Startseite

Spielbanken mit steigenden Einnahmen

Die Spielbanken in Deutschland gingen in den letzten Jahren durch zahlreiche schwierige Phasen. Offenbar scheint sich die Ausdauer der Betriebe aber auch richtig zu lohnen. 2019 konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Selbst die ehemals enorm kriselnden Spielbanken in Bayern scheinen 2019 richtig gut genutzt zu haben. Allerdings warten noch mehr Herausforderungen auf die Spielbanken, die offenbar auch planen, online aktiv zu werden.

Die Spielbank in Bad Ems von außen.

Tal der Tränen überwunden? Das Jahr 2019 war für die Spielbanken in Deutschland enorm erfolgreich. (©katjasv/Pixabay)

Über 25% Umsatzplus bei staatlichen Spielbanken

In den letzten Jahren war der Blick auf die Bilanzen für die Spielbanken in der Regel nicht erfreulich. Im Gegenteil: In den letzten zwölf Jahren seit 2007 ging es eigentlich stetig bergab. Nun allerdings scheint es, als hätte man dieses „Tal der Tränen“ endgültig durchschritten. Diesen Eindruck jedenfalls vermitteln die neuen Bilanzen aus dem Jahr 2019. Deutlich wird hier, dass der Bruttospielertrag (BSE) der staatlich-konzessionierten Spielbanken in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 25.6 Prozent zugelegt hat. 2018 lag der BSE bei einer Summe von 648,840 Millionen Euro, 2019 wurden 860,263 Millionen Euro erreicht. Der Bruttospielertrag ist dabei im Prinzip mit dem Umsatz vergleichbar. Berechnet wird dieser, indem die Gewinne von den Einnahmen abgezogen werden. Otto Wulferding, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Spielbankenverbandes DSbV erklärt hierzu:

“Damit kommen wir in etwa zurück auf das Niveau der Erträge wie vor zwölf Jahren, wir haben die Talsohle seit 2007 und der folgenden Zehner-Jahre endgültig durchschritten.“

Einen Grund sieht Wulferding hierfür vor allem in der gesteigerten Qualität der Angebote. So berichtet der Verbandsvorsitzende, dass die Spielbanken im letzten Jahr stark in die Spielkultur und die Spielsicherheit investiert hätten. Die Besucher der Spielbanken würden dies honorieren. Ganz besonders gut gelungen ist die Steigerung der Attraktivität demnach vor alle mim Westen der Republik. Die Westdeutschen Spielbanken führen die Liste an, dahinter folgen die Etablissements in Baden-Württemberg und die Spielbank in Berlin. Aber auch insgesamt lässt sich in der Branche ein klares Wachstum erkennen.

Immer mehr Besucher kommen in die Spielbanken

Freuen darf sich die Branche laut der aktuellen Bilanz zum Beispiel auch über einen Zuwachs bei den Besucherzahlen. 2018 waren es noch 5,7 Millionen Besucher, die den Weg in eine der Spielbanken gefunden haben. 2019 konnte man sich über 6,4 Millionen Spielgäste freuen. Das entspricht einem Anstieg von 13,21 Prozent. Interessanterweise hat sich an der Beliebtheit der Spielarten in den letzten Jahren kaum etwas verändert. Noch immer ist das Automatenspiel die beliebteste Wahl. Das konnte auch im Jahr 2019 unterstrichen werden. Wurde im Vorjahr an den Automaten ein Spielertrag von 531,1 Millionen Euro verbucht, waren es im Jahr 2019 satte 700,1 Millionen Euro. Mit 32 Prozent legten die Automatenspiele damit das größte Wachstum hin. Dennoch erfreulich für die Branche: Auch Roulette, Poker und Black Jack als klassischen Tischspiele konnten wieder zulegen. Hier wurden 2018 153,42 Millionen Euro erwirtschaftet, 2019 waren es stolze 160,130 Millionen Euro.

