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Philippinen: Glücksspiel wird legalisiert

Auch in Deutschland wurde in den letzten Monaten oftmals über die Philippinen berichtet. Der Grund hierfür ist vor allem Präsident Rodrigo Duterte, der in nahezu jeglicher politischer Hinsicht als Hardliner bezeichnet werden kann. Setzt sich das Staatsoberhaupt erst einmal eine Idee in den Kopf, wird diese in aller Regel auch unter allen Umständen umgesetzt. Etwas anders, und damit durchaus überraschend, sieht es im Kampf Dutertes gegen das Glücksspiel auf den Philippinen aus. Der Präsident galt lange Zeit als großer Verfechter der Branche, scheint jetzt aber zu resignieren.

Skyline der Stadt Manila auf den Philippinen.

In Manila und anderen Städten auf den Philippinen soll das Glücksspiel künftig erlaubt werden. Der Präsident gibt damit einen langen Kampf gegen die Glücksspielbranche in einem Land auf, welches ohnehin als spielfreudig gilt.

Bevölkerung muss selbst entscheiden, ob sie spielen möchte

Die Philippinen haben mit ihrem Präsidenten Rodrigo Duterte in der Vergangenheit bereits mehrfach für Aufsehen sorgen können. So war es zum Beispiel Duterte, der vor einiger Zeit den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama auf übelste Art und Weise beschimpfte. Gleichzeitig kam das Staatsoberhaupt aber auch aufgrund seines verbitterten Kampfes gegen Drogendealer auf den Philippinen in die Presse. Duterte fährt eine Null-Toleranz-Politik gegen Drogendealer, sogar von außergerichtlichen Hinrichtungen ist immer wieder die Rede. Nicht ganz so drastisch, aber dennoch konsequent, ist der Präsident bisher auch gegen das Glücksspiel im Land vorgegangen. Angeblich soll der Präsident ein großer Verfechter des Glücksspiels sein, in der Vergangenheit erklärte Duterte auch mehrfach, dass es unter ihm keine Legalisierung der Glücksspielbranche geben wird. Doch genau das scheint sich jetzt zu ändern.

Laut einem Bericht der Manila Times, einer renommierten philippinischen Zeitung, soll Duterte einen Richtungswechsel bei der Glücksspiel-Legalisierung anstreben. Die Zeitung zitiert das Staatsoberhaupt mit den Worten:

“Dieses Glücksspiel, ich werde mich nicht mehr einmischen. Aber nehmen Sie nicht daran teil! Ich kann es nicht kontrollieren, wirklich. Ich werde es daher zulassen. Das gilt aber nicht für Erpressung und Drogen.“

Nach einer freiwilligen Entscheidung klingt das nicht unbedingt, stattdessen scheint es so, als hätte Duterte eingesehen, dass der Kampf für ein Verbot des Glücksspiels als aussichtslos bezeichnet werden kann. Wie auch in anderen Ländern gilt daher auf den Philippinen: Lieber ein regulierter, legaler Markt, als ein nicht-regulierter Markt im Halbseidenen. Gleichzeitig könnte aber auch ein wenig politisches Kalkül hinter der Entscheidung stehen, denn Duterte befindet sich derzeit mitten im Wahlkampf zur Parlamentswahl. Die Bevölkerung steht zwar in großen Teilen hinter ihrem Präsidenten, ist gleichzeitig aber auch durchaus als spielfreudig zu bezeichnen. Ein Thema also, mit welchem der Wahlkampf möglicherweise entscheidend beeinflusst werden kann.

Glücksspiel ist den Philippinern wichtig

Das Glücksspiel auf den Philippinen hat eine lange Tradition und wie große Teile der asiatischen Bevölkerung, sind die Philippiner als sehr spielfreudiges Volk zu bezeichnen. Aus diesem Grund ist das Land generell auch recht gut aufgestellt und kann zumindest eine passende „Infrastruktur“ für die Glücksspielregulierung auf die Beine stellen. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass die Glücksspielbehörde des Landes (PAGCOR) bereits seit mehr als 40 Jahren existiert. Die Behörde ist für rund 20 Casinos im Land zuständig, von denen sich die meisten in der Hauptstadt Manila befinden.

Der Aufgabenbereich der Glücksspielbehörde liegt dabei vor allem in der Überprüfung der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben. Gleichzeitig ist die Behörde auch dafür zuständig, dass die Steuereinnahmen der Casinos regulär an die entsprechenden Staatsbehörden weitergeleitet werden. Das Problem: Das Glücksspiel auf den Philippinen ist nicht mit dem Glücksspiel in Europa oder Deutschland zu vergleichen. Auch hier werden natürlich Tischspiele oder Spielautomaten gespielt. Gleichzeitig legen die Philippiner aber einen besonderen Wert auf Pferderennen oder Hahnenkämpfe. Letztere sind vor allem bei der ländlichen Bevölkerung enorm beliebt und für die Behörden nur schwer zu kontrollieren.

Gute Nachrichten für internationale Casino-Riesen?

Der Richtungswechsel des eigentlichen Hardliners dürfte aber nicht nur innerhalb der Philippinen für Gesprächsstoff sorgen, sondern ganz sicher auch über die Landesgrenzen hinaus. In der Vergangenheit waren immerhin mindestens zwei Großprojekte angedacht, die vom Präsidenten kurzerhand auf Eis gelegt worden waren. Ein Beispiel hierfür wäre der „Fall Galaxy Entertainment Group“. Das Unternehmen hat von der philippinischen Glücksspielbehörde offiziell eine Lizenz erhalten, ein Casino Resort auf der Insel Boracay zu eröffnen. So weit alles wunderbar. Doch dann schritt der Präsident ein und erklärte im Prinzip unmittelbar vor dem ersten Spatenstich, dass er keine Erlaubnis für den Bau des Casino-Resorts vergebe. Längst nicht der einzige Fall und so machte sich Duterte nicht unbedingt zu einem beliebten Kooperationspartner für die Glücksspielunternehmen. Innerhalb der eigenen Bevölkerung wurden die Entscheidungen ebenfalls argwöhnisch aufgefasst, immerhin hätten die Resorts zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen können.

Wie sich die Fälle rund um den Bau der Resorts jetzt möglicherweise neu entwickeln, bleibt erst einmal abzuwarten. Fakt ist aber, dass Duterte die Tür für die internationale Glücksspielbranche zumindest einen Spalt weit geöffnet hat. Hoffentlich nicht nur aufgrund der anstehenden Wahlen, sondern aufgrund eines echten Richtungswechsels und Umdenkens. Wirtschaftlich betrachtet dürften die eigentlich schon fast gebauten Resorts auf jeden Fall einen horrenden Vorteil für das Land bedeuten. Der Tourismus, der unter Duterte in den letzten Monaten durchaus ein wenig gelitten hatte, könnte noch einmal in eine ganz neue Richtung stark angekurbelt werden. Zusätzlich dazu könnten mehrere Arbeitsplätze und wohl auch horrende finanzielle Einnahmen eingeplant werden.

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Der Beitrag wurde am 21.5.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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