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MGM: Casino-Verkauf an Blackstone

In den letzten Monaten und Jahren wurden immer wieder Gerüchte laut, dass die Spielerstadt Las Vegas so langsam auf ihren Untergang zusteuere – zumindest, was das Glücksspiel betrifft. Jetzt allerdings setzt der Investmentriese Blackstone auf dem Strip ein klares Zeichen. Der Konzern erweitert seinen Einfluss massiv und wird von den MGM Resorts gleich zwei Casinos übernehmen. Dabei handelt es sich um zwei absolute Tophäuser: Das MGM Grand Hotel und das Mandalay Bay Resort & Hotel mitten im Zentrum von Las Vegas. Blackstone hatte mit derartigen Investitionen in der Vergangenheit massiven Erfolg. Entsprechend hellhörig dürften jetzt auch wieder andere Investoren werden.

Das MGM Grand Hotel in Las Vegas mit Werbung für David Copperfield.

Das MGM Grand Hotel kann als eines der Wahrzeichen von Las Vegas bezeichnet werden. Das traditionsreiche Etablissement wird weiterhin von MGM betrieben, gehört allerdings dem Investmentriesen Blackstone. (©RJA1988/Pixabay)

2,5 Milliarden US-Dollar für MGM Grand und Mandalay Bay

Jahrelang waren die MGM Resorts eines der echten Schwergewichte auf dem US-amerikanischen Glücksspielmarkt und speziell in Las Vegas. Das gilt auch im Prinzip noch immer, nur scheint sich der Konzern in den letzten Monaten deutlich umzuorientieren. Das Unterhaltungsunternehmen besitzt noch immer mehrere namhafte Casino-Marken und betreibt Casinos in Las Vegas, New Jersey oder Detroit. Ebenfalls aktiv sind die MGM Resorts zudem auf dem asiatischen Markt. Langer Rede, kurzer Sinn: Die MGM Resorts sind der zweitgrößte Casinobetreiber der Welt. Doch das Portfolio dünnt sich immer stärker aus. Jüngst mitgeteilt wurde zum Beispiel, dass ein Joint Venture jetzt zwei Immobilien auf dem Strip in Las Vegas aus dem Portfolio kaufen wird.

Im Detail handelt es sich hierbei um das MGM Grand und die Mandalay Bay Resorts und Casinos, die für einen Betrag von rund 2,5 Milliarden US-Dollar in die Hände des Investmentkonzerns Blackstone übergehen. Blackstone erweitert damit seinen Einfluss in Las Vegas deutlich, auch wenn der Kauf zusammen mit einem anderen Partner der MGM-Resorts gestemmt wird. Blackstone und die MGM Resorts – da war doch was? Richtig. Bereits vor wenigen Monaten hatte der Konzern schon einmal zugeschlagen und das Bellagio Hotel und Casino von den MGM Resorts übernommen. Kaufpreis damals: Rund 4,25 Milliarden US-Dollar.

Blackston setzte Statement durch Übernahmen

Bereits die Übernahme des Bellagios sorgte damals durchaus für aufgeregte Schlagzeilen. Auch deshalb, weil der Ruf von Las Vegas als Spielerstadt Nummer eins in den letzten Jahren immer mehr ins Wanken geraten ist. Zwar ist die Metropole in den USA für Glücksspiel noch immer die erste Adresse, es hat sich jedoch eine Menge geändert. Die Casino-Branche bekommt international kräftig Konkurrenz, da immer mehr Länder eigene Regularien ins Leben rufen – und so auch den Weg für Spielcasinos ebnen. Zusätzlich dazu ist Las Vegas nicht ganz unwesentlich von einer Gesetzesänderung im Sportwetten-Bereich betroffen. Das generell Wettverbot für die restlichen Bundestaaten wurde aufgehoben. Diese können also selbst bestimmen, ob Sportwetten innerhalb ihrer Grenzen legal platziert werden dürfen. Die meisten Bundestaaten sind dafür und so verliert Vegas hier zweifelsohne einige Kunden. Auch deshalb macht sich die Stadt in diesen Zeiten mehr und mehr daran, alternative Highlights neben dem Glücksspiel bieten zu können.

