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Resorts World Catskills droht das Aus

Erst im vergangenen Jahr wurde im US-Bundestaat New York das Resorts World Catskills eröffnet. Hierbei handelt es sich nicht einfach nur um ein Casino, sondern das größte Etablissement des gesamten Bundestaates. Ausgerechnet dieses Aushängeschild steckt nun allerdings in Schwierigkeiten. Und die sind offenbar groß. So sollen sich im ersten Jahresabschnitt 2018 horrende Schulen angesammelt haben, so dass das Casino mit rund einer Milliarde US-Dollar verschuldet sein soll. Das Kuriose: Bereits vor mehreren Jahren wurde vor einer Übersättigung des New Yorker Glücksspielmarktes gewarnt. Tritt diese jetzt ein?

Im US-Bundestaat New York wird gezockt, was das Zeug hält. Das größte Casino des Bundestaates steht jetzt aufgrund einer horrenden Schuldensumme aber vor dem Aus. (©Pixabay)

Schwierige Finanzlage für das Resorts World Catskills

Zocken am Fuße der berühmten Catskill Mountains. Eigentlich eine schöne Vorstellung, die bei den New Yorkern aber offenbar nicht ganz so gut ankommt. Das wiederum sorgt dafür, dass sich das jüngste und gleichzeitig größte Casino des US-Bundestaates, das Resorts World Catskills jetzt in einer denkbar schwierigen Finanzlage befindet. Konkret soll das 1,2 Milliarden US-Dollar teure Casino im ersten Halbjahr 2019 Verluste in Höhe von gut 73 Millionen US-Dollar gemacht haben.

Das Problem: Die Gesamtschulden des Casinos belaufen sich auf rund eine Milliarde US-Dollar. Und die Aussichten, dass diese zurückgezahlt werden können, scheinen offenbar denkbar schlecht. US-Medien berichten, dass die Betreiberfirma des Casinos, die Empire Resorts, nicht mehr flüssig genug sind, um die ausstehenden Kredite zu bedienen. Eine mögliche Folge: Das Aus für das prestigeträchtige Casino.

Unweigerlich stellt sich in diesem Zusammenhang allerdings die Frage, wie es in der Entwicklung des Casinos überhaupt so weit kommen konnte. New York gilt schließlich als hervorragendes Pflaster für Glücksspiel-Fans, gleichzeitig genießen die Casinos schon immer den Ruf, echte Goldgruben für ihre Betreiber zu sein. Im Falle des Casinos in den Catskills scheint das allerdings anders zu sein.

Politik vergab grünes Licht, Experten zweifelten

Die Politik sah bei der Vergabe der notwendigen Lizenz an das Catskills offenbar keine großen Bedenken. Wie der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, mitteilte, habe man vor allem an die zahlreichen Arbeitsplätze gedacht. Noch im letzten Jahr gab der Gouverneur des Bundestaates in einem Radio-Interview bekannt:

“Wir haben die Lizenz für die Casinos in Upstate New York nicht vergeben, weil wir die Branche besonders schätzen, sondern weil die Wirtschaft dort seit Jahrzehnten leidet. Die Cainos haben Tausende von Jobs in den Norden New Yorks gebracht und gleichzeitig Milliarden von US-Dollar investiert.“

Auf eine ähnliche Entwicklung hatte die Politik wohl auch im Zusammenhang mit dem Resorts World Catskills gehofft. Doch diese blieb aus. Geht es nach einigen Experten, ist diese Entwicklung aber keinesfalls überraschend. Bereits vor einigen Jahren gab es verschiedene Bedenken von Analysten und Planern, die sich mit der Eröffnung des Casinos beschäftigten. Diese hatten vor allem räumliche Bedenken, denn Spieler aus New York City reisen oftmals in die nahegelegenen Casinos von New Jersey. Diese sind schneller zu erreichen als das Resorts World Catskills. Darüber hinaus bemängelten die Analysten schon damals, dass sich das neue Casino gegen eine deutlich zu starke Konkurrenz wird zur Wehr setzen müssen. Immerhin gab und gibt es in New York bereits mehrere Indianer-Casinos, Casino Resorts und Rennbahnen, auf denen ebenfalls „gezockt“ werden darf.

Mutterkonzern ist das Problem bekannt

Hinter dem Betreiberunternehmen der Empire Resorts steht mehrheitlich ein asiatisches Unternehmen, bzw. die Unternehmensgruppe Kien Huat Realty. In Asien hat man die schwache Finanzlage des Casinos natürlich bereits vor einiger Zeit feststellen können und so bereits im Februar 2019 mit einem Statement in der Presse reagiert. Konkret hießt es darin:

“Das Unternehmen (Empire Resorts Anmerk. d. Red.) befindet sich derzeit in einer kritischen Situation. Trotz mehfacher Liquiditätszuführungen von Kreditgebern und Anteilseignern musste das Unternehmen fortlaufend erhebliche finanzielle Verluste hinnehmen, konnte sich durch die Einnahmen finanziell nicht selbst tragen und scheint auch in der Zukunft keine vernünftigen Aussichten darauf zu haben, künftig selbstständig wirtschaften zu können. “

Keine wirklich rosige Beschreibung, die aber verdeutlicht, dass sich der Mutterkonzern frühzeitig mit der finanziellen Schieflage auseinandergesetzt zu haben scheint. Zusätzlich dazu wurden auch bereits Lösungsansätze entwickelt, die in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren aus der Theorie in die Praxis übertragen werden sollen.

Kampf gegen das finanzielle Aus

Obwohl gar nicht direkt beteiligt, hat die drohende Pleite des New Yorker Casino-Riesen auch Auswirkungen auf das malaysische Unternehmen Genting Malaysia Berhard. Hierbei handelt es sich um eine Investmentfirma, die bereits seit vielen Jahren in New Yorker Casinos und Glücksspielangebote investiert. Diese soll auch im Falle der Resorts World Catskills Hilfestellung leisten, was deren Anleger offenbar nicht sonderlich begrüßen. Im Zuge der Ankündigung einer Zusammenarbeit gab die Aktie von Genting Malysia um rund elf Prozent an den Märkten nach. Mittlerweile hat sich der Kurs zwar wieder stabilisiert, dennoch zeigt der Absturz, dass die Aktionäre offenbar nicht viel davon halten, in das klamme Casino in den USA zu investieren.

Angepeilt ist die Unterstützung den Unternehmen zufolge allerdings vorwiegend im praktischen Sinne. Geplant ist offenbar eine neue Marketingkampagne, mit welcher das Bild des schwächelnden Casino-Riesen in New York überarbeitet werden soll. Gleichzeitig berichten Experten aber auch davon, dass der Mutterkonzern große Hoffnungen in die mobilen Sportwetten legt, welche in den kommenden Wochen in New York zugelassen werden sollen. Der Plan: Hier möchte der Konzern eine Führungsrolle übernehmen, um so auch die Einbußen aus dem Casino-Geschäft wettmachen zu können. Was letztendlich auch immer den entscheidenden Kurswechsel einläuten kann, ist im Prinzip zweitrangig. Wichtig dürfte dem Unternehmen vor allem sein, dass es schnell geht. Immerhin ist ein weiteres Halbjahr wie in den ersten sechs Monaten in 2019 nur schwer bis gar nicht zu tragen. Die Zeit drängt, andernfalls wird der Schuldenberg kaum mehr einen anderen Ausweg als das Bankrott zulassen.

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Der Beitrag wurde am 19.8.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , veröffentlicht.
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