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Novomatic: Gute Bilanz & wichtige Expansion

Nicht für alle Glücksspielunternehmen verlief das Jahr 2018 wirklich erfolgreich. Die Gründe hierfür sind ganz unterschiedlicher Natur und liegen zum Beispiel einfach in wirtschaftlichen Problemen im Zielland, mangelndem Interesse der Spieler oder gesetzlichen Beschränkungen. Trotz dieser zahlreichen Hürden gibt es allerdings auch Glücksspielunternehmen, für die 2018 als erfolgreiches Jahr in die Geschichtsbücher eingetragen werden kann. Eines davon ist wieder einmal der österreichische Konzern Novomatic. Und dort, wo das Jahr 2018 aufgehört hat, fängt es in Gumpoldskirchen auch wieder an – verkündet wurde gerade erst eine neue Expansion im indo-pazifischen Raum.

Novomatic Konzerngebäude

Novomatic hat in den vergangenen Tagen eine ansprechende Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Zudem vermeldeten die Österreicher eine Expansion im indo-pazifischen Raum. © Novomatic.

Umsatz um über zehn Prozent angehoben

Der österreichische Spiele-Entwickler Novomatic hat vor wenigen Tagen seine bilanz für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlich. Fast schon erwartungsgemäß kann der Aktienkonzern eine positive Bilanz ziehen – wie auch schon in den vergangenen Jahren. Hier und da allerdings gibt es auch kleinere Bewegungen nach unten. Aber der Reihe nach. Die wohl interessanteste Kennzahl im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Entwicklungen in Gumpoldskirchen ist der Umsatz. Dieser lag 2017 bei rund 2.366,1 Millionen Euro und konnte im Jahr 2018 auf 2.613,6 Millionen Euro gesteigert werden. Ein Zuachs von ziemlich genau 10,5 Prozent. Bewertet wird der Umsatz des Glücksspielriesen dabei geteilt. So entfallen gut 63 Prozent des Gesamtumsatzes auf die Sparte „Gaming Operations“, für die sämtliche Umsätze des Konzerns als Betreiber von internationalen Geldspielgeräten gewertet werden. Die restlichen 37 Prozent erwirtschaftet wiederum der Bereich „Gaming Technology“, wo Novomatic als Bereitsteller seiner Gaming-Software aktiv ist. Die weltweiten Glücksspielumsätze des Konzerns wuchsen 2018 um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an und lagen damit bei rund 453 Milliarden US-Dollar.

Positive Zahlen gibt es in der Bilanz des Konzerns aber noch mehr. So konnte Novomatic vermelden, dass 226 Tochterunternehmen voll konsolidiert sind und das Wachstum der letzten Jahre damit durchweg als erfolgreich bezeichnet werden kann. Als besondere Wachstumstreiber sieht das Unternehmen vor allem die europäischen Kernmärkte. So erklärte der Vorstandsvorsitzende Harald Neumann:

“Wachstumstreiber waren die europäischen Kernmärkte, wobei in Deutschland und Italien das Ergebnis von regulatorischen Maßnahmen beeinflusst wurde.“

Konkret spielt Neumann damit auf die Einführung der technischen Richtlinie 5.0 an, durch welche die Geldspielgeräte des Konzerns in Deutschland umgestellt werden mussten. Spieler können pro Stunde jetzt nur noch maximal 60 statt bisher 80 Euro verlieren, gleichzeitig wurde die maximale Gewinnsumme von 500 Euro pro Stunde auf 400 Euro pro Stunde gesenkt. Für alle Betreiber der Geldspielgeräte bedeutet dies einen horrenden Aufwand, da alle Automaten ersetzt werden mussten.

Grund zur Freude in mehreren Nationen

Wie von Neumann angemerkt, ist der deutsche Markt für Novomatic aber eben nicht der einzige Kernmarkt. Kurioserweise hat sich das Geschäft auch in Italien gut entwickelt. Hierbei handelt es sich gemessen an den betriebenen Geldspielgeräten um den größten Markt Europas, der in der jüngeren Vergangenheit allerdings immer wieder mit Beschränkungen durch die Politik belegt wurde.

