlich noch nicht richtig einzuschätzen. Die Vorzeichen allerdings sind erstklassig. Bisher haben die Krypto Casinos große Erfolge verzeichnen können und sind bei Spielern aus aller Welt gefragt. Gerade mit Rahmenbedingungen, die als führend in Europa bezeichnet werden können, dürfte sich der Ansturm auf die Anbieter noch einmal spürbar vergrößern. Zunächst einmal bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die erste Testphase der Behörde gestaltet, die zumindest bis Ende Oktober andauern wird. Möglicherweise geht es dann direkt mit der zweiten Testphase weiter, so dass vielleicht schon kurze Zeit später bereits die ersten Anbieter an den Start gehen könnten. Experten rechnen jedenfalls damit, dass der Großteil der Planung bereits in „trockenen Tüchern“ ist und durch die Testphasen nun nur noch die Feinheiten für die Praxis überprüft werden sollen.

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Der Beitrag wurde am 14.1.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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