Wulferding zeigt sich mit diesen Zahlen enorm zufrieden. Diese Zahlen würden belegen, dass man auf einem richtigen Weg sei. Der Vorstandsvorsitzende erklärte im Detail:

“Die Rahmenbedingungen für das stationäre Geld- und Glücksspiel haben sich geändert. Illegale Online-Spielanbieter bleiben jedoch weiter ohne faktische Regulierung. Sie legen weiter überproportional stärker zu. Das Wachstum der Spielbanken aber zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn wir der Öffentlichkeit Glücksspiel zur Verfügung stellen – verlässlich und komfortabel. Denn staatlich konzessionierte Spielbanken bieten ganz bewusst eine Freizeitunterhaltung in einer angenehmen Atmosphäre mit anderen Spielern. Das Spiel fühlt sich hier gut an, die Spieler fühlen sich wohl und sicher. Wir gehen davon aus, dass unsere Kompetenz in die digitale Welt reichen muss, damit auch online das Spiel in geregelten Bahnen verläuft – wie vom Staat gefordert.“

Spielbanken bald auch online aktiv?

Wulferding spielt damit darauf an, dass die staatlich-konzessionierten Spielbanken in Deutschland auf jeden Fall eine Lizenz für den Online-Betrieb erhalten sollten. Und diese Bitte wurde ganz offenbar erhört. Erst jüngst einigten sich die Bundesländer in Deutschland auf einen neuen Entwurf für den Glücksspielvertrag. Dieser sieht vor, dass ab 2021 bundesweit einheitliche Lizenzen für die Online-Glücksspiele vergeben werden. Private Unternehmen dürfen dann zum Beispiel Spielautomaten online zur Verfügung stellen. Die Kompetenzen für das Große Spiel, also für Roulette, Black Jack oder andere Tischspiele soll hingegen bei den Spielbanken bleiben. Nur diese dürften die Tischspiele dann online den Spielern zur Verfügung stellen. Im Februar wird der neue Entwurf noch einmal mit den Branchenverbänden besprochen, im März soll dieser endgültig auf den Weg gebracht werden.

In gewisser Hinsicht sind damit Parallelen zur Regelung in der Schweiz erkennbar. Dort allerdings ist das Internet-Glücksspiel ausschließlich in der Hand der staatlichen Spielbanken. Deutschland beschreitet künftig einen Mittelweg, da sowohl private als auch staatliche Unternehmen online ihre Angebote zur Verfügung stellen dürfen – nur eben ganz klar abgetrennt. Die wichtigste Voraussetzung hierfür wird jedoch zunächst die Gründung einer zentralen Glücksspielbehörde sein. Und hier haben bereits mehrere Bundesländer Interesse angemeldet.

Interesse an Regulierungsbehörde in mehreren Bundesländern

Ganz vorne mit dabei ist das Bundesland Schleswig-Holstein, welches ohnehin eine zukunftsträchtige Rolle in den letzten Jahren übernommen hat. Neben Schleswig-Holstein sollen jedoch auch Baden-Württemberg und Thüringen interessiert daran sein, die Regulierungsbehörde in ihren Bundesländern ins Leben zu rufen. So erklärte zum Beispiel Thomas Kemmerich als FDP-Chef in Thüringen, dass die Regulierungsbehörde am besten in Altenburg angesiedelt werden sollte. Durch die Nähe zu Leipzig würde dann neben Thüringen auch Sachsen von der Ansiedlung profitieren. Hessen und Sachsen-Anhalt hätten ihren Hut längst in den „Ring geworfen“, so Kemmerich. Nun sei es die Aufgabe der Thüringer Landesregierung, möglichst schnell zu handeln. Wann genau die Entscheidung über die neue Regulierungsbehörde fällt und wo diese dann errichtet wird, ist allerdings noch nicht absehbar.

Zu den besten Online Casinos

Der Beitrag wurde am 28.1.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
News teilen:
Startseite > Broker & Casino News lll▷ Das Offizielle Betrugstest Casino Magazin > Spielbanken mit steigenden Einnahmen