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MGM Resorts: Verkauf von Bellagio & Circus fix

Die MGM Resorts sind derzeit auf gleich mehreren „Baustellen“ gefragt. Zum einen wurde eine Entschädigungszahlung für die Opfer des Amoklaufs im Jahr 2017 vereinbart, zum anderen befinden sich die Pläne für ein eigenes Casino-Resort in Japan in einem fortgeschrittenen Zustand. Der Glücksspielriese braucht hierfür allerdings eine Menge Geld – rund zehn Milliarden US-Dollar sollen in Japan investiert werden. Und dieses Geld soll nun unter anderem durch die Verkäufe vom bekannten Bellagio und dem Circus Cirucs in die Kasse gespült werden.

Das MGM Grand in Las Vegas

Das MGM Grand wird weiterhin im Besitz der MGM Resorts bleiben. Anders sieht es beim berühmten Bellagio und dem Circus Circus aus. Diese werden im Zuge der zunehmenden Digitalisierung verkauft. (©pixabay)

Circus Circus für rund 825 Millionen US-Dollar verkauft

Bereits seit geraumer Zeit hielten sich die Gerüchte, dass die MGM Resorts einen Verkauf mehrerer bekannter Casino-Resorts anstreben. Diese Gerüchte wurden jetzt nicht nur offiziell bestätigt, es wurde gleichzeitig auch der angepeilte Verkauf vermeldet. Eines der begehrten Objekte war dabei das Circus Circus. Bereits 1968 wurde das traditionsreiche Resort gegründet, 2005 ist dies in den Bestand der MGM Resorts übergegangen. Künftig allerdings ist mit Phil Ruffin ein neuer Besitzer für die Abläufe und den Alltag zuständig. Ruffin gilt als Immobilien-Tycoon und Freund von US-Präsident Donald Trump. Darüber hinaus hatte Ruffin bereits vor einigen Jahren das Treasure Island Resort ebenfalls von den MGM Resorts übernommen.

Für das Circus Circus muss Ruffin mit rund 825 Millionen US-Dollar tief in die Tasche greifen. Allerdings berichten die US-Medien hier von einer geteilten Zahlung. So werden 662,5 Millionen US-Dollar sofort fällig, die restlichen 162,5 Millionen müssen erst im Jahr 2024 gezahlt werden. Ruffin erklärte, dass er sich freue, das Circus Circus als traditionsreiches Casino in seinen Bestand aufzunehmen. Dieser ist beachtlich und umfasst unter anderem auch das Trump International Hotel Las Vegas, welches Ruffin gemeinsam mit dem US-Präsidenten besitzt. Die Forbesliste schätzt das Vermögen des Geschäftsmannes auf rund 2,7 Milliarden US-Dollar. Gut möglich, dass dieses durch den Zukauf des Circus Circus noch weiter anwachsen wird.

Bellagio Verkauf: Abschied eines Aushängeschildes

Für weitaus größere Schlagzeilen hat in diesen Tagen im Zusammenhang mit den MGM Resorts allerdings ein anderer Deal gesorgt. Wie bekannt wurde, wird das bekannte Bellagio in die Hände des Hedgefonds Blackstone gehen. Der Konzern legt hierfür rund 4,25 Milliarden US-Dollar auf den Tisch und bekommt damit eines der bekanntesten Hotel-Resorts am gesamten Strip. Bereits 1998 eröffnete Steve Wynn den prominenten Bau, der zwei Jahre später in den Bestand der MGM-Gruppe übernommen wurde. Mit mehr als 3.900 Zimmern und einem Casino von gut 11.000 Quadratmetern ist das Bellagio zudem eines der größten Hotels am Strip. Zu besonderer Bekanntheit gelangte dieses durch die Filmreihe „Oceans“, gleichzeitig aber auch durch den berühmten Poker-Raum „Bobby’s Room“. Hier sind ausschließlich Highroller aktiv, die für einen Buy-In mindestens 20.000 US-Dollar auf den Tisch legen müssen.

