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Online-Glücksspiel: EU möchte neue Standards

Angesichts der Tatsache, dass die Glücksspielregulierung in Europa enorm ernst genommen wird, dürfte es nicht überraschend, dass abgesehen von den Regulierungsbehörden der einzelnen Nationen auch auf Europa-Ebene intensiv an der Überwachung des Marktes gefeilt wird. Hierfür werden zum Beispiel regelmäßig Berichte erstellt, die dann an die verschiedenen Glücksspielbehörden übermittelt werden. Künftig soll dieser Prozess verfeinert werden, denn die EU plant eine Festlegung von neuen Standards für das Online-Glücksspiel in der Europäischen Union.

EU-Standards Online-Glücksspiel.

Das EU-Arbeitsgremium CEN/TC 456 möchte Standards für das Online-Glücksspiel definieren.

GSA soll das Arbeitsgremium unterstützen

Mit dem Arbeitsgremium CEN/TC 456 hat die Europäische Union, bzw genauer gesagt das Europäische Komitee für Normung, eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich speziell mit der Überwachung der Online-Glücksspielanbieter beschäftigt. Hier werden in erster Linie zahlreiche Daten ausgelesen und übertragen, die anschließend vom Arbeitsgremium an unterschiedliche Regulierungsbehörden in ganz Europa übermittelt werden. Hintergrund der Einführung dieses Gremiums ist dabei die Tatsache, dass feste Normen bzw. Daten bestimmt werden sollen, die künftig in sogenannten Berichten an die Regulierungsbehörden übermittelt werden. Diese können anschließend entscheiden, ob sie anhand dieser Berichte eine Lizenz für den Betrieb in ihrem Land vergeben oder nicht. Gezwungen sind die Regulierungsbehörden zur Nutzung der Berichte nicht, stattdessen dienen diese lediglich als Hinweis.

Bereits im Jahr 2017 hat sich das Arbeitsgremium dazu entschlossen, mit der Gaming Standards Association (GSA) und damit mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu kooperieren. Das Gremium möchte vor allem von der Erfahrung und Expertise der Association profitieren, mit der dann künftig noch genauere Berichte erstellt werden sollen. In diesem Zusammenhang wurde zudem Mark Pace als eine der leitenden Figuren im Arbeitsgremium bestimmt, der als Geschäftsführer der GSA tätig ist. Wie die Parteien bekanntgaben, geht es vor allem um technische Lösungen, die seitens der Association präsentiert werden sollen.

Standard-Datensatz und verschiedene Reportings sollen aufklären

Im Detail geht es unter anderem darum, einen standardisierten Datensatz festzulegen, deren Daten von den Glücksspielunternehmen übermittelt werden müssen. Verfeinert werden soll zudem die Art und Weise, in der die Berichte übertragen werden. Im Detail soll die GSA hierfür ein Regulatory Data Set zur Verfügung stellen, in welchem sämtliche verwendbaren Daten der Glücksspielunternehmen gesammelt werden. Ergänzend dazu soll zudem ein Reporting Interface als Schnittstelle genutzt werden, um Berichte in verschiedenen Abständen und sogar in Echtzeit erstellen zu können. Pace erklärte, dass er in seinem Arbeitsgremium alles dafür tun wolle, dass ein solider technischer Rahmen gewährleistet werden könne. Im Detail sagte Pace: „Als Co-Projekt-Leiter des Technischen Komitees gewählt zu werden, ist eine große Ehre. Ich bin zutiefst dankbar für die Stimmen so vieler Mitgliedsstaaten und werde ernsthaft daran arbeiten, eine solide technische Lösung zu liefern, von der sowohl die Aufsichtsbehörden als auch die Anbieter von Online-Glücksspielen profitieren können.“

