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Trotz guter Umsätze werden Mitarbeiter in Las Vegas entlassen

Derzeit werden widersprüchliche Meldungen veröffentlicht: Auf einer Seite gibt es News, die über sehr hohe Umsätze in den Casinos von Las Vegas berichten. Auf der anderen Seite gibt es nun Meldungen, dass ein Hotel- und Casinobetreiber nicht nur Mitarbeiter entlässt, sondern Casinos weiterhin geschlossen hält.

Casino-Hotel-Resort in Las Vegas.

Obwohl sich in Las Vegas die Umsätze langsam stabilisieren, muss MGM Resorts International Tausende von Mitarbeitern entlassen. (©YS-Park/Pixabay)

Juli war der umsatzstärkste Monat in Las Vegas

Laut Nevada Gaming Control Board wurden im Monat Juli mehr als 600 Millionen Euro in den Casinos von Nevada erwirtschaftet. Zwar handelt es sich im Vergleich zu den Vorjahren um einen Umsatzrückgang. Wird diese Summe jedoch mit den Vormonaten dieses Jahres verglichen, so liegt eine deutliche Umsatzsteigerung vor. In Anbetracht dessen, dass viele Casinos über Wochen und Monate hinweg geschlossen waren und sich der Betrieb erst wieder einspielen muss, können die Casinobetreiber durchaus zufrieden sein. Die umsatzschwächsten Monate waren April und Mai. Diese vermeldeten einen Umsatzrückgang von über 99 Prozent – im Juli waren es nur noch 26 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren.

Einer interessanten Studie zufolge kamen die Besucher im Juli aus fast allen Bundesstaaten der USA. Die größte Anzahl der Besucher stammte zwar aus Kalifornien, aber auch andere Staaten waren vertreten. Somit handelte es sich vorrangig um Einheimische – die Zahl der Touristen aus anderen Ländern ging stark zurück.

Seit dem Jahr 1931 findet in Las Vegas legalisiertes Glücksspiel statt. 1941 wurde das erste Casino-Hotel eröffnet, wenn auch ein kleines Stück außerhalb der Stadt. Im Laufe der Jahre konnte sich Las Vegas zum Eldorado des Glücksspiels entwickeln und verzeichnete im Jahr 2019 42 Millionen Besucher. Aufgrund der Corona-Pandemie ging diese Zahl 2020 deutlich zurück. Dieser Rückgang muss schnellstmöglich behoben werden, da Las Vegas vorrangig vom Glücksspiel lebt. Zwar werden in dieser Stadt auch Kongresse, Konzerte und diverse Meisterschaften abgehalten. Trotzdem war es bisher so, dass die Besucher wegen der Casinos kamen. Statistiken zufolge verbringt ein Besucher im Schnitt 3,7 Tage in Las Vegas.

MGM entlässt mehr als 18.000 Mitarbeiter

Obwohl sich die Umsatzentwicklung positiv gestaltet, ist ein Betreiber keinesfalls zufrieden: MGM möchte oder muss mehr als 18.000 Mitarbeiter entlassen. Dieser Konzern betreibt nicht nur in Nevada, sondern in mehreren USA-Staaten Casinos und Hotels. In Las Vegas stehen das Bellagio, das MGM Grand und das Mirage. Alle Casinos wurden während der Corona-Pandemie geschlossen und 62.000 Mitarbeiter wurden in Zwangsurlaub geschickt. Nun müssen zahlreiche dieser entlassen werden.

Der Hauptgrund dieses Vorgehens liegt im Umsatzrückgang. Die meisten der geschlossenen Casinos sind inzwischen wieder offen. Die aktuellen Besucherzahlen stimmen jedoch immer noch nicht mit den früheren Zahlen überein. Ein weiterer Grund liegt darin, dass in den USA einem Gesetz zufolge Mitarbeiter unter bestimmten Umständen entlassen werden müssen: Wer in Zwangsurlaub geschickt wurde und nach sechs Monaten nicht erneut zum Arbeitsplatz zurückkehren kann, muss gekündigt werden.

Ein weiterer Grund des Rückgangs der Besucherzahlen liegt in der weiterhin geltenden Reiseeinschränkung. Selbstverständlich strömten in den letzten Jahren nicht nur Amerikaner, sondern viele Touristen aus anderen Ländern nach Las Vegas. Solange die Reiseinschränkungen gelten, werden alle Casinos in den USA mit Umsatzeinbußen rechnen müssen. Hinzu kommt, dass Casinos nur noch halb so viele Besucher aufnehmen dürfen, wie vor der Corona-Pandemie. Darin mag auch ein Grund liegen, warum ein MGM Casino in Las Vegas weiterhin geschlossen bleibt. Ferner sind auch die von MGM betriebenen Hotels geringer ausgelastet als früher. Dies führt dazu, dass nicht nur Mitarbeiter der Casinos von einer Kündigung betroffen sind: An Kongresswochenenden waren die Hotels in Las Vegas zu 100 Prozent ausgelastet. MGM verzeichnete in den letzten Monaten nur noch eine Auslastung von knapp 43 Prozent. Diese Tatsache versuchte der Konzern mit Dumpingpreisen zu ändern, jedoch mit mäßigem Erfolg.

Informationen über MGM

Derzeit handelt es sich bei MGM um den zweitgrößten Casinobetreiber der Welt. Dem war aber nicht immer so. Das Unternehmen MGM entstand, als im Jahr 1969 das Hollywood Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer von Kirk Kerkorian übernommen wurde. Kurz darauf wurde in Las Vegas das erste Casino Resort eröffnet: MGM Grand Hotel, das inzwischen mehr als 5000 Betten bietet. Im Jahr 2000 wurde Mirage Resort übernommen, weshalb der Konzern in MGM Mirage umgetauft wurde.

Zum Mirage Resort zählte unter anderem das Casino Hotel Bellagio und Mirage – beide in Las Vegas. Im Laufe der Jahre kamen weitere Übernahmen hinzu und 2010 wurde die Gesellschaft in MGM Resorts International umbenannt. Dies war auch der Zeitpunkt, an dem der Fokus auf das Immobiliengeschäft verlegt wurde. Als Folge hiervon betreibt MGM nicht nur Casinos und angeschlossene Hotels. Auch ein großer Immobilienkomplex wurde in Las Vegas erschaffen, der zusätzlich Eigentumswohnungen und Ladengeschäfte beinhaltet. Dieser Komplett umfasst mehr als 30 Hektar und steht am Las Vegas Boulevard.

Der Sitz des MGM Konzerns befindet sich in Las Vegas, weshalb die größte Anzahl an Casinos und Hotel höchstwahrscheinlich in dieser Stadt stehen. Weitere vier Resorts stehen in Nevada, während weitere Casinos in Mississippi, Illinois, Detroit Michigan, New Jersey, Connecticut stehen. Des Weiteren findet man in Dubai und Macao einige Casino-Resorts dieser Gesellschaft.

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Der Beitrag wurde am 7.9.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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