Startseite
Startseite > Magazin > Spielbank Berlin: Gegen homophobe Gewalt

Spielbank Berlin: Gegen homophobe Gewalt

Die Spielbanken in Deutschland übernehmen nicht nur rund um das Glücksspiel eine große Verantwortung, sondern auch im generellen öffentlichen Leben in der Bundesrepublik. Immer wieder werden dazu verschiedene Projekte ins Leben gerufen oder andere Organisationen unterstützt. So auch in diesem Fall von der Spielbank Berlin, welche gemeinsam mit ihrem Beiratsmitglied Klaus Wowereit eine Spende von 5.000 Euro an die Anti-Gewalt-Initiative MAENO überreicht hat.

Berliner Spielbank

Die Spielbanken sollen nicht nur ein sicheres Spielvergnügen bieten, sondern auch soziale Verantwortung übernehmen. Das hat die Spielbank Berlin mit ihrer Spende an die Organisation MANEO getan.

Wowereit als optimales Zugpferd der Kampagne

Dass sich die Spielbank Berlin für mehr Rechte und die Unterstützung von Homosexuellen einsetzt, dürfte speziell für Beiratsmitglied und den ehemaligen Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit eine Herzensangelegenheit gewesen sein. Der Ex-Politiker outete sich 2001 auf einem Sonderparteitag der SPD als homosexuell und hatte es anschließend in seiner politischen Laufbahn nicht immer ganz einfach. Dennoch hat sich Wowereit den widrigen Umständen gegenüber behaupten können und so einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz von homosexuellen Politikern beigetragen Kaum eine Person wäre für die Aktion der Berliner Spielbank jetzt also besser geeignet, als Wowereit selbst.

Gleichzeitig zeigt die Realität, dass die Unterstützung von Homosexuellen im Kampf für die Akzeptanz auch im Jahre 2019 leider noch immer notwendig ist. Allein in Berlin wurden 2018 laut der Polizei 164 Straftaten gegen homosexuelle oder transsexuelle Menschen registriert, genau 164 zu viel. Die Dunkelziffer dürfte zudem noch weitaus höher sein. Allerdings: Generell ist die Anzahl an Straftaten damit nicht überdurchschnittlich hoch, denn in Berlin leben rund 350.000 homosexuelle Männer und Frauen. Dennoch handelt es sich um Angriffe, die nicht hinnehmbar sind.

MANEO engagiert sich seit fast 30 Jahren für Homosexuelle

Bereits jahrelang im Kampf für die Homosexuellen aktiv ist die Anti-Gewalt-Initiative MANEO. Diese wurde bereits 19990 gegründet und konnte in den letzten Jahren aktiv an zahlreichen Erfolgen in der Akzeptanz der homosexuellen Liebe mitwirken. Jetzt wurden mit der Spielbank und Klaus Wowereit zwei neue starke Partner gefunden, welche das Projekt mit einer Geldspende in Höhe von 5.000 Euro unterstützen. Genutzt werden soll diese finanzielle Unterstützung unter anderem dafür, um noch effektiver gegen die Gewalt gegen Homosexuelle vorgehen zu können. Klaus Wowereit unterstrich im Rahmen der symbolischen Scheckübergabe die Wichtigkeit der Arbeit von Organisationen wie MANEO und bekräftige speziell das Engagement dieser Organisation:

“Leider ist die Gewalt gegen Schwule, Bisexuelle, Transgender und Lesben immer noch ein alltägliches Problem. Daher ist es umso wichtiger, Einrichtungen wie MANEO zu unterstützen, ihre wichtige Arbeit auch weiter zu fördern und damit ein Zeichen gegen homophobe Gewalt zu setzen. Die Arbeit von MANEO ist wichtig und vorbildhaft.“

Zuspruch bekam Wowereit vom Geschäftsführer der Spielbank Berlin, Marcel Langner, der betonte, dass man die Arbeit der Vereine gegen homophobe Gewalt auch weiterhin finanziell unterstützen müsse und Gewalttaten dieser Art nicht zu akzeptieren sei. Im Detail erklärte Langner:

