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Übernahmeangebot von Blackstone für Crown

Jahrelange wurde gegen Crown ermittelt. Im Mittelpunkt stand zum Beispiel Geldwäsche und ein Verstoß gegen die geltenden Lizenzbestimmungen. Letzteres entstand, da sich der damalige CEO von Crown mit Stanley Ho in einer Geschäftsbeziehung befand. Obwohl all dies teilweise abgestritten wurde, konnten die Vorwürfe über die Ermittlungen bestätigt werden. Das führte teilweise zum Lizenzentzug. Nun jedoch könnte für Crown eine Rettung kommen: Blackstone hat ein Übernahmeangebot unterbreitet.

Sidney.

Crown hat die Lizenz für das neue Casino in Barangaroo verloren. Trotz der Geldwäsche Affäre möchte Blackstone Crown übernehmen. (©Jutta53/Pixaba)

Gründe für Lizenzentzug bei Crown

Zum Glück hat Crown nicht alle Lizenzen verloren. Es handelt sich lediglich um die Lizenz für das neu erbaute Casino in Barangaroo. Der Lizenzentzug geschah zudem vor der Eröffnung des Casinos. Zu beachten ist jedoch, dass der Bau des Casinos ein paar Millionen Dollar gekostet hat. Eine positive Nachricht in diesem Zusammenhang lautet: Die Lizenz ist nicht für immer verloren. Crown hat die Chance, die angesetzten Maßnahmen einzuhalten und so doch noch die Lizenz zu erhalten.

Eine dieser Maßnahmen forderte die Umbesetzung des Managements. Obwohl Ken Barton abstritt, etwas von den Vorfällen gewusst zu haben oder gar involviert gewesen zu sein, kündigte er vor ein paar Wochen seinen Rücktritt an. Manch einer mag darin eine Bestätigung sehen, dass er nicht unschuldig ist.

Im Laufe der Ermittlungen wurden mehrere Geschäftskonten überprüft. Als Ergebnis kam heraus, dass über alle Geschäftskonten Geldwäsche betrieben wurde. Das führte dazu, dass die Lizenz für Barangaroo entzogen wurde. Im weiteren Verlauf werden die Lizenzen für die anderen Casinos einer Prüfung unterzogen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht das Casino in Perth.

Ein weiteres Problem wird in der bisherigen Zusammenarbeit mit Junket Operators gesehen, die Glücksspielreisen vermitteln. Über diese war es erst möglich, reiche Personen aus China einzuschleusen, die an kriminellen Aktivitäten beteiligt waren. Ferner wurde moniert, dass weiterhin eine Geschäftsverbindung mit Ho unterhalten wird. Solch eine ist laut Lizenzbedingung verboten.

Blackstone bietet mehr als 6 Milliarden US-Dollar

Das Übernahmeangebot von Blackstone kam sehr überraschend. Zumindest hatte Crown nicht damit gerechnet. Bei Blackstone handelt es sich um eine Investmentgesellschaft aus New York. Dieses Unternehmen zählt zu den weltweit größten Investmentgesellschaften und konzentriert sich auf Immobilien, Private Equity, Kredit- und Hedge Fonds. Die Bedeutung dieser Gesellschaft lässt sich an zwei Beispielen verdeutlichen: Im Jahr 2007 übernahm Blackstone die Hilton-Hotelkette. Zudem befinden sich mehr als 3000 Wohnungen in Berlin im Besitz von Blackstone.

Wie jedoch kommt Blackstone auf die Idee, Crown zu übernehmen? Das mag daran liegen, dass Blackstone bereits 10 Prozent von Crown besitzt. Das jedoch könnte eine Übernahme verhindern. An die Beteiligung gelangte das Unternehmen nicht direkt, sondern über Melco Resorts & Entertainment Limited. Bei diesem Unternehmen arbeitet Lawrence Ho, und zwar als CEO. Laut Lizenzbedingungen darf Crown keinen Kontakt mit Stanley Ho pflegen. Über Ho wurde jedoch die Beteiligung abgewickelt, als Ken Benton noch nicht CEO war. Ein erneuter Hinweis, dass Ken Benton unschuldig ist.

Übernahmeangebot muss rechtlich überprüft werden

Die Hintergründe und das Zusammenspiel unterschiedlicher Unternehmen führt dazu, dass die Übernahme rechtlich überprüft werden muss. Das kündigte auch der aktuelle Vorstand von Crown an, der zudem bestätigte, dass sie mit allen wichtigen Interessenvertretern und mit der zuständigen Aufsichtsbehörde zusammenarbeiten werden.

Um das Angebot zu überprüfen, geht Crown auf Nummer sicher und beauftragte UBS als Finanzberater und Allens als Rechtsberater. Fraglich ist ferner, ob während der weiteren Ermittlungen überhaupt eine Übernahme aus rechtlicher Sicht möglich ist. Zumindest müsste sich Blackstone den geforderten Maßnahmen der Aufsichtsbehörde fügen. Es ist durchaus denkbar, dass Blackstone bei einer möglichen Übernahme öfter und strenger von den Behörden überprüft werden.

Eine Zusammenarbeit mit Junket Operators würde weiterhin verboten sein. Das liegt auch daran, dass in Australien keine Kunden Casinos besuchen dürfen, wenn in deren eigenem Land ein Casinobesuch verboten ist. Aus diesem Grund ist es generell verboten, wenn Spieler aus China die Casinos von Australien besuchen.

Müsste Blackstone eine neue Lizenz beantragen?

Inzwischen steht auch das australische Konsulat unter Verdacht, den Spielern aus China ein Visa gegeben zu haben, obwohl dies rechtens nicht möglich war. Zudem werden im Moment auch die Mitarbeiter von Crown überprüft, ob sie über die nötige Eignung verfügen. Nicht zu Letzt unterliegt das Finanzsystem einer Prüfung. Solange diese Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, steht die Frage im Raum, ob eine Übernahme überhaupt möglich ist.

Es wäre auch denkbar, dass Crown nach den weiteren Ermittlungen alle Lizenzen entzogen werden. Wäre das der Fall, müsste sich Blackstone um eine eigene Lizenz bemühen. Wie streng diese ausfallen würden, kann niemand voraussagen. Nachdem Blackstone jedoch in Verbindung mit Melco steht, könnte eine eigene Lizenz schwierig werden. Zumindest muss davon ausgegangen werden, dass eine eigene Lizenz mit sehr strengen Bedingungen verbunden ist. Immerhin müssen ähnliche Vorfälle in Zukunft verhindert werden.

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Der Beitrag wurde am 12.4.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , veröffentlicht.
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