Dass Blackstone jetzt innerhalb von kürzester Zeit wieder auf dem Strip zuschlägt, darf dabei allerdings durchaus als starkes Signal für die Glücksspielbranche bewertet werden. Blackstone hatte in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren immer ein gutes Näschen und dürfte die Hoffnungen vieler in Las Vegas auf bessere Zeiten anfeuern. Oder warum sonst würde ein so cleverer Investmentriese wieder in Las Vegas zukaufen?

MGM Resorts verfolgen neue „Asset-Light-Strategie“

Warum sich die MGM Resorts immer mehr von ihren Etablissements verabschieden, ist hingegen recht einfach zu begründen. Der Konzern spricht in diesem Zusammenhang von einer „Asset-Light-Strategie“. Jim Murren, der Vorsitzende und CEO von MGM erklärte gegenüber der „Financial Times“:

“Diese Ankündigungen sind ein Meilenstein in der Durchführung der von der Firma bereits vorher kommunizierten Asset-Light-Strategie, welche eine branchenführende Bilanz und eine starke freie Cashflow-Generierung ermöglichen wird, um den MGM Resorts eine erhebliche strategische Flexibilität zu bieten und für die Aktionäre fortlaufend neuen Wert zu generieren.“

Allerdings gilt es als allgemein bekannt, dass die Resorts nicht unbedingt alleine auf diese Idee gekommen sind. Stattdessen wuchs der Druck der Aktionäre, die gerne ein paar Verkäufe sehen wollten. Diese sollen sie jetzt bekommen. Neben den genannten Verkäufen steht auch der Verkauf des Circus Circus bevor. Dieses möchten die MGM Resort an den Unternehmer Phil Ruffin verkaufen. Insgesamt sind so mit Einnahmen im Wert von rund 8,2 Milliarden US-Dollar durch die Verkäufe zu rechnen. Gegenüber „Bloomberg“ erklärte Murren:

“Die Casinobranche entwickelt sich und wir glauben, dass der beste Einsatz unseres intellektuellen Kapitals die Konzentration auf Sport, Live-Unterhaltung und den Abbau von Fremdverbindlichkeiten ist.“

Betreiben werden die MGM Resorts die Hotel-Casinos nach dem Verkauf an Blackstone allerdings weiterhin. Es soll sich um eine Art Leasingdeal handeln. Zwar gehören die Casinos nicht mehr den MGM Resorts, sollen aber für einen Preis von rund 292 Millionen US-Dollar jährlich an diese vermietet werden. Es handelt sich dabei laut Medienberichten allerdings nur um einen Anfangspreis. Dieser dürfte in den kommenden Jahren also durchaus steigen.

Auch das Harrah’s Casino soll verkauft werden

Verkaufspläne im stationären Betrieb betreffen derzeit allerdings nicht nur den Strip in Las Vegas. Auch aus Reno sind derzeit interessante Mitteilungen zu vermelden. Diese drehen sich um das traditionsreiche Harrah’s Casino in Reno, welches bereits seit den 1970er-Jahren existiert. Die Einnahmen der Casino in Reno sind in den letzten Jahren allerding massiv gesunken. Aus diesem Grund soll das Resort für rund 50 Millionen US-Dollar an die CAI Investments aus Las Vegas verkauft werden. Verdienen würden an diesem Verkauf sowohl die Caeasars Entertainment Corp. als auch die VICI Properties. Letzte sollen gut 75 Prozent der Erlöse erhalten, Caesars hingegen 25 Prozent. Schade für alle Glücksspielfreunde: Der neue Eigentümer scheint den Glücksspielmarkt in Reno als nicht mehr attraktiv genug zu erachten und plant offenbar eine andere Verwendung. Gespielt werden soll im traditionsreichen Casino aber noch bis zum dritten oder vierten Quartal 2020.

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Der Beitrag wurde am 25.1.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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