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Sunmaker: Werbeoffensive im deutschen Fußball

Im deutschen Profisport gehört es mittlerweile schon fast zum guten Ton, mit dem Logo eines Glücksspielunternehmens zu werben. Während sich die Partnerschaften natürlich vor allem auf die erste und zweite Bundesliga fokussieren, geht der Glücksspielanbieter von Sunmaker einen ganz anderen Weg. Hier wird eine wahre Werbeoffensive gestartet, die vor allem in der dritten Liga zu erkennen sein dürfte. Mindestens sieben Vereine wird Sunmaker hier künftig unterstützen, insgesamt könnten so mehr als zehn Clubs in der kommenden Spielzeit mit dem Logo des Casinos auflaufen.

Webseite des Sunmaker Casinos.

Sunmaker geht in die Werbeoffensive: Der Anbieter wird wohl nächste Saison mindestens zehn Vereine im deutschen Profifußball unterstützen. (©Sunmaker)

3. Liga und Sunmaker? Das scheint zu passen

Für die Glücksspielunternehmen sind die Partnerschaften mit deutschen Sportvereinen in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Speziell der Fußball kann hier als interessant bezeichnet werden, da die Glücksspielunternehmen neben den Casinospielen oftmals auch Sportwetten für ihre Kunden zur Verfügung stellen. In den Zuschauern der Fußballspiele wird also so die optimale Zielgruppe angepeilt. Spaß am Unterstützen der Profivereine hat ganz offensichtlich auch das Online Casino von Sunmaker. Der Anbieter kann für die kommende Saison zum Beispiel bereits eine Partnerschaft mit dem Bundesliga-Neuling vom SC Paderborn vorweisen, zusätzlich stehen zwei weitere Zweitliga-Vereine auf der „Haben-Seite“ des Konzerns. Und diese Liste wird jetzt noch einmal deutlich verlängert.

Gleich sieben Vereine sollen künftig in der dritten Liga unterstützt werden, deren neue Saison bereits in rund zwei Wochen beginnen wird. Sunmaker wird dann als siebenfacher Unterstützer auf jeden Fall auf den Trikots vom SV Waldhof Mannheim, Carl Zeiss Jena, FSV Zwickau, FC Magdeburg, Hansa Rostock, Preußen Münster und des Hallescher FC zu sehen sein. Wie es heißt, befindet sich das Unternehmen zudem noch in Verhandlungen mit dem MSV Duisburg. Gut möglich, dass sich also noch ein weiterer Kooperationspartner finden lässt.

Viel Geld für Engagement in 3. Liga

Für die einzelnen Kooperationen soll der Glücksspielkonzern einen Betrag zwischen 400.000 Euro und 800.000 Euro an die Vereine überweisen, was bei zehn Kooperationspartnern immerhin bis zu acht Millionen Euro Investition bedeuten könnte. Eine Menge Geld, wenn zudem bedacht wird, dass die Vereinbarung erst einmal nur jeweils für eine Saison laufen möchte. Bleibt die Frage, weshalb so eine große Summe in nur eine Spielzeit in der 3. Liga investiert wird. Immerhin hätte man für deutlich weniger als acht Millionen Euro auch einen Partner in der 1. Bundesliga finden können. Doch Sunmaker hat diesen Weg ganz bewusst eingeschlagen, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber dem MDR mitteilte. Zitiert wird der Sprecher mit den Worten:

“In der 3. Liga können wir mit mehreren Vereinen zusammenarbeiten und somit mehr unserer Kunden abdecken. Mit einem Verein in der Bundesliga erreichen wir nicht so viele Fans wie bei zehn Vereinen in der 3. Liga zusammen.“

Vorgesehen ist in den Partnerschaften vor allem die Trikotwerbung. Künftig wird das Sunmaker-Logo also die Trikots von mindestens sieben Vereinen in der dritthöchsten deutschen Spielklasse zieren. Zusätzlich dazu geht es dem Konzern laut eigener Aussage aber auch darum, mit den Fans besser in Kontakt treten zu können. Gefördert werden soll der Kontakt auch durch zusätzliche Kampagnen. Auf diesem Wege erhofft man sich, seinen jetzigen Platz auf dem deutschen Markt mindestens zu verfestigen, eher auszubauen.

