Startseite
Startseite > Magazin > Schweiz: Landbasierte Online Casinos starten

Schweiz: Landbasierte Online Casinos starten

In den kommenden Tagen wird sich in der Schweiz einiges verändern. Die Alpenrepublik war lange Zeit ein Eldorado für Glücksspielunternehmen aus dem Ausland. Diese sind ohne die notwendige Lizenz der Alpenrepublik auf dem Online-Markt aktiv gewesen und haben hier über die Jahre hinweg ein Vermögen verdient. Doch damit ist nun Schluss. Alle Anbieter die nicht aus der Schweiz stammen, müssen sich vom Markt zurückziehen. Ist das bis jetzt noch nicht geschehen, wird ab dem 1. Juli 2019 eine Netzsperre für den Abschied sorgen. Übernehmen werden dann die heimischen Spielbanken, von denen die Ersten ihre Lizenzen für die digitalen Portfolios auch bereits erhalten haben.

Das Grand Casino in Baden in der Außenansicht.

Für das Grand Casino Baden und viele andere Schweizer Spielbanken bricht eine neue Zeitrechnung an. Ab dem 1. Juli 2019 sind die Spielbanken konkurrenzlos auf dem Online-Markt. (©Pixabay)

Eidgenossen brachten die Glücksspielnovelle auf den Weg

Mit Blick auf die Glücksspielbranche befindet sich die Schweiz gerade in einem echten Wandel. Bereits vor rund einem Jahr fand hier eine Abstimmung statt, in der sich die Eidgenossen mit beeindruckender Mehrheit für eine Gesetzesnovelle im Glücksspielgesetz entschieden haben. Im Detail sprachen sich mehr als 70 Prozent der Einwohner dafür aus, die ausländischen Anbieter vom Online-Markt zu verbannen. Nachdem anschließend monatelang an den rechtlichen Rahmenbedingungen gefeilt wurde, wurden die ausländischen Unternehmen darum gebeten, sich vom Schweizer Markt zurückzuziehen. Der Bitte sind zwar einige Anbieter nachgekommen, jedoch längst nicht alle. Aus diesem Grund wird ab dem 1. Juli 2019 nun eine Netzsperre greifen.

Diese wurde genau für diesen Fall fest im Glücksspielgesetzverankert und sieht vor, dass die Einwohner der Schweiz nicht mehr auf die Angebote der ausländischen Glücksspielunternehmen zurückgreifen können. Sollten diese eine gesperrte Seite besuchen, bekommen sie stattdessen einen Hinweis darauf, dass dieses Angebot in der Schweiz nicht in Anspruch genommen werden kann.

Markt-Verbot ohne Netzsperre nicht zielführend

Dass sich die Eidgenössische Spielbankenkommission für eine Netzsperre entscheidet, hat laut der Behörde vor allem regulatorische Gründe. So heißt es in einer Mitteilung:

“Es ist nicht zielführend, für legale Spielangebote hohe Anforderungen festzulegen, wenn die Spielerinnen und Spieler problemlos Zugang zu illegalen Angeboten haben, die geringeren Einschränkungen unterliegen und daher für die Spielerinnen und Spieler auf den ersten Blick attraktiver erscheinen mögen.“

Die Gründe für den Wandel im Glücksspielgesetz wiederum sind vor allem finanzieller Natur. Jahr für Jahr haben die Schweizer Spieler und Spielerinnen für einen florierenden Markt gesorgt – allerdings ausschließlich im Ausland. Weder die eingesetzten Gelder blieben im Land, noch mögliche Steuerabgaben oder ähnliches konnten erhoben werden. Das wird sich jetzt ändern. Zusätzlich dazu heißt es auf Seiten der Spielbankenkommission, dass nur bei Anbietern in der Schweiz sichergestellt werden könne, dass diese sich an die strengen Vorgaben zum Jugend- und Spielerschutz halten würden.

Weg ist frei für die heimischen Spielbanken

Zunächst einmal wird auf dem Schweizer Online-Markt nun also eine klaffende Lücke zu schließen sein. Das sollen über kurz oder lang die Spielbanken des Landes tun, die nun als einzige Unternehmen generell dazu berechtigt sind, ihre Spiele online zur Verfügung zu stellen. Die Spielbankenkommission macht hier auch einen gewaltigen Unterschied zwischen Online-Unternehmen in der Schweiz und dem stationären Betrieb. Berechtigt für das digitale Spiel sind nur die Anbieter, die auch physisch ein Unternehmen im Land betreiben – also nur die 21 Spielbanken. Diese dürfen ihre Spiele aber nicht automatisch online zur Verfügung stellen. Stattdessen ist erst einmal das Einholen einer gesonderten Lizenz notwendig.

Und dieses Verfahren zieht sich in die Länge. Gemeinsam mit dem Schaffen der Rahmenbedingungen auf Seiten der Casinos können so einige Monate ins Land gehen. Das wiederum hat dafür gesorgt, dass bisher noch nicht wirklich von einer großen Vielfalt gesprochen werden kann. Seit Anfang des Monats dürfen vier der insgesamt 21 Schweizer Spielbanken ihre Portfolios online zur Verfügung stellen. Die Auswahl für die Spieler ist aktuell also noch recht begrenzt. Dennoch ist man in der Alpenrepublik optimistisch, dass sich der Markt nach und nach vergrößern wird.

Sicher ist sicher: Aufklärung durch Listen

Um dem möglichen Andrang künftig gerecht werden zu können und auf Seiten der Spieler dauerhaft für Klarheit zu sorgen, hat sich die Eidgenössische Spielbankenkommission überlegt, Listen einzuführen. Spieler sollen diese aufrufen können und so immer vor Augen haben, bei welchen Anbietern in der Schweiz ganz legal gespielt werden kann. Wirklich umfangreich dürfte diese Liste bei nur 21 Spielbanken zwar nicht ausfallen, sicher ist aber sicher. Weitaus sinnvoller erscheint der Ansatz, eine Verbotsliste für die Unternehmen zu führen, die ihre Games nicht auf dem Markt in der Alpenrepublik zur Verfügung stellen dürfen. Auch das ist geplant, beide Listen sollen dann fortlaufend aktualisiert werden.

Rund um den Wandel auf dem Schweizer Markt gibt es allerdings noch eine Kuriosität. Im Laufe der Abstimmungsphase hat sich bei vielen Anbietern gezeigt, dass diese für einen Einstieg auf dem Online-Markt offenbar noch gar nicht bereit waren. Aus diesem Grund wurde vielfach externe Hilfe angefordert – und diese stammt aus dem EU-Ausland. Die Schweizer Spielbanken werden bei der Entwicklung der eigenen Portfolios also nun von den Unternehmen unterstützt, die sie gerade erst vom Markt verbannt haben und gegen die nun mit einer Netzsperre vorgegangen wird. So hat zum Beispiel das Grand Casino Baden gerade erst mitgeteilt, dass man eine Partnerschaft mit dem Entwickler Evolution Gaming für die Live-Dealer-Spiele eingehen wolle.

Zu den besten Online Casinos
5.0
Bewerte diesen Inhalt:
1 vote
Der Beitrag wurde am 1.7.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
Folge Uns:---