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Südkorea schafft Gaming Sperrstunde ab

Viele Jugendliche spielen gerne Computerspiele – manchmal beginnt das Interesse an den Spielen bereits in der Grundschule. Rein theoretisch stellt es kein Problem dar, wenn Kinder Videospiele spielen, solange es im Rahmen bleibt. Südkorea hatte das anders gesehen und eine nächtliche Sperrstunde für Kinder und junge Jugendliche eingeführt. Nun fand ein Umdenken statt und die Sperrstunde wurde aufgehoben. Was steckt dahinter?

Eine Szene aus dem beliebte Online Spiel Minecraft.

Spiele wie Minecraft sind in Südkorea erst ab 17 Jahren erlaubt. Diese Regel gilt zusätzlich zum nächtlichen Spielverbot für unter 16-jährige. (©allinonemovie/Pixabay)

So sah die Sperrstunde aus

Die von Südkorea festgesetzte Sperrstunde galt natürlich nicht für alle. Sie wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen, um Kinder unter 16 Jahren zu schützen. Das klingt soweit gut, doch seltsamerweise galt die Sperrstunde für die Zeit zwischen 24 Uhr und 6 Uhr morgens. Mit diesem Gesetz sollten Kinder und junge Jugendliche geschützt werden, damit sie keine Spielsucht entwickeln. Wäre das jedoch der einzige Grund gewesen, hätte das Spielverbot auch tagsüber gelten müssen. Denn eigentlich liegen zur Zeit der Sperrstunde die Kinder bereits im Bett.

Aber: Die neuesten Ergebnisse zeigen, dass dem doch nicht so war. Die Kinder spielten in den letzten zehn Jahren sehr wohl nachts, und das obwohl es das Gesetz gab. Aufgrund dieser Tatsache wurde nun in Südkorea das Gesetz wieder abgeschafft. Wie öffentlich bekannt gegeben wurde, soll dies aus Respekt den Kindern und Jugendlichen gegenüber so gemacht werden. Nun dürfen die Eltern entscheiden, wie viel die Kinder und vor allem wann die Kinder spielen.

Sperrstunde wurde auf verschiedene Weise umgangen

Wie kam es, dass Kinder und Jugendliche trotz der Sperrstunde in der Nacht Video- und Computerspiele spielten? Das war für die Kinder scheinbar ganz einfach: Sie meldeten sich zum Beispiel beim Konto ihrer Eltern an. Damit konnten die Kinder die Sperrstunde umgehen. Das war jedoch nicht der einzige Grund, weshalb der Nachwuchs das Konto ihrer Eltern nutzte. Auf diese Weise konnten die Spiele genutzt werden, die eine Altersfreigabe haben.

So hatte sich zum Beispiel Microsoft dazu entschieden, das beliebte Open-World-Game Hit Minecraft erst ab 17 Jahren freizugeben. Das hatte jedoch wenig Erfolg, wenn sich die Kinder über den PC ihrer Eltern anmeldeten. Solch kreative Ideen der Kinder führten ebenfalls dazu, dass das Gesetz abgeschafft wird. Zwar ist die südkoreanische Regierung nach wie vor der Meinung, dass Minderjährige vor einer Spielsucht geschützt werden müssen. Nun jedoch wird die Aufsicht auf die Eltern verlagert.

Das liegt auch daran, dass über mehrere Untersuchungen festgestellt wurde, dass ein häufiges Spielen zu Problemen in der Schule führt. Einige Kinder schwänzten zum Beispiel den Unterricht oder vernachlässigten ihre Hausaufgaben. Wenn die Kinder und Jugendlichen aufgrund dieser Problematik eine schlechte Schulbildung absolvieren, entsteht ein generelles Problem. Das wirkt sich nicht nur auf den Nachwuchs, sondern auf die gesamte Gesellschaft auf.

Reguliertes Auswahlprogramm zeigte ebenfalls keine Wirkung

Südkorea hat nicht nur mit dem nächtlichen Spielverbot versucht, eine Spielsucht unter den Minderjährigen zu verhindern. Zusätzlich gab es ein Auswahlsystem, das im Jahr 2012 eingeführt wurde. Mit diesem Auswahlprogramm konnten die Eltern unter sieben verschiedenen Spieleherstellern wählen. Insgesamt standen den Kindern 40 Spiele zur Verfügung. Allerdings hätten die Kinder nur die Spiele nutzen können, die die eigenen Eltern ausgewählt haben. Nachdem auch dieses System nicht besonders beliebt war, wird es nun überarbeitet. Sollte es auch dann nicht von Erfolg gekrönt sein, könnte das Auswahlsystem komplett wegfallen – wie auch das nächtliche Verbot.

Beides führt dazu, dass in Zukunft die Eltern gefordert sind. Sie müssen dafür sorgen, dass die Kinder weniger oder gar nicht spielen. Um das umzusetzen, hat die Regierung ein paar Tipps:

  • Kinder sollen als Belohnung spielen dürfen.
  • Das Spielen soll auf ein paar Stunden pro Woche begrenzt werden.

So logisch sich die Tipps auch anhören – es könnte auch hier Probleme bei der Umsetzung geben. Mit Sicherheit hatten die Kinder bereits jetzt Auflagen von ihren Eltern erhalten, die sie jedoch nicht umgesetzt haben. Zudem hatten die Eltern bestimmt nicht erlaubt, dass deren Computer genutzt wird. In Zukunft sollte daher auch der Zugriff auf den elterlichen Computer gesichert werden.

Gibt es weitere Länder mit ähnlichen Gesetzen?

Die meisten Länder versuchen auf eine andere Art und Weise, Minderjährige zu schützen. So gibt es zum Beispiel bestimmte Werbeverbote, sodass Kinder und Jugendliche gar nicht auf Glücksspiele aufmerksam werden. Online Casinos präsentieren Schutzsoftware, die auf dem PC installiert werden kann. Dank dieser Programme ist es Minderjährigen (unter 18 Jahren) ebenfalls nicht mehr möglich, auf online Casinos zuzugreifen. Natürlich können die Eltern ihre Computer mit einem Passwort schützen.

Aber: Es gibt weitere Länder, die das Spielen für Minderjährige eingrenzen. In China dürfen Minderjährige zwischen 22 und 8 Uhr nicht spielen. Dafür sollen jedoch die Plattformen und Unternehmen sorgen. Hinzu kommt, dass Kinder an einem Werktag maximal 90 Minuten spielen dürfen. Am Wochenende und in den Schulferien wird die Spielzeit auf drei Stunden erhöht. Doch wer soll das kontrollieren, wenn sich die Eltern nicht zuständig fühlen? China hat hier die Idee entwickelt, eine Gesichtserkennung zu installieren. Das wurde im Juli 2021 veröffentlicht.

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Der Beitrag wurde am 3.9.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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