“Homophobe Gewalt ist nicht hinnehmbar. Einrichtungen wie MANEO setzen sich mit ihrer Arbeit gegen dieses Problem ein und leisten damit nicht nur einen wichtigen Beitrag für die schwule Community, sondern für unser aller Miteinander. Ich freue mich, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Klaus Wowereit auf MANEO gefallen ist und hoffe, dass die Einrichtung auch in Zukunft ihre wegweisen Arbeit fortsetzen kann.“

Wenig überraschend äußerte sich auch der Empfänger der Spende, der Verein selbst. Und zwar in Person von Leiter Bastian Finke, der in seiner Danksagung betonte, dass es dem Verein ein großes Anliegen sei, Menschen nach einer Gewalttat oder Diskriminierung zu helfen, zu unterstützten und sie in ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu stärken. Darüber hinaus erklärte Finke, dass man der Spielbank Berlin und Klaus Wowereit dank, dass sie die Arbeit des Vereins mit ihrem Engagement unterstützen. Abschließend fügte Finke an, dass man sich auch in Zukunft mit allen Mitteln gegen die Gewalt gegen homosexuelle und bisexuelle Menschen einsetzen wolle.

Spielbank und MANEO? Das passt!

Dass die Kooperation zwischen der Berliner Spielbank und dem Verein eine sinnvolle Symbiose sein könnte, war im Prinzip schon im Vorfeld abzusehen. Immerhin engagieren sich beide Parteien schon seit mehreren Jahren stark in ganz unterschiedlichen Bereichen. MANEO beispielsweise wurde in der Vergangenheit mehrfach für seine Präventionsarbeit ausgezeichnet und hat zum Beispiel das Lesbisch-Schwule-Stadtfest in Berlin ins Leben gerufen. Gleichzeitig richtet MANEO zum Beispiel deutschlandweite Umfragen aus und betreut insbesondere die Opfer von Gewalttaten. Die Berliner Spielbank wiederum tritt immer wieder als Unterstützer verschiedener Projekte auf. Der Grund hierfür ist ein ganz besonderes Konzept: Die Beiräte des Unternehmens können festlegen, welche gemeinnützigen Projekte oder sozialen Einrichtungen unterstützt werden sollen. Hierfür steht ein eigener Fördertopf bereit, aus dem dann die notwendigen finanziellen Mittel entnommen werden können. In der Vergangenheit konnte die Spielbank so bereits zahlreiche Einrichtungen, Vereine oder Organisationen retten und damit einen wichtigen Beitrag zum öffentlichen Leben liefern.

Speziell in den letzten Jahren ist die Verantwortung der Spielbanken und Glücksspielunternehmen im sozialen Bereich zu einem immer größeren Thema geworden. Große Teile der Glücksspielbranche engagieren sich so in verschiedenen Projekten oder unterstützen zahlreiche Sportvereine. Zu erwähnen wäre hier zum Beispiel auch der deutsche Glücksspiel-Entwickler der Gauselmann Gruppe. Der Konzern steht in einer Sport-Partnerschaft mit der Stadt Düsseldorf und unterstützt in diesem Zusammenhang zahlreiche Vereine und Sportler in der Stadt. Darüber hinaus spendet die Gauselman-Gruppe regelmäßig an soziale Einrichtungen oder richtet Veranstaltungen aus. Abgesehen davon gibt es zahlreiche Glücksspielunternehmen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Beispiel Projekte zum Spielerschutz oder Jugendschutz vorantreiben. In dieser Hinsicht hat sich die Glücksspielbranche in den vergangenen Jahren also zu einem echten Vorbild entwickelt – und ist so auch einigen anderen Wirtschaftszweigen mehrere Schritte voraus. Obwohl die Branche oftmals in die Kritik gerät, wäre es hinsichtlich der sozialen Verantwortung und der Unterstützung dieser schön, wenn sich andere Branchen ein Beispiel am Glücksspielmarkt nehmen würden.

5.0
Bewerte diesen Inhalt:
1 vote
Der Beitrag wurde am 14.5.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , veröffentlicht.
Folge Uns:---