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Wayne Rooney und 32RED in der Kritik

Wayne Rooney ist eine der schillerndsten Figuren im englischen Fußball in den letzten Jahren gewesen. Nach seiner erfolgreichen Zeit in der Premier League und Nationalmannschaft hat sich Rooney für eine Zeit in den USA entschieden, 2020 soll der ehemalige Nationalstürmer jetzt aber wieder in seine Heimat zurückkehren. Nicht in die erste Liga, sondern in eine unterklassige Liga – die Championship. Doch um diesen Wechsel zum Verein Derby County gibt es einige Nebengeräusche. Und die beziehen auch den Glücksspielriesen 32RED mit ein.

Startseite des Glücksspielanbieters 32RED.

32RED ist ein echter Glücksspielriese aus Großbritannien. Gemeinsam mit dem ehemaligen Nationalspieler Wayne Rooney steht der Konzern derzeit im Fokus von scharfer Kritik. (©32Red)

Top-Gehalt finanziert durch 32RED?

Im fußballverrückten Großbritannien kann die Rückkehr eines Nationalstürmers wie Wayne Rooney als echte Sensation bezeichnet werden. Der heute 33-Jährige war lange Zeit in der Nationalelf der „Three Lions“ aktiv und kickte in der Premier League unter anderem für den Traditions- und Erfolgsclub Manchester United. Nach seiner erfolgreichen Zeit in der Heimat entschied sich Rooney dann für einen neuen Richtungswechsel und kickte künftig in den USA. 2020 soll der Stürmer und Nationalheld jetzt allerdings nach Großbritannien zurückkehren – und zwar zum Verein Derby County in der Championship. Und genau ab diesem Punkt nimmt der ganze Wechsel eine andere Dynamik an.

Derby County hat gerade erst vor wenigen Tagen einen Deal mit dem Glücksspielanbieter 32RED vermelden können. Dieser wird in den kommenden Jahren als Trikotsponsor agieren und im Ausgleich dafür eine horrende Summe an den Fußballverein zahlen. Ebenfalls ein Partner des Glücksspielanbieters ist auch der Kicker Wayne Rooney, weshalb Kritiker sich sicher sind, dass der Glücksspielkonzern bei diesem Transfer seine Finger mit im Spiel gehabt haben muss. Unterstützt wird dieser Verdacht dadurch, dass Rooney Medienberichten zufolge offenbar für einen 18-Monatsvertrag ein Gehalt von gut 7,8 Millionen Pfund einkassieren soll. Das entspricht ungefähr 100.000 Pfund pro Woche und gleichzeitig dem fünffachen Durchschnittsverdienst in der britischen Liga. Hat der Glücksspielanbieter das Geld für den Rooney-Wechsel also bereitgestellt? Oder hier wohlmöglich sogar ganz entscheidende Impulse gegeben?

Rooney mit Rückennummer 32: Komischer Zufall?

Zahlreiche kritische Stimmen sind durchaus der Überzeugung, dass es sich beim Wechsel um ein abgekatertes Spiel handelt, mit dem vor allem auf dem Rücken von einem ehemaligen Nationalspieler gute Geschäfte gemacht werden sollen. Wortwörtlich unterstützt wird auch dieser kritische Ansatz dadurch, dass der Neuzugang ab 2020 offenbar mit der Rückennummer 32 auflaufen soll. Einen Zufall möchten die Kritiker hier nicht sehen, zumal es sich bei 32 nicht etwa um eine typische Nummer im Fußball handelt. Darüber hinaus ist es untypisch, dass die Rückennummer eines Neuzugangs rund ein Jahr vor dessen tatsächlicher Ankunft bekanntgegeben wird. Es scheint also zumindest nicht ganz unwahrscheinlich, dass der neue Sponsorenvertrag von Derby County und 32RED in direkter Verbindung mit dem spektakulären Rooney-Transfer steht.

Wie hoch die Wellen sind, die dieser Fall schlägt, lässt sich recht einfach an den Reaktionen erkennen. So hat sich jüngst zum Beispiel auch die Kirche in die Debatte eingeschaltet und in Form von Bischof Dr. Alan Smith Wayne Rooney scharf kritisiert. Smith ist Bischof von St. Albans und gleichzeitig der kirchliche Vertreter in allen Belangen rund um das Glücksspiel. In einem Interview mit der Zeitung „The Guardian“ sagte Smith:

“Wayne Rooney sollte den Anfang machen und sich für seine Fans einsetzen, indem er sich weigert, dieses Trikot zu tragen. Wenn junge Fußballer sehen, wie ein Nationalheld sich weigert, seine eigene Marke zu besudeln und sich moralisch klar positioniert, wird dies Familien jetzt und in Zukunft besser vor den Schäden schützen, die das Glücksspiel anrichten kann.“

Zusätzlich dazu erklärte Smith, dass es sich bei Wayne Rooney nicht um einen Einzelfall handele. Vielmehr müssten Prominente und Sportler endlich realisieren, dass sie ihren Fans und Anhängern keinen Gefallen tun würden, wenn sie Werbung für einen Glücksspielanbieter machen. Den aktuellen Aufschrei in der Gesellschaft hofft Bischoff, würde Rooney nun als Anlass dazu nutzen, um von einem derartigen Deal und dem Tragen des Trikots Abstand zu nehmen. Beginnen könne Rooney so damit, Entscheidungen zugunsten seiner Fans zu treffen und nicht zugunsten seines Bankkontos.

Gelungene Aktion für den Glücksspiel-Riesen

Was zusätzlich einigen Kritikern übel aufstößt, ist die Tatsache, dass Wayne Rooney in der Vergangenheit selbst schon einmal erklärte, gewisse Probleme mit seinem Spielverhalten gehabt zu haben. 2006 veröffentlichte der Sportler seine Autobiographie, in welcher er erklärte, dass er hohe Summen beim Glücksspiel verloren habe und damals versucht hätte, mit noch größeren Einsätzen seine Verluste wieder reinzuholen. Dass ausgerechnet Rooney nun eine derart zentrale Figur in diesem Abkommen wird, halten viele Kritiker daher für zusätzlich fragwürdig. Ähnlich sieht es laut verschiedenen britischen Medienberichten auch die Ehefrau des Kickers, Coleen Rooney. Diese soll laut Medienberichten enorm besorgt über die Partnerschaft sein und sich vor allem Sorgen um ihren Mann machen. Sie hoffe, dass die Kooperation keine zu starken Auswirkungen auf ihren Mann haben werde, wird die Spielerfrau zitiert.

Unabhängig von der weiteren Entwicklung hat sich diese ganze Sache natürlich vor allem für einen Beteiligten schon als Erfolg erwiesen. Der Wettanbieter 32RED dürfte seine Popularität noch einmal deutlich gesteigert haben und wohl schon vor der Ankunft von Wayne Rooney in Derby County eine große Anzahl an Neukunden vorweisen können.

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Der Beitrag wurde am 14.8.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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