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SBC Digital Summit: Was ist wichtig?

Weltweit vereint die Glücksspielbranche mit der Corona-Pandemie derzeit eine große Krise. Umso wichtiger ist es in dieser Zeit, dass der Austausch zwischen den Unternehmen nicht ins Stocken gerät. Um das zu verhindern, wurde in der vergangenen Woche mit der SBC Digital Summit eine der bekanntesten Glücksspielmessen überhaupt ausgerichtet. Mehr als 140 prominente Gesichter der Glücksspielbranche waren geladen, um über verschiedene Aspekte der Industrie zu beraten. Wenig überraschend standen dabei vor allem die Covid-19-Pandemie und die möglichen Folgen für die Branche im Vordergrund.

Mann mit Tablet in der Hand.

Mit der SBC Digital Summit wurde in den vergangenen Tagen eine der wichtigsten Glücksspielmessen veranstaltet. Über 140 führende Köpfe der Glücksspielbrache waren geladen. (©niekverlaan/Pixabay)

Passend zum Namen: SBC Digital Summit fand digital statt

Gerade in Krisenzeiten wie aktuell ist es wichtig, dass sich die Akteure der weltweiten Glücksspielbranche stetig miteinander austauschen. Aktuell ist das nicht ganz einfach, da aufgrund der Corona-Beschränkungen keine Großveranstaltungen oder auch nur Reisen möglich sind. Dennoch hat die Branche einen Weg gefunden, um miteinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. Erst in der vergangenen Woche fand die bekannte Glücksspielmesse SBC Digital Summit statt. Anders als üblich, konnte diese jedoch nicht vor Ort ausgerichtet werden. Stattdessen gingen an rund 140 prominente Köpfe der Glücksspielbranche Einladungen für eine Online-Konferenz raus. Mit dabei unter anderem Videoslots-Chef Alexander Stevendahl, Sportradar-Gründer Carsten Koerl oder Parimatch-Chef Sergey Portnov. Eine hochkarätige Besetzung, die aktuell aber vermutlich auch so erforderlich ist.

Im Vordergrund der Messe stand, wie auch anders zu erwarte, die Covid-19-Pandemie. Diese hat sich gnadenlos auf allen Glücksspielmärkten dieser Welt breitgemacht und ist so zum zentralen Thema der Konferenz geworden. Untersucht wurden zum Beispiel die direkten Auswirkungen auf alle Geschäftsfelder im Kompletten. Aber auch die einzelnen Bereiche. Der große Verlierer sind derzeit vor allem die Sportwetten-Anbieter. Diese können aufgrund von unzähligen Absagen in der Sportwelt ein nur lückenhaftes Angebot zur Verfügung stellen.

Cool bleiben trotz wackeliger Aussichten

Am ersten Tag wurde deshalb in der Online-Konferenz vor allem darüber gesprochen, welche Möglichkeiten für Sportwetten-Anbieter zur Verfügung stehen, um diese Ausfälle wettmachen zu können. Als Lösung Nummer eins gelten in diesem Zusammenhang die Wetten auf eSports. Pinnacle und auch Parimatch bestätigten demnach, dass der Anstieg bei den eSports in den letzten Wochen enorm ausgefallen sei. Parimatch erklärte, dass man derzeit rund einen zehnfachen Besucherandrang im Vergleich zur Zeit vor Corona bewerkstelligen müsse. Vielversprechend ist in den Augen von Cillian Barry vom Unternehmen Sportcaller auch das Angebot von Free-to-Play-Produkten. Mit diesen könne man die Kunden an die Sportwetten-Produkte binden, so Barry. Gleichzeitig sei es wichtig, einen engen Kontakt zum Kundenstamm zu bewahren. Zumindest in den USA können die eSports-Wetten allerdings nicht für alle Unternehmen die Lösung sein. Erlaubt sind diese Wetten nur in den Bundesstaaten New Jersey und Nevada. In den restlichen Bundesstaaten sind allerdings ebenfalls Erlaubnisse in den kommenden Monaten und Jahren zu erwarten. Erst vor einiger Zeit wurde das allgemein gültige Wettverbot in den USA außer Kraft gesetzt. Seit dem dürfen alle Bundesstaaten selbst festlegen, ob innerhalb ihrer Grenzen Sportwetten legal angeboten werden dürfen. Immer mehr Bundesstaaten gehen diesen Weg. Daher dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die eSports-Wetten zu den freigegebenen Wettmöglichkeiten gehören.