Betrieben wird das Bellagio trotz des Verkaufs allerdings weiterhin von den MGM Resorts. Das Unternehmen betonte, dass der Besitzerwechsel keinen Einfluss auf das operative Geschäft habe. Gäste seien nicht betroffen, ebenso müssten keine Angestellten um ihre Arbeitsplätze zittern. Der Grund für das Fortlaufen der Betreiberrolle ist ein Back-Lease-Vertrag zwischen beiden Unternehmen. Die Resorts haben das Bellagio zwar verkauft, leasen bzw. mieten dieses aber für einen jährlichen Betrag von gut 245 Millionen US-Dollar.

Warum verkauft MGM seine Casinos?

Der eine oder andere Leser fragt sich an dieser Stelle möglicherweise, warum die MGM Resorts ausgerechnet eines der bekanntesten Casinos aus dem eigenen Bestand verkaufen. Gleichzeitig bleiben nach den Verkäufen auch nur noch wenige landbasierte Betriebe üblich – darunter unter anderem das MGM Grand. Der Grund für die Veränderungen liegt in einer Neuausrichtung des Unternehmens. Der Konzern betonte, dass man sich in den letzten Monaten dazu entschlossen habe, das eigene Angebot neu auszurichten. Stärkeren Fokus möchte man so vor allem auf die Digitalisierung legen, auch um Kosten für den Betrieb von großen Casinos einzusparen. Zusätzlich dazu sieht der Konzern seine Zukunft in den USA laut eigener Aussage vor allem im Sportwetten-Bereich. Bereits 2015 wurde mit den MGM Growth Properties LLC zudem ein weiteres Unternehmen ins Leben gerufen, in dessen Bestand die Casinos Schritt für Schritt übergegangen sind. Der Mutterkonzern möchte sich auf diese Weise mehr und mehr von der Rolle des Betreibers lösen. Gleichzeitig wird die finanzielle Unterstützung aber auch an anderer Stelle benötigt. Die rund fünf Milliarden US-Dollar aus den neuen Verkäufen sollen keinesfalls auf die „hohe Kante“ gelegt werden. Stattdessen planen die MGM Resort wieder eine Investition in der landbasierten Industrie. Jetzt allerdings nicht in den USA, sondern in Japan.

Druck der Aktionäre wurde spürbar größer

In Osaka planen die MGM Resorts ein neues Casino, für das eine Investition von gut zehn Milliarden US-Dollar fällig werden dürfte. Ein wenig „Erspartes“ wird also zusätzlich zum Verkauf ebenfalls noch dran glauben müssen. Darüber hinaus teilte der Konzern jüngst mit, dass man auch die Aktionäre belohnen wolle und deshalb einen Teil der Einnahmen an diese ausschütte. Das ist aber wiederum auch dringend notwendig, denn die Investoren waren zuletzt zunehmend kritischer geworden. Viele von ihnen forderten bereits seit langer Zeit eine Neu-Ausrichtung des Portfolios, um insbesondere im digitalen Glücksspiel schlagkräftig aufgestellt zu sein. Jim Murre, der Vorstandsvorsitzende der Resorts, erklärte hierzu in einem Statement:

“Die Transaktionen erhöhen die strategische und operative Flexibilität des Unternehmens und stärken seinen Einsatz für gezielte neue Wachstumschancen, einschließlich der Sicherung und Investition in eine der integrierten Resort-Lizenzen in Japan und der Entwicklung hin zu einem Branchenführer für Sportwetten in den Vereinigten Staaten.“

Klare Formulierungen also von Murren, denen jetzt erst einmal Taten folgen müssen. Klar ist: Die Resorts gehen ein horrendes Risiko ein und müssen jetzt im digitalen Geschäft tatsächlich liefern. Gelingt das nicht, bleiben als „Rettungsanker“ mit dem MGM Springfield (Massachusetts) und dem MGM Grand lediglich noch zwei stationäre Betriebe. Zu den besten Online Casinos

nan
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Der Beitrag wurde am 24.10.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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