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Spannende Affären der Glücksspielbranche

Die Spielersicherheit steht seit Jahren im Fokus von Regierung und Glücksspielverbänden. Aus diesem Grund gibt es immer wieder neue Vorschriften, wie die Spieler geschützt werden können. Diese Regeln verhindern aber nicht, dass Korruption und Betrug passiert. Hierbei stellen die Casinobetreiber keine Ausnahmen dar. Die interessantesten Betrugsfälle aus diesem Jahr haben wir kurz zusammengefasst.

Ein 20-Euro-Schein hängt auf einer Leine zum Trocknen.

Im Jahr 2020 gab es viele Neuigkeiten rund um die Ibiza-Affäre, den Geldwäschevorwurf gegen Crown und andere. (©webandi/Pixabay)

Novomatic weiterhin unter Beschuss

Fans des Glücksspiels haben mit Sicherheit vor langer Zeit erfahren, dass Novomatic in die Ibiza Affäre eingebunden ist. Doch wobei handelt es sich bei der Ibiza-Affäre überhaupt?

Alles begann im Jahr 2017, als auf Ibiza ein Video gedreht wurde. In diesem Video war der damals amtierende Vizepräsident aus Österreich zu sehen: Strache. Er hatte sich mit einer russischen Oligarchin getroffen und über Korruption geredet. Dieses Video war der Anfang der politischen Affäre, die jetzt sogar verfilmt werden soll. Nach dem Auftauchen des Videos trat Strache zurück.

Allerdings hat die Ibiza Affäre auch Auswirkungen auf Novomatic. Denn in diesem Video fiel ein Satz, der unter anderem Novomatic gefährlich wurde. Der Satz lautete: Novomatic zahlt alle. Damit sollte ausgesagt werden, dass Novomatic bestimmte Politiker bestochen hat, damit Novomatic bestimmte Lizenzen erhält.

Die Befragungen lauten nun seit Monaten und am zweiten Dezember war der letzte Untersuchungstag. Das Ergebnis der monatelangen Ermittlungen steht noch aus. Aber bis heute streitet Novomatic alles ab.

Crown Casino der Geldwäsche verdächtigt

Ob nun Bestechung oder Geldwäsche schlimmer ist, kann nicht gesagt werden. Jeder Beschuldigte wird sich in jedem Fall gleich unwohl fühlen und muss mit drastischen Konsequenzen rechnen. Dies trifft auch auf das Crown Casino in Australien zu. Dieses steht unter dem Verdacht, Geldwäsche betrieben zu haben.

Natürlich streiten die Geschäftsführer des Casinos ab, dass die Gerüchte um die Geldwäsche der Wahrheit entsprechen. Allerdings zieht sich die Schlinge immer enger zu und inzwischen hat der Konzern einen Teil der Anschuldigungen zuzugeben. Derzeit werden zwei Geschäftskonten von Crown untersucht. Auf diese soll Geld eingezahlt worden sein, das gewaschen werden sollte.

Sollte das wirklich zutreffen, so ist nicht nur Crown daran beteiligt. Es gibt Unternehmen, die reiche Personen von anderen Ländern, zum Beispiel China angeworben und in die Crown Casinos gebracht haben. Hierbei handelte es sich um Beteiligte von kriminellen Vereinigungen.

Damit ist aber noch nicht alles gesagt. Crown ist es laut Lizenzbedingung untersagt, mit dem ehemaligen CEO Ho in Kontakt zu treten. Dieser steht nachweislich mit kriminellen Vereinigungen in Kontakt. Trotzdem wollte der ehemalige CEO von Crown versuchen, Aktien an HO´s Sohn zu verkaufen.

Dass das Casino-Resort die offiziellen Lizenzbedingungen nicht einhält, führte zu sehr strengen Konsequenzen: Der Konzern darf das neugebaute Casino in Barangaroo nicht eröffnen. Der Bau dieses Gebäudes hat mehrere Millionen Euro gekostet. Daher trifft diese Maßnahme das Casino besonders schlimm. Aber eine gute Nachricht gibt es in diesem Zusammenhang trotzdem: Zumindest darf Crown im neuen Casino Alkohol ausschenken. So kann wenigstens ein geringer Umsatz generiert werden.

Knossi stachelt zu Glücksspiel an

Weniger bekannt ist die Anschuldigung gegen Knossi. Knossi ist ein Glücksspiel-Kanal auf Twitch, der von Jens Knossalla betrieben wird. Hierbei handelt es sich nicht um eine unbekannte Person, sondern um einen bekannten Pokerspieler. Dieser Profispieler hat ungefähr 25.000 Anhänger und erzielte im Jahr 2020 mehr als 22 Millionen Klicks. Das verdeutlicht, wie bekannt und beliebt Knossi ist.

Ironischerweise wurde Knossi von einem Fan angezeigt. Dieser sah sich den Kanal oft an, fing mit dem Spielen an und musste anschließend in eine Suchtklinik. Nun wirft er dem bekannten Pokerspieler vor, dass dieser ihn zum Spielen animiert hätte.

Der Fan bemängelt aber nicht nur, dass er mit dem Spielen anfing. Er greift Knossi generell an, dass er Kindern und Jugendlichen den Zugriff auf Content ermöglicht. Knossi weist natürlich alle Schuld von sich.

Große Online Glücksspielanbieter unerlaubter Dienste angeklagt

In Deutschland sind theoretisch Online Glücksspiele immer noch nicht vollständig erlaubt. Diese werden zwar im Moment geduldet, weil die meisten Anbieter ab nächstem Jahr eine Lizenz beantragen können. Allerdings läuft es so ab, dass nur die Online Casinos akzeptiert werden, die als zuverlässig eingestuft werden. Zuverlässig ist nur derjenige, der bereits jetzt die Vorgaben des neuen Glücksspielstaatsvertrages einhält.

Doch bevor es dazu kam, wurden die bekannten Glücksspielanbieter Tipico, Bet3000 und Bwin angeklagt. Angeblich soll deren Angebot nicht legal sein. Der Grund liegt darin, dass diese Unternehmen Sportwetten anbieten dürfen. Für die ebenfalls angebotenen Glücksspiele sollen sie keine Erlaubnis haben. Alle drei Anbieter wehren sich, indem sie sich auf die in der europäischen Union gültige Dienstleistungsfreiheit berufen. Schließlich sind alle drei im Besitz einer Lizenz aus einem europäischen Mitgliedsstaat.

Bleibt nur zu hoffen, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag solche Probleme von Beginn an verhindert.

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Der Beitrag wurde am 23.12.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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