Dennoch hat es Novomatic geschafft, die Umsätze in Italien von 371,7 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 401,1 Millionen Euro im Jahr 2018 anzuheben. Noch besser hat sich das Geschäftsjahr 2018 in Spanien entwickelt. Hier vermeldet der Konzern ein Umsatzwachstum von 20 Prozent. Statt der 126,4 Millionen Euro aus dem Jahr 2017 wurden hier in 2018 so ganze 152,1 Millionen Euro umgesetzt. Geplant ist zudem, dass die getätigten Zukäufe in Osteuropa, Spanien, Deutschland, Italien und der Niederlande in den kommenden Monaten ebenfalls Früchte tragen und weiter dafür sorgen, dass die Marktstellung auf den Kernmärkten ausgebaut werden kann.

Bei all den erfreulichen Zahlen gibt es aber zumindest mit dem EBITDA eine Kennzahl, die sich minimal ins Negative bewegt hat. So lag dieses im Jahr 2017 bei rund 561,9 Millionen Euro, 2018 nur noch bei 555,6 Millionen Euro. Allerdings sind dies ganz reguläre Schwankungen, sodass im Prinzip von einem identischen Niveau gesprochen werden kann. Wiederum zugelegt hat der operative Cash Flow der Österreicher. Hier gab es 2017 einen Wert von 422,3 Millionen Euro zu vermelden, 2018 waren es 483,3 Millionen Euro.

Schwieriges Auslandsgeschäft mit AGT

Auch bei einem Börsenriesen wie Novomatic läuft somit nicht immer in allen Bereichen alles rund. Das zeigt auch ein Blick auf die australische Tochter Ainsworth Gaming Technologies (AGT), denn diese musste in der jüngeren Vergangenheit einen Verfall des Aktienkurses hinnehmen. Novomatic reagierte auf diesen Umstand allerdings schon und führte Lawrence Levy als neuen CEO bei AGT ein. Levy war bis dato als Vice President of Global Sales der Novomatic AG tätig und soll jetzt dafür sorgen, dass die australische Tochter wieder auf Kurs gebracht werden kann. Aktiv ist Novomatic mit AGT vor allem auf dem US-amerikanischen Markt, den man offenbar auch weiterhin im Fokus behalten möchte. Dieser gilt in der Branche als nächster „Boom-Markt“ und dürfte dementsprechend in den kommenden Jahren für klingelnde Kassen in Gumpoldskirchen sorgen.

Auf die USA allein möchte man sich allerdings nicht stützen und so erweiterte Novomatic seine Tätigkeiten auch im indo-pazifischen Raum. Gemeinsam mit dem Unternehmen Indo Pacific Gaming sollen hier gleich mehrere Märkte im asiatisch-pazifischen Raum angesteuert werden, auf denen neue Potenziale für die Unternehmensgruppe erschlossen werden sollen. Indo Pacific Gaming wird seine Dienstleistungen in Kambodscha, Laos, Sri Lanka, Goa, Nepal und Vietnam zur Verfügung stellen, Novomatic soll das Unternehmen mit den entsprechenden Spielen, Jackpots, Systemen, Sportwetten und Softwarelösungen ausstatten. Haral Neumann gab im Zusammenhang mit der Kooperation bekannt:

“Dieser strategische Schritt bedeutet eine Stärkung unserer Position als Anbieter in der Region Asien-Pazifik. Unser Fokus liegt heuer, nach dem Wachstum der letzten Jahre, auf der Steigerung unserer Synergien, auch durch die verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Diese Vertriebskooperation mit Indo Pacific Gaming ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin und ermöglicht uns, eine noch breitere Zielgruppe anzusprechen.“

Die Zusammenarbeit mit der Indo Pacific Gaming ergänzt dabei die bereits vorhandene Kooperation mit der Jade Entertainment and Gaming Technology, mit der Novomatic in Südostasien bereits seit mehreren Jahren zusammenarbeitet. Jade Gaming fokussiert sich vor allem auf die Märkte in Macau, den Philippinen, Malaysia und Vietnam.

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Der Beitrag wurde am 1.5.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , veröffentlicht.
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