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Reef Casino: Klimawandel treibt Kosten hoch

Das Reef Casino in Far North Queensland in Australien ist mittlerweile ein echtes Wahrzeichen der Region. Das soll auch in den kommenden Jahren so bleiben, nur wird das Casino hierfür offenbar wesentlich mehr Geld ausgeben müssen. Wie der Reef Casino Trust mitteilte, sei die Gebühr für die Versicherungspolice deutlich gestiegen. Ein Anstieg von rund 60 Prozent steht im Raum, der vor allem mit der gestiegenen Gefahr von Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels zusammenhängen soll. Angesichts der aktuell vorherrschenden Waldbrände in Australien schein das ein griffiger Stichpunkt zu sein. Einige Experten sehen aber vor allem Profit-Lust auf Seiten der Versicherungen.

Das Innere eines gefüllten Spielcasinos.

Für den Schutz des eigenen Gebäudes und der Spielgäste muss das Reef Casino künftig offenbar wesentlich tiefer in die Tasche greifen. (©zikiline/Pixabay)

Rund 60 Prozent höhere Versicherungskosten

Für die Aktionäre aus dem Reef Casino Trust, dem Betreiber des Reef Casinos gibt es in diesen Tagen wenig erfreuliche Mitteilungen – genau das Gleiche gilt natürlich auch für das Unternehmen selbst. Der Grund hierfür liegt in der Versicherung des Gebäudes, denn die wird in den kommenden Monaten und Jahren deutlich teurer. So teilte das Casino mit, dass man bisher rund 487.000 AUD (gut 305.000 Euro) als Versicherungspolice stemmen musste. Bereits ein beachtlicher Betrag. Künftig allerdings wird dieser mit rund 1,3 Millionen AUD (816.000 Euro) noch einmal wesentlich höher ausfallen. Konkret spricht das Casino in diesem Zusammenhang von einem Anstieg in Höhe von rund 60 Prozent. Doch was sind die Ursachen dafür?

In der Mitteilung des Casinos heißt es, dass eine neue Risikoeinschätzung auf Seiten des Versicherers der Grund für die gestiegenen Police-Kosten sei. So sei die Erhöhung der Beiträge aufgrund von „herausfordernden Marktbedingungen in der Versicherungsbranche“ dringend erforderlich gewesen. Zudem habe sich das Risiko von Naturkatastrophen als Folg des Klimawandels vor allem für touristische Unternehmen erhöht. Betroffen sind von den Anpassungen also nicht nur die Casinos, sondern alle Unternehmen, die im Bereich des Tourismus aktiv sind. Das Casino teilte mit, dass man derzeit auch darüber diskutiere, ob die Obergrenzen für die Schadensersatzansprüche angehoben werden. Bisher lag der höchstmögliche Betrag der Deckung bei zehn Prozent des Nettogewinns des Unternehmens. 2019 waren das immerhin stolze 4,5 Millionen Euro. Neu festgelegt werden sollen zudem die einzelnen Schadenssummen für bestimmte Schäden wie durch Überschwemmungen oder Stürme.

Finanzielle Probleme für Unternehmen?

Dass die Versicherungsunternehmen die Prämien für die Versicherungen in die Höhe treiben, kommt nur bedingt überraschend. Tatsächlich regten die Versicherungskonzerne in der Vergangenheit immer wieder eine Erhöhung der Prämien an, da eben eine deutlich höhere Gefahr für Naturkatastrophen gegeben sei. Ebenfalls nicht überrascht wurde laut eigener Aussage Daniel Gschwind, der Geschäftsführer des Queensland Tourism Industry Council. Dieser erklärte mit Blick auf die gestiegenen Kosten für die Tourismusbrache:

“Die Versicherungsunternehmen haben in den letzten Jahren immer wieder ihre Besorgnis über den Klimawandel deutlich gemacht. Ich denke, sie haben ihre Einschätzung dahingehend getroffen, wie wir global mit diesem Thema umgehen – oder auch nicht – und haben uns jetzt dafür ihre Rechnung geschickt.“

Obwohl Gschwind die Erhöhungen also durchaus nachvollziehen kann, warnt der Experte auch vor unangenehmen und massiven Folgen. So könnten viele touristische Unternehmen diese Ausgaben aus eigener Kraft kaum stemmen. Es droht, ein ganzer Wirtschaftszweig stark beschädigt zu werden. Auf der anderen Seite stehen die Versicherungsunternehmer, welche einheitlich erklärten, dass die Naturkatastrophen besonders in den Risiko-Gebieten ihr Geschäftsmodell bedrohe.

Alles nur Profit-Hunger?

Obwohl in Großbritannien seit Wochen bekanntlich massive Waldbrände herrschen, haben nicht alle Menschen so viel Verständnis für die Erhöhung der Gebühren wie Gschwind. So zeigt sich Roy Spencer als Klimaforscher der Universität von Alabama laut eigener Aussage noch immer überrascht, dass sich die Menschen leicht von den Horror-Szenarien des Klimawandels beeinflussen lassen würden. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ dürfte hieran nicht ganz unbeteiligt sein, denn diese erklärte mit Hilfe einer medizinischen Zeitung 1997, dass „Millionen von Menschen“ aufgrund des Klimawandels sterben würden. Spencer dazu:

“Keine dieser Vorhersagen hat sich bewahrheitet oder auch nur annähernd erfüllt. Es ist erstaunlich, dass die Öffentlichkeit trotz eines 95-prozentigen Rückgangs der wetterbedingten Todesfälle in den letzten 100 Jahren weiterhin an apokalyptische Vorhersagen glauben kann.“

Unterstützt wird Spencer in seiner Theorie von zahlreichen anderen Wissenschaftlern. Diese erklärten, dass die Naturkatastrophen zum stetigen Kreislauf der Erde gehören und so jederzeit wieder vorkommen können. Vorgeworfen wird den Versicherern in diesem Zusammenhang, die aktuellen Brände im Land zu nutzen, um noch mehr Profit aus den Versicherungen herausschlagen zu können. Fakt ist: Auf die Versicherer kommen in den nächsten Jahren Unsummen an Versicherungskosten nach den Buschbränden zusammen. Bereits jetzt liegen die Schäden Schätzungen zufolge bei mehr als 350 Millionen britischen Pfund. Neben zahlreichen Menschen sollen zudem bereits mehr als eine Milliarde Tiere in den Flammen umgekommen. Ein Ende der verheerenden Brände scheint aktuell auch nicht in Sicht zu sein. Zahlreiche Organisationen und auch Einzelpersonen haben sich daher bereits zu großen Spendensummen und Hilfsaktionen animieren lassen. Der Casino-Besitzer und Milliardär James Packer (Crown Casinos) spendete gemeinsam mit seiner Familie eine Summe von rund fünf Millionen AUD. Die größte Einzelspende, über die sich das Land in diesen schlimmen Zeiten bisher freuen durfte. Insgesamt sind bereits mehrere Hundert Millionen Dollar an Spendengeldern zugesichert worden.

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Der Beitrag wurde am 17.1.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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