Begeistert zeigte sich darüber hinaus auch der Präsident der GSA, Peter DeRaedt, der es sich auch nicht nehmen ließ, die Arbeit der GSA noch einmal hervorzuheben. „Der Beitritt zum CEN-Komitee TC456 als Verbindungsorganisation und nun die Wahl des Geschäftsführers der GSA Europe aufgrund seiner Bemühungen ist eine Anerkennung der über 20-jährigen Verpflichtung der GSA, Standards für die Gaming-Industrie zu schaffen. Die GSA war nachweislich erfolgreich bei der Einführung weltweiter Standards, die sowohl für Entitäten in der Politik als auch in der Industrie von Vorteil sind.“ Anspielen dürfte DeRaedt dabei unter anderem auf die Kryptowährungen, die in der jüngeren Vergangenheit zum echten Trend geworden sind.

Maltas Glücksspielbehörde testet Krypto-Casinos

Die GSA kündigte in diesem Zusammenhang bereits im Jahr 2018 an, dass man ein eigenes Komitee zur Kontrolle der sogenannten Blockchain-Technologie einrichten wolle. Darüber hinaus hat die Association die Kooperation mit dem Unternehmen ReRock bekannt gegeben, welches sich als Risikobewertungsunternehmen für Kryptowährungen einen Namen machen konnte- Sämtliche Daten, die in dieser Zusammenarbeit aufgedeckt werden, könnten künftig dann auch von den Regulierungsbehörden genutzt werden.

Die springen zum Teil ebenfalls auf den Zug rund um die Krypto Casinos auf, die zum Beispiel der Blick nach Malta zeigt. Hier testet die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde gerade die Krypto-Casinos in einer zehnmonatigen Testphase und plant, diese künftig mit Lizenzen auszustatten. Spieler können innerhalb dieser Testphase maximal einen Betrag von 1.000 Euro pro Monat via Krypto-Wallet auf ihr Konto einzahlen und diese Summe dann zum Spielen verwenden. Welche Kryptowährungen von den Casinos angeboten werden, ist diesen ganz allein überlassen. Jeder Anbieter kann sich mit der jeweiligen Zahlungsmethode bei der Behörde „bewerben“, diese urteilt anschließend über die Zulässigkeit. Als wichtigste Voraussetzung gilt dabei, dass die Währung nicht zentral kontrolliert werden darf und somit keine Organisation oder Bank im Hintergrund stehen dürfen. Innerhalb der Testphase müssen die Unternehmen zudem kaum regulatorische Einschränkungen beachten, da die Behörde den Ideenreichtum und die Kreativität der Branche nicht ausbremsen möchte. Sollte sich die Testphase als erfolgreich herausstellen, könnten möglicherweise noch in diesem Jahr die ersten Lizenzen an Casinos aus Malta vergeben werden. Bisher ist das Spielen mit Kryptowährungen ausschließlich in den Casinos möglich, die mit einer Lizenz der zuständigen Behörden Curacaos ausgestattet sind.

Vorzeichen stehen gut für ein tolles Casino-Jahr

Generell stehen die Vorzeichen aus Sicht der Branche und aus Sicht der Spieler gut für ein gelungenes Jahr 2019. So trägt die neue Definierung der EU-Standards natürlich unweigerlich dazu bei, dass eine noch sicherere Spielumgebung geboten werden kann, von der selbstverständlich auch die Spieler profitieren. Zusätzlich dazu dürfen die Spieler aber auch mit Blick auf die Krypto-Casinos gespannt sein, welche innovativen Möglichkeiten hierdurch noch ans Tageslicht gefördert werden. Ein weiterer Punkt, der 2019 besonders in den Fokus rücken dürfte, ist die Weiterentwicklung der Spiele selbst. Bereits zum Ende des Jahres 2018 haben hier zahlreiche Anbieter neue Wege eingeschlagen und deutlich gemacht, dass künftig auch Skill-Eigenschaften mit in die Spiele eingebaut werden. Diese sind zum Beispiel aus Ego-Shootern und ähnlichen Games bekannt und dürften das Spielerlebnis in der Zukunft noch einmal auf ein ganz neues Niveau heben.

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Der Beitrag wurde am 26.1.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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