Kooperationen werden kritisch betrachtet

Über die letzten Jahre hinweg haben sich immer mehr Glücksspielunternehmen in Deutschland als Partner von Vereinen oder sogar ganzen Ligen in Szene setzen können. Selbst die deutsche Fußball Nationalmannschaft kommt mittlerweile nicht mehr ohne das Branding eines Glücksspielunternehmens aus. Diese Kooperationen werden nicht immer unbedingt unkritisch gesehen, sondern von vielen Seiten oftmals kritisiert. Der Präsident vom Hallescher FC, Jens Rauschenbach, kann die Aufregung um diesen Deal allerdings nicht nachvollziehen und erklärt treffend:

“Jeder Verein von der ersten bis zur dritten Liga hat einen Wettanbieter als Werbepartner. Warum sollten wir uns dem verschließen?“

Eine Meinung, die sowohl der DFB als auch die Liga und die weiteren betroffenen Vereine vertreten. Auch von Seiten des FC Magdeburg war zu hören, dass man mit Sunmaker einen guten Partner auf seiner Seite habe. Zudem würden andere Kooperationen von Vereinen nicht so stark hinterfragt werden. Zum Beispiel, wenn diese aufgrund des Dieselskandals für den Volkswagen-Konzern oder für Biermarken werben würden.

Konkurrenz ist ebenfalls aktiv

Dass der deutsche Profifußball exzellent als Werbefläche genutzt werden kann, ist also nicht nur im Hause Sunmaker bekannt. Erst vor wenigen Tagen wurde zum Beispiel bekannt, dass auch das Online Casino von DrückGlück seine Kooperationen und Aktivitäten im Profifußball erweitern möchte. Das Online Casino tritt als Partner von Holstein Kiel auf und konnte in dieser Kooperation in den vergangenen Monaten große Erfolge feiern. Künftig möchte man daher noch stärker mit den Störchen aus dem hohen Norden kooperieren. Zeitgleich durfte sich der Konzern hinter DrückGlück, SKillOnNet, auch über eine Verlängerung der Glücksspiellizenz in Schleswig-Holstein freuen. Die alte Lizenz war Anfang des Jahres ausgelaufen, die neue Bewilligung gilt nun mindestens bis 2021.

Bereits im letzten Jahr wiederum hat sich die Gauselmann Gruppe einen wichtigen Platz im deutschen Profifußball sichern können. Der Konzern ist eine Sport-Partnerschaft mit der Stadt Düsseldorf eingegangen und hat sich in diesem Zusammenhang unter anderem die Namensrechte am Fußballstadion von Fortuna Düsseldorf gesichert. Bereits seit mehreren Monaten heißt dieses anz offiziell „Merkur Spiel-Arena“. Im Gegenzug hat sich die Gauselmann Gruppe dazu bereiterklärt, zahlreiche Vereine und Sportler aus der Metropole zu unterstützen. Die Zeichen der Zeit stehen hier also insgesamt klar auf Intensivierung der Zusammenarbeiten.

Gut möglich also, dass sich bis zum Start in die neuen Spielzeiten noch weitere Kooperationen zwischen Fußballvereinen und den Glücksspielunternehmen in Deutschland vermelden lassen. Abgesehen davon zeigen die jüngsten Entwicklungen, dass auch andere Sportarten aufgrund der steigenden Popularität für die Unternehmen immer interessanter werden. Der Fußball dürfte hier in den kommenden Jahren dennoch erst einmal das Zugpferd bleiben.

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Der Beitrag wurde am 11.7.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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