Startseite

Übergangsregeln bis zum Glücksspielstaatsvertrag veröffentlicht

Zwar geht seit Monaten das Gerücht um, dass Online Casinos unter bestimmten Umständen bereits jetzt akzeptiert werden. Das bedeutet, dass kein Bundesland gegen das Angebot der Online Glücksspielanbieter vorgeht. Jetzt wurde detailliert veröffentlicht, welche Voraussetzungen ein Online Casino erfüllen muss, um bereits jetzt seine Dienste anbieten zu dürfen.

Roulettetisch mit Kugel auf der 17.

Die Übergangsregeln bis zum Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages wurden nun öffentlich bekannt gegeben. (©GregMontani/Pixabay)

Folgende Voraussetzungen muss das Online Casinos erfüllen

Bevor ein Online Casino die Chance erhält, seine Dienste legal anbieten zu dürfen, müssen bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Der Sitz eines Online Casinos muss sich in einem EU-Land befinden. Ebenso wird ein Land akzeptiert, das als Vertragsland des europäischen Wirtschaftsraums gilt. Zugleich muss in Deutschland das Online Casino in deutscher Sprache angeboten werden.

Zusätzlich zu diesen Voraussetzungen definierte der Staat eine gemeinsame Leitlinie, die zwingend eingehalten werden muss. Diese Leitlinie definiert zum Beispiel, dass kein gesperrter Spieler die Chance erhalten darf, in einem Online Casino zu spielen. Ferner sollen keine Minderjährigen ein Konto eröffnen dürfen. Zudem gilt das Eröffnen eines Kontos als Voraussetzung, damit in einem Online Casino überhaupt gespielt werden darf.

Einige dieser Richtlinien könnten schwer umzusetzen sein. Um gesperrte Spieler zu erkennen, gibt es (noch) kein zentrales Register. Somit liegt es einzig und allein in der Verantwortung der Online Casinos, gesperrte Spieler zu ermitteln und den Zugang zu verweigern. Im Zusammenhang mit einem Spielerkonto gilt, dass nicht nur der Name, sondern auch das Geburtsdatum und die Adresse gespeichert werden muss. Die zusätzliche Speicherung des Geburtsnamens soll höchstwahrscheinlich die Chance erhöhen, einen gesperrten Spieler zu erkennen, bevor er sich neu registriert.

Regeln zur Einhaltung des Geldwäschegesetzes

Die Leitlinien dienen nicht nur dem Spielerschutz. Jedes Online Casino muss gewährleisten, dass keine Geldwäsche betrieben werden kann. Aus diesem Grund dürfen Einzahlungen nur von einem Konto nach § 1 Abs. 17 des Zahlungsdienstaufsichtsgesetzes erfolgen. Jede Einzahlung muss zudem sofort dem Konto gutgeschrieben werden und eine Auszahlungsanforderung muss ebenfalls sofort umgesetzt werden. Wichtig ist, dass in einem Spielerkonto alle Transaktionen übersichtlich gespeichert werden und auf Bedarf vorgezeigt werden können. Der anzuzeigende Zeitraum umfasst die letzten zwölf Monate.

Die maximal mögliche Einzahlungssumme pro Monat beträgt 1000 Euro. Diese Vorschrift sichert zwar nicht die Geldwäsche ab, dient jedoch der Sicherheit der Spieler. Nur ein geringer Prozentsatz aller Spieler hat das Recht, das persönliche Limit zu erhöhen. Um den Spieler vor einem zu hohen Verlust zu schützen, muss er zugleich ein Verlustlimit setzen. Dieses darf maximal 20 Prozent der persönlichen Einzahlungssumme betragen.

Weitere Bedingungen dienen dem Spielerschutz

Es wäre zu einfach, wenn die vorgenannten Bedingungen die einzigen wären. Viele der Richtlinien können von den Online Casinos einfach umgesetzt werden, da dies bereits jetzt der Fall ist. So müssen alle Online Casinos die Spieler darauf hinweisen, dass das Spielen auch zu einer Sucht führen kann. Die meisten der vorhandenen Online Casinos bieten bereits jetzt Ideen an, die ein Spieler nutzen kann. So werden zahlreiche weitere Maßnahmen wie Spielpause oder eine Information über die Spielzeit angeboten. Wer sich selbst mit diesen Maßnahmen nicht schützen kann, könnte jederzeit das Konto löschen oder einen Ausschluss beantragen.

Im weiteren Verlauf muss der Spieler Informationen bezüglich der Auszahlungsquote und der Zufallsgeneratoren erhalten. Solche Infos sollen dem Spieler zeigen, wie groß die Chance auf einen Gewinn ausfällt. Nur so kann er selbst entscheiden, inwieweit er ein Risiko eingeht. Ebenso dienen diese Informationen der gezielten Auswahl der Spiele.

Bedingungen bezüglich des Internetauftritts

Die besonderen Anforderungen, die ebenfalls über die Richtlinien geregelt wurden, könnten schwer umsetzbar sein. So müssen ab sofort Tischspiele von Spielautomaten getrennt angeboten werden. Das bedeutet, dass jedes Online Casino zwei Seiten präsentieren müsste. Hinzu kommt, dass keinem Spieler die Chance gegeben werden soll, an zwei Spielen zugleich teilnehmen zu können. Das soll dadurch erzielt werden, dass immer nur ein Spiel angezeigt wird.

Ferner müssen die Spielregeln und der Gewinnplan leicht zu finden und verständlich sein. Jeder Spieler soll die Möglichkeit erhalten, diese Regeln vor dem Spielen lesen zu können. Ein virtuelles Automatenspiel darf erst nach expliziter Zustimmung des Spielers begonnen werden. Eine neue Erklärung für ein neues Spiel darf erst erfolgen, wenn das andere Spiel komplett beendet wurde. Spiele in Folge dürfen scheinbar gar nicht mehr stattfinden. Bezüglich des Einsatzes gilt, dass ein Euro pro Runde nicht überschritten werden darf.

Abgesehen von den besonderen Bedingungen für Spielautomaten wurden auch Bedingungen für Poker erschaffen. Zwar darf ein Spieler an bis zu vier Tischen gleichzeitig spielen. Die Zuweisung an einen Tisch muss jedoch zufällig erfolgen. Auch soll der Spieler keinen bestimmten Tisch auswählen dürfen.

Möchte ein Online Casino im nächsten Jahr eine Lizenz von Deutschland erhalten, so müssen bereits jetzt alle vorgenannten Bedingungen eingehalten werden. Weitere Bedingungen stehen in den Richtlinien. Auch diese müssen unbedingt beachtet und umgesetzt werden. Wer in der Übergangsphase die Vorschriften nicht einhält, gilt als nicht vertrauenswürdig und kann ab dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages seine Dienste nicht mehr anbieten.

Zu den besten Online Casinos

Der Beitrag wurde am 19.10.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern veröffentlicht.
News teilen:
Startseite > Broker & Casino News - Das Offizielle Magazin > Übergangsregeln bis zum Glücksspielstaatsvertrag veröffentlicht