Andre Ashenden von Stats Perform erklärte, dass es aktuell vor allem wichtig sei, gegen Spielmanipulationen vorzugehen. Viele Unternehmen mussten ihr Angebot in unbekannteren Ligen und Wettbewerben erhöhen, um überhaupt attraktive Wetten anbieten zu können. In diesen unterklassigen Ligen ist die Gefahr für eine Spielmanipulation aber unweigerlich höher. Auf dem Panel „Covid-19: Implikationen für die Integrität von Sportwetten“, erklärte Ashenden:

“Wir sind der festen Überzeugung, dass Datenanbieter jederzeit eine wichtige Rolle im Ökosystem der sportlichen Integrität spielen. Wir haben die kollektive Verantwortung und die Pflicht, die höheren Standards für Datenqualität und –integrität einzuhalten.“

Debattiert wurde zudem über weitere Punkte. So sollen in den Augen der Branche die Medien, die mit Glücksspielanbietern kooperieren, aktuell vor allem hochwertige Produkte bewerben und hochwertige Dienstleistungen anbieten. Wie die konkreten Schritte in der nächsten Zeit aussehen, wird aber die nahe Zukunft zeigen müssen.

Das lange Warten auf das Go

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steht die Glücksspielbranche weltweit schon seit geraumer Zeit vor enormen Herausforderungen. Während die Online-Branche viele Ausfälle im Wett-Bereich durch andere Produkte ausgleichen kann, sieht es im stationären Betrieb wesentlich komplexer aus. Von Atlantic City bis Las Vegas und von Australien bis nach Deutschland haben alle großen Spielcasinos geschlossen. Betroffen sind hiervon zudem die Spielhallen, von denen es allein in Deutschland mehrere Tausend gibt. In allen Fällen kämpfen die Unternehmen auf ihren Märkten dafür, dass möglichst schnell wieder Normalität einkehren kann. Die Casinos aus Las Vegas veröffentlichten vor einigen Tagen einen Maßnahmenplan, mit dem die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter bei einer Wiedereröffnung gewährleistet werden soll. Nur wenige Tage später folgte ein derartiger Plan von der Glücksspielbranche aus Atlantic City. In Australien ist man auf einem ähnlichen Stand, hier wird mit einer Wiedereröffnung der Casinos Mitte Mai gerechnet. Das scheint aktuell auch der wahrscheinlichste Termin für Las Vegas und die USA zu sein. Gut möglich aber, dass sich dieser Plan noch einmal nach hinten verschiebt.

In Deutschland macht die Branche in den letzten Tagen ebenfalls vermehrt Druck auf die Politik. Das ist in gewisser Weise wohl auch verständlich. Das gewerbliche Spiel in Deutschland ist gesetzlich so geregelt, dass nur eine bestimmte Anzahl von Spielgeräten auf einer vorgegebenen Fläche betrieben werden darf. Auf 150 Quadratmetern sind dies genau zwölf Spielgeräte. Der Mindestabstand zwischen Spielern könnte also gewahrt werden. Aus diesem Grund äußerte die Branche zuletzt Unverständnis darüber, dass etwa Friseure mit einem direkten Kontakt wieder öffnen dürfen, die Spielstätten jedoch noch nicht. Nun hofft die Industrie, dass man in den kommenden Tagen bei einer weiteren Lockerung der Corona-Maßnahmen mit dabei sein kann. Die Entscheidung darüber fällt ebenfalls in den kommenden Tagen in der Politik.

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Der Beitrag wurde am 8.5.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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