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MGA: Enge Kooperation mit KSA

Kaum eine europäische Glücksspielbehörde ist so erfahren wie die Malta Gaming Authority (MGA). Die Behörde ist für zahlreiche Online Casinos zuständig und sorgt dafür, dass auf verschiedenen Märkten gesetzeskonform gearbeitet wird. Von dieser Expertise möchte nun auch die KSA aus den Niederlanden profitieren. Hier sollen die Online Casinos in den kommenden Monaten legalisiert werden. Mit Hilfe der MGA möchten die Behörden des deutschen Nachbarlandes nun die Rahmenbedingungen festlegen.

Eingang zu einem Gerichtsgebäude.

Die Glücksspielbehörden aus Malta und den Niederlanden wollen enger kooperieren. Das dürfte vor allem der niederländischen KSA helfen. (©mbraun0223/Pixabay)

Neuer Trend: Glücksspielbehörden arbeiten zusammen

Die globale Glücksspielbranche ist ein komplexes „Bauwerk“. Zahlreiche Unternehmen sind hier aktiv und müssen auf die Vorgaben ganz unterschiedlicher Regulierungsbehörden achten. In den letzten Monaten haben sich aus diesem Grund immer wieder Kooperationen ergeben, mit denen die Behörden die Märkte noch enger überwachen wollen. Vor einiger Zeit teilten zum Beispiel die Behörden aus Schweden und Gibraltar mit, dass man künftig enger zusammenarbeiten wolle. Nun gehen auch die Glücksspielbehörden der MGA aus Malta und der KSA aus den Niederlanden diesen Schritt. Beide Seiten erhoffen sich von der Zusammenarbeit vor allem die Bekämpfung von illegalen Aktivitäten auf den Glücksspielmärkten. Bekämpft werden sollen zum Beispiel die Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung, aber auch illegale Spielabsprachen oder die Manipulation von Sportveranstaltungen.

Von Seiten der Behörden heißt es, dass künftig noch enger und schneller Informationen ausgetauscht werden sollen. Ebenso wolle man sich an politischen Diskussionen zur Regulierung des Glücksspiels beteiligen und die Gesellschaft vor der Spielsucht und den damit verbundenen Schäden zu schützen. Kurzum: Sowohl auf Malta als auch in den Niederlanden soll der Markt durch die Zusammenarbeit deutlich transparenter und fairer werden. Für das erfahrene MGA dürfte das eher weniger von Bedeutung sein. Hier gelten die Rahmenbedingungen bereits als optimal. Anders in den Niederlanden. Hier läuft derzeit ein Liberalisierungsprozess für das Online Glücksspiel, die Niederlande stecken in den berühmten Kinderschuhen. Die Informationen und das Wissen der maltesischen Kollegen können also Gold wert sein.

Gute Beziehungen werden intensiviert

Besiegelt wird die engere Zusammenarbeit beider Behörden durch ein sogenanntes MoU-Abkommen. Dieses sei laut KSA-Vorsitzendem Rene Jansen die solide Grundlage für die gemeinsame Nutzung von wertvollem Wissen. Zudem würden alle Casino-Betreiber ein Signal erhalten, dass künftig Regulierungsbehörden noch stärker gegen kriminelle Machenschaften vorgehen würden. Ähnliche Töne schlug auch der MGA-Chef Heathcliff Farrugia an. Dieser erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Behörden schon in der Vergangenheit gut gewesen sei und greifbare Ergebnisse hervorgebracht habe. Künftig könne man diese Zusammenarbeit durch das MoU-Abkommen weiter intensivieren.

Große Vorteile erhoffen sich die Niederlande von der Zusammenarbeit vor allem bei der Liberalisierung des eigenen Online-Glücksspielmarktes. Bereits vor einigen Monaten wurde mit der „KSA-Vision-2020“ ein formaler „Fahrplan“ für die Regulierung der Online-Branche vorgelegt. Mittlerweile liegt ein überarbeiteter Entwurf des Gesetzes bei der EU-Kommission in Brüssel vor. Diese wird darüber entscheiden, ob der Entwurf so bedenkenlos durchgesetzt werden kann. Enthalten darin sind unter anderem Vorgaben für die künftigen Lizenznehmer. Diese müssen sich effektiv in der Spielsuchtprävention engagieren, gleichzeitig sollen Kriminalität und Betrug unterbunden, sowie ein angemessener Spielerschutz sichergestellt werden. Dabei gehen die Niederländer durchaus interessante Wege. Glücksspielunternehmen wird es zum Beispiel verboten sein, mit Influencern oder Sportlern zusammenzuarbeiten. Dies soll besonders Jugendliche und Kinder davor bewahren, zu früh mit dem Glücksspiel in Berührung zu kommen.

Strenge Vorgaben, aber keine Öffnung in Sicht

Zugreifen dürfen auf das Glücksspiel in den Niederlanden natürlich nur volljährige Personen. Darauf müssen die Glücksspielunternehmen in ihrer Werbung auch explizit hinweisen. Zusätzlich dazu müssen die Spielerdaten und Kundenkennungen der Spieler gespeichert werden, um diese bei einer möglichen Kontrolle durch die niederländischen Behörden vorzeigen zu können. Die Vorgaben sind also nicht ganz ohne, bislang ist allerdings noch nicht klar, wann genau diese in der Praxis zum Einsatz kommen. Ursprünglich sollte mit der Lizenzvergabe ab dem 1. Juli im kommenden Jahr begonnen werden. Die Marktöffnung wurde auf den 1. Januar 2021 datiert. Beide Zeitpunkte scheinen derzeit allerdings nicht realistisch. Erst vor wenigen Tagen teilte die Regierung mit, dass mit weiteren Verzögerungen zu rechnen ist. Entscheidend wird hierfür auch sein, wann die EU-Kommission die Ratifizierung der Glücksspielreform freigibt.

Bis dahin können die niederländischen Behörden nun die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Malta nutzen, um sich weiter mit wertvollem Wissen einzudecken. Für die Spieler der Niederlande geht es derweil langsam in die heiße Phase. Auch ohne genaues Datum ist ein Ende der „Leidenszeit“ endlich absehbar. Schon bald dürfen diese also in zahlreichen Online Casinos ihre Einsätze platzieren. Bislang war dies nur enorm eingeschränkt möglich. Legal angeboten werden durften Online Glücksspiele nur von staatlichen Vertretern. Die legten den Fokus allerdings vor allem auf den stationären Betrieb. Dementsprechend gering waren die Auswahlmöglichkeiten für niederländische Spieler bisher.

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Der Beitrag wurde am 9.9.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , veröffentlicht.
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